Mythen & Legenden in Videospielen: Was Zelda, Diablo, GTA & Co verbergen

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Mythen & Legenden in Videospielen: Was Zelda, Diablo, GTA & Co verbergen
Quelle: pcgames

Egal, ob Zelda, GTA, Pokémon oder Diablo. Wir haben einige der spannendsten Legenden der Videospielgeschichte herausgesucht und beleuchtet!

In weit über einem Jahrhundert der Videospiele haben sich zahlreiche Mythen und Legenden um das Medium gebildet. Von Zelda über Diablo, Final Fantasy und Co. wir haben die spannendsten, emotionalsten oder auch durchgeknalltesten Theorien herausgesucht und wollen sie näher beleuchten, aber auch klären, wie viel Wahrheit darin steckt. Nachdem wir gerade mit Diablo einen Mythos hatten, der zum Running Gag geworden ist, kommen wir jetzt wieder in sehr viel düstere Gefilde, in ein eigentlich für Kinder gedachtes Spiel. Die Rede ist von Pokémon! Die erste Generation verbirgt nämlich angeblich ein sehr grausiges Geheimnis.

Das Lavandia-Syndrom

Die Pokémon-Editionen Rot und Grün kam in Japan 1996 auf den Markt und waren ein riesiger Erfolg. Schließlich begründeten die Spiele eines der wertvollsten Franchises aller Zeiten. Doch nicht alles war so rosig. Als Spieler in die Stadt Lavandia kamen, klagten einige von ihnen über starke Kopfschmerzen und Übelkeit. Bei mehreren verstärkten sich die Symptome sogar nach dem Spielen zu Albträumen und Wahnzuständen bis hin zu suizidalen Gedanken. Tatsächlich sollen sich in Japan rund 200 Kinder nach dem Spielen der ersten Pokémon-Editionen das Leben genommen haben.

Schlussendlich wurden die Symptome auf die Musik zurückgeführt. Das Lavandia-Theme wurde absichtlich unheimlich gestaltet und soll in der Original-Version binaurale Töne verwendet haben, die teilweise extrem hoch sind und Unbehagen auslösen sollen.

Professor Eich erklärt die Welt der Pokémon. Quelle: Nintendo Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass nur Kinder solche hohen Töne hören können, weswegen das Phänomen nicht bei Erwachsenen aufgetreten sei. Als Reaktion änderte Nintendo die Musik für die europäischen und amerikanischen Editionen Rot & Blau ab.

An der Stelle stoppen wir dann aber mit der Schauergeschichte, denn genau darum handelt es sich auch nur. Das Lavandia-Syndrom, wie es genannt wird, ist eine einfache Creepypasta-Geschichte - also eine moderne Gruselstory aus dem Internet. Sie stammt aus dem Jahr 2010, wurde damals viel auf den bekannten Internetboards 4chan und Reddit geteilt und entwickelte schnell ein Eigenleben.

Die Geschichte rund um Nintendos Pokémon-Verschwörung befand sich nämlich genau im richtigen Sweetspot zwischen unheimlich und glaubwürdig, sodass immer mehr Leute dachten, sie sei wahr.

Ein paar Punkte sprechen nämlich tatsächlich dafür. So wurde das Lavandia-Theme wirklich für Europa und Amerika abgeändert, was aber nur wenige Töne betraf und damals auch nichts Ungewöhnliches war.

Das Pokémon-Franchise hatte zudem einen tatsächlichen medizinischen Skandal - da ging es aber um den Anime. In der ersten Staffel gibt es eine Folge, die nur einmal im Original ausgestrahlt wurde, denn nach der Ausstrahlung gingen zahlreiche Beschwerden ein, dass Kinder Kopfschmerzen bekommen hätten.

Bei etwa 600 Zuschauern wurden sogar epileptische Anfälle ausgelöst. Schuld daran waren mehrere Szenen mit schnell flackernden Lichtern. Da diese Story tatsächlich passiert ist, wirkt das Lavandia-Syndrom plötzlich gar nicht mehr so unrealistisch. So verbreitete sich der Mythos immer weiter und gilt heute als eine der bekanntesten Legenden der Pokémonwelt. Jedoch fußt alles nur auf einer kleinen Gruselgeschichte aus den Untiefen des Internets.

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