Warum zocken wir eigentlich? Die Psychologie hinter Videospielen - Seite 2

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Warum zocken wir eigentlich? Die Psychologie hinter Videospielen - Seite 2
Quelle: Square Enix

Spieleentwickler setzen viel daran, ihre Titel interessant zu gestalten. Zu welchen Tricks gegriffen wird und was Psychologen dazu sagen, erfahrt ihr hier.

Es gibt zwar nur wenige Studien, die diese These belegen, aber die Vermutung liegt nahe, dass es sich bei Videospielen ähnlich verhält. Dazu tragen vermehrt auch Lootboxen bei, die mittlerweile in vielen Spielen zum festen Inventar gehören. Je mehr Frust sich anstaut, einen bestimmten Gegenstand nicht zu bekommen, desto mehr steigt das Verlangen danach. Die Hemmschwelle, mehr Geld für eine höhere Gewinnchance auszugeben, wird niedriger.

Die Bundesregierung hat 2021 angefangen, das System hinter den Lootboxen zu bekämpfen. Einige andere Länder haben dies in den letzten Jahren bereits komplett verboten. In Deutschland verhindert das Jugendschutzgesetz diese Art von Glücksspielen in Titeln, die eine Freigabe für Kinder und Jugendliche besitzen. Falls sich die Publisher vor Release nicht an gewisse Regeln halten, kann eine Anhebung der Altersfreigabe oder sogar ein Kaufverbot für Personen unter 18 Jahren erfolgen. Im Übrigen besteht nicht für jeden die gleiche Gefahr, in eine solche Sucht zu verfallen. Es gibt verschiedene Risikofaktoren wie ein geringes Selbstwertgefühl, schwache Selbstkontrolle oder unterschiedlichste genetische Faktoren, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen oder eben senken können.

Der Reiz der Beste zu sein

Bestenlisten sind schon immer eine beliebte Möglichkeit, den Wettbewerb unter Spielerinnen und Spielern zu fördern.  Quelle: Niantic Bestenlisten sind schon immer eine beliebte Möglichkeit, den Wettbewerb unter Spielerinnen und Spielern zu fördern.  Ein weiterer Anreiz besteht darin, in Wettbewerben so weit oben wie möglich zu stehen. Egal ob im realen Leben oder im Internet, Ranglisten und Bestenlisten gibt es in vielen Bereichen. Für einige stellen sie einen Anreiz dar, sich verbessern zu wollen, um schließlich einen Platz auf der Liste zu ergattern.

Doch ein Highscore alleine reicht nicht aus, um Spieler langfristig am Ball zu halten. Entwickler achten auf etliche Aspekte, um die Aufmerksamkeit der Zocker so lange wie möglich beizubehalten.

Entlanghangeln an Aufgaben

Eine Möglichkeit können unter anderem Quests sein. Diese Aufgaben führen wie ein roter Faden durch das Spiel und sorgen dafür, dass man einen ständigen Fortschritt fühlt. Nicht alle Quests sind aber zwingend notwendig.

Es gibt auch noch die Nebenquests, die einer Geschichte richtig Tiefe verleihen können. Meistens sind diese optional und gar nicht unbedingt ausschlaggebend für die Story. Doch durch diese Missionen bekommen wir Zusatzinformationen oder Einblicke in das Leben anderer Charaktere, wodurch wir noch mehr in die Spielwelt eindringen. Je mehr Nebenquests Spielerinnen und Spieler in Angriff nehmen, desto mehr Zeit verbringen sie natürlich auch im Spiel.

Selbstregulierende Schwierigkeitsgrade

Dark Souls Remastered Quelle: Bandai Namco Manche Spiele passen die Schwierigkeit des Gegners an, wenn man zu oft an ihm gescheitert ist. Bei Dark Souls ist das anders und man muss besser werden, um weiterzukommen.  Auch der Schwierigkeitsgrad spielt eine große Rolle, wie lange ein Titel vor den Bildschirm fesselt. In manchen Spielen sorgt er dafür, dass wir mehr Items finden, Punkte auf der Karte markiert werden und ein Gegner mal stärker oder mal schwächer daherkommt.

In Assassin's Creed gibt es beispielsweise die Möglichkeit, bestimmte Orte anhand von Beschreibungen selbst suchen zu müssen oder sie per Marker anzeigen zu lassen.

Wofür man sich im Endeffekt entscheidet, liegt ganz alleine bei uns Spielerinnen und Spielern. Sollte zum Beispiel ein Endkampf doch einmal zu schwer sein, passt man die Schwierigkeit dementsprechend an, um nicht die Lust am Spiel zu verlieren. Oder aktiviert eben die ein oder andere Hilfe.

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