Vorschau zu Gestalt: Steam and Cinder - komischer Name, tolles Spiel
Special 53,99 €
Sieht fein aus, dieses Indie-Spiel namens Gestalt: Steam & Cinder! Und das Beste: Es spielt sich auch fein, davon konnten wir uns bereits selbst anhand einer Preview-Fassung überzeugen. In unserer Hands-on-Vorschau klären wir, was euch mit dem Titel erwartet und warum wir ihn schon jetzt ins Herz geschlossen haben.
AIetheia ist gerade aus einem vierwöchigen Koma erwacht. Frisch dem Krankenhausbett entsprungen, klären ihre Freunde auf: Aletheias letzter Auftrag lief furchtbar schief, nun geht es ihr wieder gut, sie solle sich bei Vincent melden, um langsam wieder in ihren Job als Söldner hineinzufinden.
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Ein guter Anfangspunkt für die Geschichte von Steam & Cinder, wir machen uns also in Gestalt der rothaarigen Heldin auf in die Taverne, um mit Vincent zu quatschen und natürlich mehr über unseren rätselhaften, letzten Auftrag zu erfahren.
Wir suchen Vincent
Quelle: PC Games
Aletheia levelt durch gesammelte Erfahrung auf und wird so immer stärker. In der Demo konnten wir leider noch nicht aufsteigen und Punkte in die Werte verteilen.
Wie der Titel bereits andeutet, spielt Gestalt in einer Steampunk-Welt. Außerhalb der Krankenhaustüren erwartet uns zunächst die Stadt Irkalla, beziehungsweise deren schäbigere Bezirke. Aber im Verlauf der Handlung erkunden wir auch die umliegenden Gebiete wie zum Beispiel das Schrott-Ödland. Die Technologie in der Welt von Gestalt setzt auf Dampf als Energiequelle, und diese wird für den Antrieb eindrucksvoller Gerätschaften genutzt, zum Beispiel von Robotern und Maschinenwesen. Einigen davon versohlen wir im Spiel den blechernen Hintern, denn Steam & Cinder sieht sich als ein von den besten 16- und 32-Bit-Klassikern inspiriertes Action-Adventure. Dazu kommen Rollenspielelemente und die Möglichkeit, auf NPCs und die Geschichte durch Entscheidungen und Dialogsysteme Einfluss zu nehmen. Aber zurück zu Aletheia - das ist übrigens Griechisch und bedeutet "Wahrheit" - und ihrem Auftrag. Angekommen in der Taverne verrät uns Wirt Vincent, dass sich zwielichtige Gestalten auf dem Schwarzmarkt herumtreiben. Also noch zwielichtigere Gestalten als üblich. Über die Kanalisation gelangen wir von der Bar aus zum unterirdischen Handelsbereich, wo ein armer Händler von Gangstern erpresst wird. Wir schreiten ein und probieren nun das Kampfsystem von Gestalt: Steam & Cinder aus.
Kleinkriminelle im Kanal
Quelle: PC Games
Irkalla ist der erste Ort, den wir besuchen. Gerade aus dem Krankenhausbett aufgestanden, suchen wir die Taverne und Wirt Vincent, um einen Auftrag zu erhalten.
Nicht nur hat Aletheia ein scharfes Schwert im Gepäck, mit ihrem Revolver nimmt sie Gegner aus der Entfernung aufs Korn. Feinde besitzen nicht nur eine Lebensenergieleiste - sobald diese leer ist, geht der Gegner zu Boden -, sondern auch eine Art Widerstandsleiste in Grün. Beides prangt gut sichtbar über den Häuptern der Fieslinge. Mit den Kugeln und gezielten Hieben leeren wir die grüne Leiste, um so einen Treffer zu landen, der die Lebensenergie dezimiert. Kombiniert werden in Nah- und Fernkampf leichte und schwere Angriffe. Mit dem Schwert ergibt das unterschiedliche Komboketten, auch von der Position hängt dabei ab, welchen Angriff Aletheia ausführt. Von unten und oben, also aus dem Sprung, kann sie ihre Ziele ebenso aufs Korn nehmen. Auch mit dem Revolver verschießen wir leichte oder schwere Munition, anfangs passen jedoch nur drei Kugeln ins Magazin.
Während der kurzen Nachladeanimation steht die Heldin still und ist ungeschützt, wir sollten also nur in den richtigen Momenten die Munition auffrischen. Die mächtige Ausweichrolle - entweder nach hinten oder nach vorne - darf nicht inflationär eingesetzt werden, das verhindert der Aufladebalken. Der füllt sich zwar fix wieder, aber ganz ohne Limit wären die Kämpfe dann vermutlich doch zu einfach. So jedenfalls fühlen sich die Auseinandersetzungen gegen die Kleinkriminellen, ihre Wachhunde, fliegende Wächterroboter und Geschütztürme sehr stimmig und flott an. Die Anzahl der unterschiedlichen Feinde alleine im kleinen Schwarzmarktbereich lässt hoffen, dass Aletheia auch im späteren Verlauf des Spiels nicht immer nur die gleichen Widersacher begegnen. Am Ende der Kanalisation jedenfalls wartet noch ein besonders dicker Brocken auf die rothaarige Söldnerin, nämlich der Anführer des Verbrechersyndikates. Und der streift mal eben seine fleischliche Hülle ab, entblößt seinen Stahlkörper darunter und versucht, uns mit seinen eisernen Pranken zu zerschmettern.
Maschinenmensch
Quelle: PC Games
Wir treffen nicht nur menschliche Gegner, sondern auch auf feindselige Robotergesellen wie diese hier stellen sich uns in den Weg.
Während in den Auseinandersetzungen mit den normalen Gegnern kleine Fehler kein Problem sind, müssen wir beim Boss besser aufpassen. Seine Widerstandleiste ist lang und komplett gefüllt, und bevor wir deren Inhalt nicht reduzieren, prallen unsere Hiebe beinahe wirkungslos an der Stahlhülle an. Der kurze Cooldown nach einer Ausweichrolle wird uns hier in der Demo einmal zum Verhängnis, und auch unbedachtes Nachladen führt zu einem Game Over. Im dritten Versuch jedoch schicken wir den Mensch-Roboter-Hybriden auf die Bretter und bleiben genauso wie Aletheia mit vielen Fragen zurück: Wer war dieser Typ, und wieso war er halb Mensch, halb Maschine? Die Antworten finden wir wohl im Rest des Abenteuers, auf den wir aber vorerst noch warten müssen. An dieser Stelle nämlich endet die Demo. Wie es weitergeht mit Aletheia in der Welt von Gestalt: Steam & Cinder, erfahren wir noch in diesem Jahr.
Das Action-Adventure erscheint für den PC, wo wir die Demo ausprobiert haben, aber auch für die aktuelle Konsolengeneration inklusive Switch. Die Verwendung eines Controllers wird dabei empfohlen, diesem Ratschlag sind wir nachgekommen. Solltet ihr also Ausschau halten nach klassisch inspirierten Action-Titeln in hübscher Pixelgrafik, dann behaltet Gestalt: Steam & Cinder im Auge!
