Videospielverfilmungen: Diese Filme möchten wir sehen - Seite 3

Special Michael Grünwald Christian Fussy Katharina Pache Christian Dörre Maci Naeem Cheema Sascha Lohmüller Stefan Wilhelm 53,99 €
Videospielverfilmungen: Diese Filme möchten wir sehen - Seite 3
Quelle: ©2021 CTMG / Sony

Spieleverfilmungen wie Uncharted haben es im Kino häufig nicht leicht. Wir haben uns einmal Gedanken gemacht, welche Spiele eine Verfilmung verdient hätten.

Dann pappt man da noch eine erkennbare Stimme drüber und ab geht der Spaß, am besten mit Jack Black. Der würde dann zwar überhaupt nicht klingen wie der Original-Scree mit seiner tiefen, gesetzten Stimme. Aber an dem Fakt, dass Jack Black absolut jeden Film besser macht, gibt es halt nix zu rütteln.

In Sachen Star-Gagen wär's das größtenteils auch schon, denn trotz Weltenretter-Handlung kommen in Primal überraschend wenige Figuren vor, und die dann noch dazu meist nur sehr kurz. Da müsste man, damit's nicht langweilig wird, im Film-Drehbuch eventuell ein paar Schwerpunkte anders setzen. Gespannt wären wir auf jeden Fall auf die Kino-Interpretation der wirklich tollen, glaubwürdigen Fantasy-Welt, durch die Jen und Scree sich begeben. In diesem Sinne: Mit schlechten Filmen kennt sich Sony doch aus, also an die Arbeit! Wir zumindest werden ein Kinoticket für den Primal-Film zahlen, versprochen. Vielleicht. Eventuell. Aber auf Netflix schauen wir ihn dann auf jeden Fall!

Riders Republic - 3D-Actionfilm

Von: Michael Grünwald
Hollywood aufgepasst!: Diese Videospielverfilmungen würden wir uns im Kino wünschen + Video (5) Quelle: PC Games Hollywood aufgepasst!: Diese Videospielverfilmungen würden wir uns im Kino wünschen + Video (5) Wunderschöne Landschaften, ein Fest für Extremsportler und mit Sicherheit auch auf der großen Leinwand ein grandioses Erlebnis: Riders Republic schaffte im letzten Jahr zwar nicht den ganz großen Durchbruch, doch für spaßige Abendunterhaltung mit Freunden bot sich der Titel von Entwickler Ubisoft in jedem Fall an.

Wir können uns daher auch einen Kinofilm, der die rasante Action des Sportspiels einfängt, sehr gut vorstellen. Nachdem die 3D-Technik zwar nach wie vor regelmäßig verwendet wird, sich aber nie hundertprozentig durchsetzen konnte, geben wir der ganzen Geschichte noch eine Chance.

In diversen Wettbewerben treten Extremsportler aus der ganzen Welt zu einem einzigarten Turnier an. Gefilmt werden die Events unter anderem aus Helm-Perspektiven und Dronen-Kameras, die die Besucher in den Kinosälen in ihre Sitze fesselt. Der Film von Riders Republic soll ein noch nie dagewesenes Erlebnis werden und das 3D-Kino revolutionieren.

Als Hauptcast fungiert passend zum Thema eher die jüngere Generation an Schauspielern. So treten Florence Pugh, Millie Bobby Brown, Jonathan Majors und Joe Keery in den verrückten Events gegeneinander an. Die Regie übernimmt mit Ryan Coogler ein Filmemacher, der mit Creed bereits Erfahrung in Sportfilmen sammeln konnte. Malerische Kulissen, interessante Hauptfiguren und rasante Action - was braucht das Kinoherz mehr?

Streets of Rage - Action-Comedy

Von: Christian Dörre
Hollywood aufgepasst!: Diese Videospielverfilmungen würden wir uns im Kino wünschen + Video (4) Quelle: PC Games Hollywood aufgepasst!: Diese Videospielverfilmungen würden wir uns im Kino wünschen + Video (4) Verfilmungen von Prügelspielen gibt es so einige. Unter anderem haben es schon Mortal Kombat, Double Dragon und Street Fighter in die Lichtspielhäuser dieser Welt geschafft. Über die Qualität der Streifen kann man aber natürlich geteilter Meinung sein. Wir hingegen möchten eine qualitativ hochwertige Beat-em-Up-Verfilmung. Und zwar vom Sega-Kulttitel Streets of Rage.

Dass die Marke noch funktioniert, sah man ja bereits am vierten Teil, der 2020 für alle gängigen Plattformen erschien. Wenn die Reihe ein Comeback als Videospiel schafft, dann doch auch sicher ein Debüt als Film. Die Story sollte dabei auch genauso egal sein wie in den Spielen. Mr. X hat irgendeinen verdammt bösen Plan, die Stadt zu unterjochen. Unterstützt wird er dabei von allerhand Straßenschlägern, wütenden Freaks, elektrisierenden Dominas, feuerspeienden Fettklopsen und seiner rechten Hand Shiva.

Shiva ist natürlich der oberkrasseste Martial-Arts-Kämpfer, den man sich so vorstellen kann. Diesen Fieslingen stellen sich natürlich die Verbrechensbekämpfer Axel Stone, Blaze Fielding, Adam Hunter, Max Thunder und Skate entgegen. Als Mr. X wünschen wir uns Vincent D'Onofrio und als Shiva Iko Uwais. Bei den Helden haben wir da weniger klare Vorstellungen. Die Darsteller sollten nur charismatisch sein und kämpfen können. Lediglich bei Max Thunder legen wir uns fest, dass Dwayne "The Rock" Johnson die Rolle übernehmen soll.

Der Streets-of-Rage-Film sollte sich durch aufregend choreographierte Kämpfe, witzige Dialoge, coole One-Liner, einen treibenden Elektro-Soundtrack und natürlich auch die eine oder andere Traingsmontage auszeichnen. Wir stellen uns hier vor, dass The-Raid-Regisseur Gareth Evans ein Drehbuch von James Gunn umsetzt.

The Artful Escape - Arthouse

Von: Katharina Pache
Hollywood aufgepasst!: Diese Videospielverfilmungen würden wir uns im Kino wünschen + Video (3) Quelle: Beethoven & Dinosaurs I Annapurna Interactive Hollywood aufgepasst!: Diese Videospielverfilmungen würden wir uns im Kino wünschen + Video (3) Warum einen Film zum Indie-Game produzieren? Weil der vermutlich klasse aussehen und super klingen würde! Die simple Coming-of-Age-Story rund um einen jungen Musiker auf dem Weg zur Selbstverwirklichung funktioniert auch auf der Kinoleinwand.

Der bunte Trip durchs Weltall hin zum Erwachsenwerden war schon als Spiel in erster Linie Augen- und Ohrenschmaus für Liebhaber von Space Rock und psychedelischen Gitarrenklängen, Gameplay weitestgehend egal.

Man müsste also "nur" die bombastischen Kulissen mit Raumschiffen, die durch Wolkenberge stoßen, rote Wüsten mit monumentalen Ruinen und zauberhaften Eislandschaften nachstellen, die kreative Arbeit haben die Entwickler bereits vorbildlich erledigt. Während der Soundtrack des Spiels eigens komponiert wurde (einer der Köpfe hinter The Artful Escape ist selbst Musiker), könnte man im Film natürlich noch ein paar bekanntere Songs aus dem Genre abfeuern.

Ja, die Zielgruppe ist vermutlich kleiner als die einer Uncharted-, Mario- oder Sonic-Verfilmung, aber es passt ja sowieso besser zur Vorlage, wenn am Ende eine Arthouse-Indie-Produktion herauskommt.

Wreckfest - Actionfilm

Von: Michael Grünwald
Hollywood aufgepasst!: Diese Videospielverfilmungen würden wir uns im Kino wünschen + Video (2) Quelle: PC Games Hardware Hollywood aufgepasst!: Diese Videospielverfilmungen würden wir uns im Kino wünschen + Video (2) Auch Motorsportfans können ein Lied davon singen, dass gute Filme in diesem Kosmos eher rar gesät sind. Ausnahmen wie Le Mans 66 oder Rush erscheinen in äußerst unregelmäßigen Abständen. Dabei bietet der Rennsport alleine schon so viel Drama für eine Umsetzung auf die große Leinwand. Wenn dann noch ein Videospiel interessante Einflüsse miteinbringt, steht uns definitiv ein großer Kinoerfolg bevor.

Mit Wreckfest brachte Entwicklerstudio Bugbear im Jahr 2014 ein Rennspiel auf den Markt, in dem es in erster Linie um eines geht: Dem Kontrahenten so richtig schön in die Karre brettern. Natürlich dürfen aber auch die Fahrskills nicht außer Acht gelassen werden, schließlich geht es im Motorsport ja immer irgendwie darum als Erster über die Ziellinie zu donnern.

Wenn wir jetzt Wreckfest mit der populären Netflix-Serie Squid Game mischen, bekommen wir einen packenden Film mit flotter Racing-Action, die über Leben und Tod entscheidet. Von Death Race, einem Science-Fiction-Thriller aus dem Jahr 2008 mit Jason Statham in der Hauptrolle, soll sich unser Film übrigens deutlich unterscheiden.

Warum nicht 100 Fahrer gegeneinander antreten und in verschiedensten Etappen immer wieder neue Aufgaben bewältigen lassen? Wer zu spät ins Ziel kommt oder unterwegs auf der Strecke bleibt, verliert - in diesem Fall das Leben. Unsere Hauptfiguren schließen Bündnisse und wenden fiese Tricks an, um möglichst lange im Rennen zu bleiben. Nur um am Ende festzustellen, dass es nur einen Gewinner geben kann.

XCOM - Actionfilm

Von: Christian Fußy
Hollywood aufgepasst!: Diese Videospielverfilmungen würden wir uns im Kino wünschen + Video (1) Quelle: PC Games Hollywood aufgepasst!: Diese Videospielverfilmungen würden wir uns im Kino wünschen + Video (1) Eine der größten Schwierigkeiten dabei, ein Computerspiel als Film umzusetzen, ist der drastische Unterschied in Länge. Wo Videospiele meist nach 10 Stunden erst so richtig losgehen, muss der Film seine Geschichte in ungefähr zwei über die Bühne bringen. Durch die Komprimierung erhält die Geschichte dann eine komplett andere Gangart.

Vor allem ruhige Momente bleiben auf der Strecke und die Hintergründe von Figuren und Welt werden um Zeit zu sparen meist in ausufernden Monologen erklärt, statt organisch vom Publikum entdeckt zu werden. Wahrscheinlich ist dieses Problem bei einem epischen Strategiespiel wie XCOM sogar noch ausgeprägter als beispielsweise bei einem Action-Adventure der Marke Tomb Raider.

Wir würden für XCOM daher vorschlagen, nicht die gesamte Länge einer Kampagne in einen Film zu quetschen, sondern sich stattdessen auf eine einzige Mission zu konzentrieren. Wir begleiten die Mitglieder einer Militäreinheit dabei, wie sie Alien-Technologie sichern, Zivilisten schützen, eine VIP eskortieren oder eine Bombe entschärfen müssen und dabei auf mehr Widerstand stoßen als ihnen lieb ist.

Möglicherweise ist unter den Soldatinnen und Soldaten ein Rekrut, dem anfangs kurz die Sachlage erklärt wird und durch dessen Augen wir zum ersten Mal die außerirdischen Invasoren sehen. Mehr Erklärung braucht es eigentlich nicht. Die politischen Hintergründe des Krieges mit den Aliens, wie es um die Menschheit in dem Konflikt gerade steht oder welche Schrecken unsere Hauptfiguren erwarten, sollte sich erst über die nächsten 90 Minuten enthüllen.

Passend zur Reihe sollte die Mission mit Überraschungen gespickt sein. Zum Beispiel kann die Truppe auf eine Alien-Spezies treffen, die den irdischen Geheimdiensten bisher komplett unbekannt war. Oder wir finden heraus, welche scheußlichen Experimente die Außerirdischen an ihren menschlichen Gefangenen vorgenommen haben.

Während des Einsatzes müssen natürlich auch einige Militärs auf garstige Weise ihr Leben lassen, um das bedrückende "mit dem Rücken zur Wand"-Gefühl heraufzubeschwören, für das XCOM berüchtigt ist. Wer am Ende noch atmet, darf dann gerne im Sequel zurückkehren und sich einem neuen Horror entgegenstellen.

Einen weiteren Titel unserer Liste hat uns Netflix erst vor kurzem weggeschnappt. Schließlich soll die beliebte Spielereihe Bioshock in Zukunft ebenfalls als Verfilmung adaptiert werden. Vor allem die Unterwasserstadt Rapture und die Story rund um die Little Sisters und Big Daddys bieten sich auch hervorragend für eine Umsetzung an. Wir sind außerdem gespannt, ob der Fluch der schlechten Spieleverfilmungen vielleicht endlich gebrochen ist. Mit Super Mario, Borderlands, Sonic the Hedgehog 2 und vielen mehr stehen uns nämlich noch einige Adaptionen im Jahr 2022 bevor.

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