Die vierte Wand ist die imaginäre Mauer zwischen dem Zuschauer und dem Medium, welches er konsumiert. D.h., solange die vierte Wand steht, scheinen sich die Charaktere nicht bewusst zu sein, dass sie nicht real sind und von einem Zuschauer beobachtet werden. Wird diese metaphorische Barriere nun aber in irgendeiner Weise gebrochen, eröffnen sich neue kreative Möglichkeiten - denn nun können die Charaktere mit dem Zuschauer interagieren und sie werden sich unter anderem bewusst, dass sie nur fiktionale Charaktere sind. Dieses Stilmittel wird auch immer häufiger in Videospielen verwendet und auf verschiedenste Weise eingesetzt, um das Spiel-Erlebnis zu ergänzen. Wir zeigen euch Spiele, die auf kreative Weise die vierte Wand brechen.
Spiele bieten im Vergleich zu Buch, Comic, Film und Fernsehen deutlich umfangreichere Möglichkeiten, die 4. Wand zu brechen. Dies liegt vor allem an der Interaktivität von Games, denn dadurch können die Entwickler deutlich mehr herumexperimentieren. So können Dinge wie das HUD, das Eingabe-Gerät, oder sonstige Spiele-Elemente in die kreativen Ideen eingebunden werden. Egal, ob als komödiantische Einlage oder als erschreckendes Horror-Element: Brüche mit der 4. Wand sind immer wieder überraschend und das Potential, diese in Games umzusetzen, ist noch längst nicht ausgereizt.
Neue Gadgets wie das Oculus Rift oder die Hololens werden dafür sorgen, dass der Spieler immer mehr Teil der Spielwelt wird. Das wiederum eröffnet neue Optionen, die 4. Wand zu umgehen. Wir sind auf jeden Fall gespannt darauf, was sich die Entwickler in Zukunft einfallen lassen. Hier zeigen wir euch aber erstmal die Spiele, die bereits auf kreative Weise mit den Konventionen des Mediums spielen.
