John Romeros Studio nicht geschlossen - wie geht es jetzt weiter?

News Marc Zander
John Romeros Studio nicht geschlossen - wie geht es jetzt weiter?
Quelle: Computec Media AG

Romero Games wurde doch nicht geschlossen. Trotz der fehlenden Finanzierung für ihr neues Projekt sucht das Studio aktiv neue Publisher, um die Entwicklung des Spiels abzuschließen und den Betrieb aufrechtzuerhalten.

Erst hieß es nach dem Kahlschlag durch Microsoft, das Spiel von Romero Games läge auf Eis. Dann wurden Stimmen laut, die besagten, dass das gesamte Studio geschlossen sei. Kurz darauf gab es einen Hoffnungsschimmer, denn ein ehemaliger Mitarbeiter von Romero Games gab bekannt, dass das Studio alles versuchen werde, um das aufgegebene Spiel doch zu Ende zu bringen und zu veröffentlichen. Jetzt endlich meldet sich das Studio selbst zu Wort.

Wie steht es um Romero Games und deren auf Eis liegendes Spiel?

Nach all den Medienberichten stellte Romero Games auf X kürzlich aus erster Hand klar, dass das Studio nicht geschlossen sei. Das von den Branchenveteranen John Romero (einer der Doom-Urväter) und dessen Frau Brenda Romero gegründete Entwicklerstudio bestätigte jedoch das Wegfallen der sicher geglaubten Finanzierung für ihr aktuelles, noch unangekündigtes Spieleprojekt durch einen großen Publisher, den sie nicht nennen könnten (wer hat da Microsoft gesagt?).

Zusätzlich betonten sie, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um den Betrieb ihres Studios aufrechtzuerhalten und das Spiel fertigzustellen. Romero Games selbst sagt, dass sie sich aktiv um neue Publisher bemühen, um die Entwicklung des Titels abzuschließen. Mehrere interessierte Publisher hätten sich bereits gemeldet, sodass das Studio bereits Angebote prüfen würde.

Was für ein Spiel entwickelt Romero Games aktuell?

Das Projekt, welches als First-Person-Shooter in der Unreal Engine 5 beschrieben wird, befand sich laut Branchenexperten wohl bereits in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium. Die Entscheidung des ehemaligen Publishers kam dementsprechend überraschend, da es kurz zuvor noch Besprechungen gab, in denen es keine Anzeichen für einen möglichen Finanzierungsstopp gab. Da der Name John Romero auch heute noch durchaus Zugkraft hat, dürfte der Ego-Shooter neue Ideen beinhalten und Publisher durchaus interessiert daran sein.

Die ursprüngliche Meldung über den Stopp der Finanzierung und die daraus resultierende Entlassung von Mitarbeitern hatte Besorgnis in der Gaming-Branche und bei den Spielern ausgelöst. Mitarbeiter des Studios hatten auf LinkedIn über Entlassungen berichtet und die Schließung des Studios angedeutet. Die Situation von Romero Games ist somit ein gutes Beispiel für die großen Auswirkungen, die Entlassungen und strategische Neuausrichtungen großer Konzerne auf kleine, unabhängige Entwicklungsstudios haben können.

Die Zukunft des Shooter-Projekts von Romero Games bleibt abzuwarten, aber die Bemühungen des Studios, eine neue Partnerschaft einzugehen, zeigen den Willen, das Spiel in jedem Fall auf den Markt bringen zu wollen. Und wenn es mit den Publishern doch nicht klappt, bleibt immer noch das Crowdfunding.

Quelle: Romero Games, via X

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