Zocken im Urlaub: Diese Mobile-Games für iOS und Android können was!

Special Felix Schütz
Zocken im Urlaub: Diese Mobile-Games für iOS und Android können was!
Quelle: Erzeugt mit Dall-E

Wollt ihr unterwegs etwas Anständiges spielen, habt aber nur Handy und Tablet dabei? Kein Problem! Mit diesen Games bringt ihr den Urlaub gut über die Bühne.

Gute Deckbuilder gibt's mittlerweile wie Sand am Meer. Doch die meisten von ihnen haben ihre Lehren aus Magic: The Gathering gezogen, was bedeutet: Sie sind vollgestopft mit Mikrotransaktionen und Free-to-Play-Stolperfallen. In manchen Fällen kommt am Ende trotzdem ein faires Spiel heraus, in anderen muss man leider klar von Pay-to-Win sprechen. In unseren Empfehlungen gehen wir auch genauer darauf ein.

Falls euch das noch nicht reicht, könnt ihr euch natürlich noch nach anderen Kartenspielen umsehen, die Stores von Apple und Google sind prall gefüllt. Blizzards Hearthstone punktet beispielsweise immer noch mit brillanter Aufmachung, geschliffenem Gameplay und viel Umfang, gerät für seinen hohen RNG-Faktor und Balancing-Schwächen aber auch immer wieder in die Kritik.

Es gibt auch abgefahrene Titel wie Exploding Kittens, das auf dem extrem erfolgreichen, gleichnamigen Kickstarter-Kartenspiel beruht. Oder schaut euch mal die Reigns-Reihe an, die mit Reigns Beyond erst kürzlich einen knackfrischen Science-Fiction-Ableger erhalten hat. Ebenfalls empfehlenswert: Legends of Runeterra von Riot Games und das sympathisch gezeichnete Card Crawl Adventure. Oder werft mal einen Blick auf Voice of Cards: The Isle Dragon Roar von Square Enix, das seine Geschichte in den Vordergrund rückt.

Für unsere Empfehlungen haben uns trotzdem für andere Spiele entschieden - ist da etwas für euch dabei?

Marvel Snap

Preis: Free-to-Play | Zusatzkosten: 3 bis 110 Euro

Eine Warnung gleich vorweg: Marvel Snap ist ein Free-to-Play-Game durch und durch. Ihr werdet also einen gut bestückten Shop vorfinden, in dem ihr problemlos eure gesamten Ersparnisse und die eurer Kinder verballern könnt. Darum: Vorsicht, wem ihr das Spiel in die Hand drückt! Nötig sind die Käufe allerdings nicht, im Gegenteil: Man kann Marvel Snap sehr gut spielen, ohne einen einzigen Cent auszugeben, denn neue Karten erhaltet ihr früher oder später auch ganz einfach durch fleißiges Spielen.

Marvel Snap wird außerdem jede Woche mit einer neuen Karte und neuen Standorten erweitert, dadurch ändert sich die Meta regelmäßig und das Balancing wird angepasst. Übermächtige Karten verlieren dadurch schnell ihren Schrecken.

Das Grundprinzip ist so simpel wie genial: Ihr stellt euch erst mal ganz klassisch ein Deck aus verschiedenen Marvel-Superhelden zusammen, die alle einzigartige Eigenschaften, Energiekosten und Stärkepunkte besitzen. Nun spielt ihr Runde für Runde eure Karten aus. Dazu stehen euch allerdings nur drei Felder mit jeweils vier Slots zur Verfügung.

Manche Heldenkarten stärken ihre Verbündeten, andere verdoppeln Spezialeffekte, erhöhen das Rundenlimit, schwächen die Gegnerseite, stehlen feindliche Karten oder blockieren wertvolle Slots. Die Kombinationsmöglichkeiten sind praktisch endlos.

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Durch die kurzen Partien spielt sich Marvel Snap wunderbar flott, zumal in jedem Zug ein Timer mitläuft - getrödelt wird also nicht! Für gewonnene Matches erhaltet ihr Punkte, mit denen ihr Ränge bis zum Maximum 100 aufsteigt. Dazu gibt es aber noch eine coole Risk-Reward-Mechanik: Wenn ihr das Gefühl habt, eine richtig gute Partie zu spielen, könnt ihr jederzeit "snappen"!

Dadurch erhöht ihr euren Punktegewinn - allerdings nur, wenn ihr euren Gegner auch wirklich besiegt. Wenn's schlecht läuft und ihr trotzdem verliert, werden euch dafür doppelt so viele Punkte abgezogen und ihr steigt schlimmstenfalls einen Rang ab. Das sorgt für Nervenkitzel und macht auch nach hunderten Partien noch Spaß.

Einsteiger spielen übrigens erst mal gegen Bots, bis sie den Bogen raus haben und genügend Decks zusammenstellen konnten. Danach tretet ihr ausschließlich gegen echte Spieler an, Marvel Snap benötigt deshalb eine ständige Internetverbindung. Da das Spiel äußerst beliebt ist, finden sich Gegner meistens schon in wenigen Sekunden. Übrigens lässt sich Marvel Snap auch am PC spielen, Crossplay inklusive! Über Steam könnt ihr euch den Titel kostenlos runterladen und ausprobieren.

Gut zu wissen: Marvel Snap wurde unter anderem von Ben Brode ausgetüftelt, der zuvor als Game Director von Hearthstone bekannt wurde. Brode war so etwas wie das Aushängeschild von Hearthstone, bis er Blizzard im Jahr 2018 verließ und sein eigenes Studio Second Dinner gründete. Dort arbeitet er bis heute an Marvel Snap.

Dawncaster

Preis: ca. 4- 6 Euro | Zusatzkosten: 6 bis 15 Euro

Falls ihr keine Lust auf Online-Duelle habt und trotzdem einen Deckbuilder mit hohem Wiederspielwert sucht, solltet ihr einen Blick auf Dawncaster werfen. Das Spiel besticht mit einer dichten Storyline, fordernden Kämpfen, motivierenden Upgrades und einer riesigen Kartenauswahl, die viele unterschiedliche Strategien erlauben. Dawncaster wurde von Grund auf für Smartphones konzipiert und ist komplett offline spielbar.

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Ihr bekommt das Hauptspiel bereits ab 4 Euro. Beachtet allerdings, dass noch mehrere Add-ons angeboten werden, die ebenfalls ein paar Taler kosten - ob ihr die kaufen wollt oder nicht, ist aber euch überlassen. Vielleicht genügt euch das Hauptspiel bereits, vielleicht könnt auch nicht genug davon bekommen - die Wahl liegt bei euch.

Slay the Spire

Preis: ca. 10 Euro | Zusatzkosten: keine

Auf dem PC gilt Slay the Spire mittlerweile als moderner Klassiker. Das Spiel kombiniert ein knüppelhartes Roguelike mit taktischem Deckbuilding - und diese Mischung kam so gut bei den Käufern an, dass ihm seitdem viele Spiele nachgeeifert haben. Slay the Spire verzichtet auf eine Story, das flotte Gameplay steht im Mittelpunkt. Ihr sucht euch eine Heldenfigur mit einem Basisdeck aus und dann geht's auch schon los.

Auf den ersten Blick wirkt alles noch ganz simpel: In den Kämpfen müsst ihr eure knappen Energiepunkte einteilen und damit Karten ausspielen, die dann zum Beispiel eure Gegner angreifen oder eure Verteidigung mit Buffs stärken. Doch schnell trefft ihr auf Feinde, die besondere Eigenschaften mitbringen und die jeden Kampf zu einer taktischen Herausforderung machen. Besonders die Bosse werden euch alles abverlangen!

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Zwischen den Partien verwaltet ihr euer Deck, außerdem sammelt ihr wertvolle Artefakte, die euch spezielle Boni verleihen und die in jedem Run für Abwechslung sorgen. Slay the Spire sieht nicht gerade hübsch aus, aber es spielt sich hervorragend und der satte Schwierigkeitsgrad sollte auch erfahrene Roguelike-Fans kräftig fordern. Einziger Kritikpunkt: Das UI und die Texte fallen auf Smartphones etwas zu klein aus, die Touch-Steuerung kann dadurch etwas fummelig geraten. Auf einem Tablet spielt es sich deutlich besser!

Monster Train

Preis: ca. 9 Euro | Zusatzkosten: Ein Add-on für 4 Euro

Monster Train für iOS kaufen

Falls euch Monster Train nix sagt, empfehlen wir euch unseren umfangreichen Test, der das Roguelike-Kartenspiel genau durchleuchtet. Die Kurzfassung: Es ist ziemlich großartig! Ihr begleitet eine Gruppe von Monstern, die auf einem Zug in Richtung Hölle unterwegs ist. In jedem Level steigen pro Runde mehrere Gegner hinzu: Engel und anderes Himmelsgesocks, das euren Monsterzug um jeden Preis stoppen will.

Zu eurer Verteidigung spielt ihr Runde für Runde Karten aus. Damit löst ihr nicht nur verschiedenste Zauber aus, sondern verteilt vor allem wichtige Einheiten auf engstem Raum.

Perfekte Planung ist hier nötig, um die angreifenden Gegnerwellen abzuwehren und eure eigenen Einheiten möglichst lange am Leben zu halten. Unterwegs sammelt ihr Ressourcen und Upgrades, mit denen ihr euer Deck modifiziert und erweitert. Auch eure Einheiten dürft ihr mit Upgrades aufmotzen, so lassen sich selbst aus simplen Basiskriegern gewaltige Kampfmaschinen basteln.

Daraus ergeben sich zig spielerische Möglichkeiten, außerdem dürft ihr vor jedem Spielstart aus zwei Monsterstämmen mit einzigarten Heldenkreaturen wählen, die eure Spielweise komplett auf den Kopf stellen können. Monster Train punktet mit hohem Wiederspielwert und angenehmer Spieldauer, ein kompletter Run sollt euch nicht mehr als 20 Minuten kosten.

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Das durchdachte Interface sorgt für Überblick, außerdem könnt ihr euch das Spieltempo auf Wunsch so einstellen, dass praktisch gar keine Wartezeiten mehr anfallen - so spielt sich's sehr angenehm! Nur eine gute Story solltet ihr nicht erwarten, die tritt nämlich völlig in den Hintergrund. Monster Train wurde bislang nur für iOS umgesetzt, ist dort aber richtig gut gelungen.

Eine Android-Fassung ist immer noch in Arbeit, hat aber leider noch keinen Termin. Das Hauptspiel gibt's im Apple Store für knapp 9 Euro, wir empfehlen euch aber, für ein paar Taler mehr gleich noch den einzigen DLC "The Last Divinity" mitzunehmen, der das Spielerlebnis mit neuen Monstern, cleveren Upgrade-Mechaniken und einem neuen Endboss aufwertet.

Gwent: The Witcher Card Game

Preis: Free-to-Play | Zusatzkosten: 2 bis 35 Euro

Mit The Witcher 3 hatte CD Projekt nicht nur ein erstklassiges Rollenspiel-Epos abgeliefert, sondern im Vorbeigehen auch noch ein richtig gutes Kartenspiel erfunden: Gwent war zunächst nur ein Minispiel in Witcher 3, kam aber so gut bei den Fans an, dass die Entwickler ein eigenständiges Kartenspiel daraus bastelten. So war Gwent: The Witcher Card Game geboren, eine stark erweiterte und aufgepeppte Version, die mit taktischem Gameplay und toller Präsentation überzeugt.

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Das Spiel war zwar einigermaßen beliebt und konnte auch gute Wertungen einsacken, doch für CD Projekt war das Spiel nicht lukrativ genug, weshalb man mittlerweile die Entwicklung beendet hat. Von offizieller Seite kommen also keine weiteren Karten oder Updates mehr hinzu, was aber auch bedeutet, dass ich euch nicht ständig auf tiefgreifende Änderungen gefasst machen müsst, die im schlimmsten Fall das halbe Spiel ruinieren (wie z.B. bei Plants vs. Zombies Heroes geschehen). Stand heute könnt ihr Gwent noch problemlos online spielen. Das Spiel ist Free-to-Play, auf die optionalen Ingame-Käufe könnt ihr locker verzichten.

Und was spielt ihr diesen Sommer?

Ihr seht also: An guten Mobile-Games besteht wirklich kein Mangel! Wir hoffen, ihr habt hier das eine oder andere Spiel für euch entdecken können. Egal, ob auf dem Balkon oder abends im Bett, am Strand oder am Flughafen, im Auto oder im Zug: Auf modernen Smartphones lässt es sich prima zocken! Wichtig ist nur, dass man nicht in irgendwelche Kostenfallen tappt und Spiele vermeidet, die ohne Echtgeld-Einsatz schlichtweg keinen Spaß machen.

Welche Mobile-Games werdet ihr diesen Sommer zocken? Habt ihr noch gute Empfehlungen? Schreibt uns gerne, was ihr in euren Ferien auf Smartphone oder Tablet zockt! Aber nicht vergessen: Legt das Gerät auch einfach mal weg, genießt das Urlaubswetter und macht etwas anderes als Videospiele zocken. Die kalten Tage kommen schließlich noch früh genug! Die besten Deals und kompetente Beratung in Sachen Games, Filme, Entertainment und mehr findet ihr ab sofort im brandneuen PCG Ratgeber. Alle Infos zu unserem neuen Portal findet ihr hier!

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