Witcher-Entwickler verraten, warum Teil 3 so düster wurde - "das Glas ist immer halb leer"
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Warum haben die Entwickler sich eigentlich bei The Witcher 3 für ein derart düsteres Setting entschieden? Hier sind Antworten.
Das preisgekrönte Rollenspiel The Witcher 3 glänzt nicht unbedingt mit einer lebensbejahenden Welt voller Freude, Tanz und lachenden Menschen. Im Gegenteil. Es herrscht Krieg, die Welt wird von schrecklichen Monster besiedelt und überall begegnet ihr als Spieler dem Tod in allen seinen Facetten.
The Witcher 3 ist ohne Frage sehr düster, und nicht umsonst wird das RPG dem Dark-Fantasy-Genre zugeordnet. Doch was hat die Entwickler von CD Project RED eigentlich dazu veranlasst, dem Spiel ein derartiges Flair zu verleihen? Ein Interview mit einem Quest Designer klärt auf.
Auch die Witcher-Bücher strotzen nicht vor Lebensfreude
Die Witcher-Spiele aus dem Hause CD Project RED wurden nach den Romanvorlagen des polnischen Autors Andrzej Sapkowski konzipiert und auch diese Bücher sind nicht unbedingt von einer positiven Stimmung durchtränkt.
Und die Entwickler haben sichtlich gut getan, sich an diese Vorlage zu halten. Denn genau das düstere Flair verleiht der Witcher-Saga, ob in den Spielen, der Serie oder in den Büchern, ihre einzigartige Anziehungskraft. Doch auch weitere Aspekte haben die Entwickler dazu veranlasst, dem RPG The Witcher 3 seine düstere Stimmung zu verpassen. Was genau ging in den Entwickler vor sich?
Laut CD Project RED ist "das Glas ist immer halb leer"
In einem Interview hat sich der Quest-Designer Paweł Sasko dazu geäußert, warum das polnische CDPR-Team ihrem Weltklasse-Spiel eine gesalzene Portion Traurigkeit verpasst hat. Paweł Sasko sagte: "Ich würde behaupten, wir Polen sind viel negativer eingestellt als westliche Gesellschaften und wir neigen dazu, das Glas eher halb leer als halb voll zu sehen."
Ist dies der Grund dafür, warum wir in The Witcher 3 so oft der Folter, dem Tod, dem Krieg und so vielen traurigen Schicksalen begegnen? Sasko sagt hierzu: "Ich bin Entwicklungspsychologe und deshalb denke ich viel über derartige Dinge nach. Für mich ist das Verständnis, dass die Eltern älter und krank werden und schließlich auch sterben, Teil unserer menschlichen Erfahrung. Es ist unehrlich, die Welt immer in einem positiven Licht darzustellen."
Doch auch die Positivität scheint für CD Project RED wichtig zu sein. Paweł Sasko sagt hierzu: "Selbst in der düsteren Noir-Welt von The Witcher gibt es auch gute Menschen. Es gibt schöne Momente. Es gibt Freundschaften. Es gibt Liebe. Ich denke, das ist unser Ziel: Menschen dazu zu ermutigen. Es mag etwas düster klingen, wenn ich darüber spreche, aber ich möchte sicherstellen, dass dieser Lichtblick in unserer Arbeit sichtbar wird." Das Glas ist also wohl doch nicht immer nur halb leer bei CDPR.
Quelle: pcgamer.com
