Stardew Valley als Horrorspiel: Diese düstere Farming-Sim ist schockierend gut

Special Vivien Ziermann
Stardew Valley als Horrorspiel: Diese düstere Farming-Sim ist schockierend gut
Quelle: PC Games

Das düstere Farming-Erlebnis Welcome to Elderfield kombiniert Stardew Valley mit Horror - und das funktioniert erstaunlich gut.

Indie-Spiele kleiner Entwickler fliegen leider meistens komplett unter dem Radar. Das liegt zum einen daran, dass insbesondere auf Steam täglich unzählige dieser Titel reingespült werden (und davon sind viele nicht sonderlich gut gelungen), zum anderen haben die kleinen Studios oder Einzelentwickler oft einfach nicht die Mittel, um ihre Spiele im Vorfeld groß zu bewerben.

Ab und zu gelingt es aber doch dem ein oder anderen Indie-Game, richtig große Wellen zu schlagen. Das Paradebeispiel dafür ist Stardew Valley. Von einem einzigen Entwickler kreiert, konnte sich die Farming-Simulation nicht nur einen großen Namen machen, der Erfolg des Spiels ist so enorm, dass unzählige Klone aus dem Boden geschossen sind und fast schon ein eigenes Sub-Genre gegründet haben.

Auch ich habe auf unterschiedlichen Plattformen über 100 Stunden in das Spiel gesteckt, obwohl ich eigentlich eher für düstere Settings zu haben bin und Cozy Games mich nicht hinter dem Ofen hervorlocken. Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, als ich Welcome to Elderfield entdeckt habe. Das kommende Farming-RPG orientiert sich mit seinem Pixel-Look eindeutig an Stardew Valley, setzt das Ganze aber in ein düsteres, schauriges Setting.

Gewürzt mit rundenbasierten Kämpfen, skurrilen Charakteren, Zufalls-Events und natürlich einer saftigen Prise schwarzem Humor, hat der Debüt-Titel von Entwickler Cris Cote schon nach meiner kurzen Anspielzeit von knapp sechs Stunden das Potenzial, mein liebster Vertreter unter den Stardew-Valley-Likes zu werden.

Willkommen in Elderfield

Als namenloser Protagonist bin ich in Elderfield aufgewachsen. Jetzt, nachdem ich die Schule beendet habe, habe ich unendlich viel Zeit zur Verfügung und nur wenig Perspektiven, diese zu füllen. Denn wer in Elderfield geboren ist, verlässt die Stadt nur selten. Aber das ist kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Auch vor Ort gibt es für mich viel zu tun, von den merkwürdigen Geschehnissen, gefährlichen Kreaturen und mysteriösen Einwohnern der Stadt mal abgesehen.

Zum Glück steht eine Farm am Rand der Stadt gerade leer und mir zur freien Nutzung zur Verfügung. Ähnlich wie bei Stardew Valley besteht mein Gaming-Alltag vorerst darin, die Stadt zu erkunden, Feldfrüchte anzubauen, mit den Bewohnern der Stadt Freundschaften zu pflegen und Quests zu erledigen. Auch fischen, kochen, craften und in der örtlichen Mine Materialien abbauen, gehört zu meinen alltäglichen Aufgaben.

Der große Unterschied? In Elderfield ist nichts so, wie es scheint. Auf der Farm angekommen, fallen mir als erstes merkwürdige Tentakel auf, die sich überall auf den Feldern ausgebreitet haben. Beim Betreten des Farmhauses - mein eigenes Haus steht natürlich in der Stadt - begegne ich dem derzeitigen Besitzer der Farm, einem angeketteten, riesigen Skelett.

Bildergalerie

Nach anfänglicher Skepsis scheint er jedoch freundlich gesinnt und erklärt mir, dass die Felder von einem mysteriösen Kraut befallen sind, das zunächst durch einen Trank vernichtet werden muss, bevor ich das Feld bestellen und etwas anpflanzen kann. Den Trank, Werkzeuge und Saatgut bekomme ich bei einem Händler, der praktischerweise ebenfalls in dem Farmhaus zu leben scheint. Natürlich gegen eine entsprechende Gebühr.

Es wächst, es gedeiht und es lebt!

Sobald ich die toxischen Tentakel auf den Feldern entfernt habe, gestaltet sich das Bestellen und Bepflanzen der Farm wie beim geistigen Vorgänger Stardew Valley. Mit einer Harke bereite ich die Erde vor, dann das Saatgut auf das entsprechende Feld platzieren, gießen und fertig. Für ausreichend Wasser sorgt ein kleiner Teich, der sich am Rand der Farm befindet.

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