Der Gaming-Jahresrückblick 2024: Shitstorms, Entlassungen und die besten Spiele des Jahres

Special Michael Grünwald
Der Gaming-Jahresrückblick 2024: Shitstorms, Entlassungen und die besten Spiele des Jahres
Quelle: Epic / Microsoft

Wir lassen das Jahr der Videospiele-Branche Revue passieren. Von geschlossenen Studios bis hin zu absoluten Meisterwerken war 2024 so einiges los.

Und dann hätten wir noch die Damen und Herren von Naughty Dog, die sich vermutlich GTA 5 zum Vorbild nahmen und The Last of Us: Part 2 innerhalb von vier Jahren bereits in der zweiten Version veröffentlichten. Aber ein Meisterwerk bleibt eben ein Meisterwerk. Das Remaster für die PS5 übertrifft das Original nochmal und bietet einen zusätzlichen Roguelike-Modus. Nur PC-Besitzer sind noch immer nicht in die Versuchung des Abenteuers gekommen, aber zumindest gibt's mittlerweile einen Release-Termin für die PC-Version.

Survival-Künstler

Eine wahre Flut an Survival-Spielen buhlte im Januar, Februar und März noch zusätzlich um die Gunst der Gamer. Allen voran lief Palworld. Jeder Pokemon-Fan wünschte sich schließlich schon immer eine offene Spielwelt, in der man knuffige Wesen fangen und für sich arbeiten lassen kann. Genau das hat Entwicklerstudio Pocketpair mit Palworld umgesetzt und damit einen riesigen Hype ausgelöst.

Ein Wesen mit riesiger Waffe Quelle: Pocket Pair In der Spitze kam der Survival-Titel auf über zwei Millionen Spieler, die zur selben Zeit bei Steam eingeloggt waren, und schaffte es vorübergehend auf Rang zwei der Liste mit den meisten gleichzeitigen Spielern aller Zeiten. Ein chinesischer Export-Schlager, zu dem wir später noch kommen, verdrängte Palworld ein paar Monate später schon wieder von diesem Platz.

Ein Überlebens-Hit aus Deutschland ging beinahe im gleichen Zeitraum ebenfalls durch die Decke. Enshrouded startete am 24. Januar in den Early Access und brachte durch eine schicke Spielwelt sowie eine interessante Voxel-Technik jede Menge Spielspaß auf die Bildschirme weltweit.

Das Frankfurter Entwicklerstudio Keen Games hat es geschafft, dass Enshrouded auch neben dem Ausnahmeerfolg Palworld eine große Community versammeln konnte. Nach wie vor tummelt sich aufgrund von Updates regelmäßig eine fünfstellige Spieleranzahl im Survival-Spiel.

Das Genre boomte mit dem Release der 1.0-Version von Sons of the Forest, der Veröffentlichung von Welcome to ParadiZe und dem sehr speziellen Pacific Drive immer weiter. Bei solch einer erschlagenden Auswahl zog selbst das viel gewünschte Nightingale den Kürzeren und verschwand nach dem Early-Access-Start sehr schnell in der Bedeutungslosigkeit.

Eine männliche Figur mit Hammer steht neben einem sehr großen Wesen Quelle: Inflexion Games

Wechsel und Chaos an allen Fronten

Doch wir müssen nochmal zurück zur Branche selbst kommen, denn im Jahr 2024 flossen erneut gewaltige Summen zwischen Firmen hin und her. Disney kaufte sich beispielsweise Anteile von Epic Games für schlappe 1,5 Milliarden US-Dollar.

Nicht nur in Fortnite soll das Disney-Universum weiter ausgebaut werden. Die Investition steht stellvertretend für einen intensiven Gaming-Vorstoß der Firma, dessen Auswirkungen wir sicherlich in den nächsten Jahren zu spüren bekommen.

Zwischendurch entließen auch Sony, Sega sowie Electronic Arts mehrere hundert Personen und das Chaos rund um die Embracer Group ging in die nächste Runde.

Schon im Januar verloren etliche Mitarbeiter von Eidos Montreal ihren Job und im März verkaufte Embracer das Studio Saber Interactive sowie einen Teil dazugehöriger Teams für 247 Millionen US-Dollar an Beacon Interactive. Die Firma gehört übrigens Saber-Mitgründer Matthew Karch, was die ganze Sache ziemlich skurril macht.

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