Microsoft-Entlassungen treffen auch Romero Games: Projekte von Doom-Erfinder eingestellt
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Im Rahmen der riesigen Entlassungswelle von Microsoft sind auch Jobs beim Studio von Doom-Miterfinder John Romero betroffen. Mehrere Projekte wurden durch Microsoft finanziert und stehen nun vor dem Aus.
Die Ausmaße der riesigen Entlassungswelle bei Microsoft und ihre Auswirkungen auf die Gaming-Branche werden immer offensichtlicher. Die Windows- und Xbox-Firma hatte auf einen Schlag mehr als 9000 Stellen abgebaut. Berichten zufolge sollen bis zu 2000 davon aus der Gaming-Sparte, in die noch vor wenigen Jahren extrem viel Geld investiert wurde, stammen.
Die Folge der Entlassungen sind drastisch. So wurden etwa mehrere Spiele, die sich schon länger in Entwicklung befanden, komplett eingestellt. Auch ganze Studios wurden geschlossen und durch Microsoft finanzierte Publishing-Projekte stehen vor dem Aus. Auch Jobs bei Romero Games von Doom -Miterfinder John Romero fallen dem Rotstift zum Opfer. Geplante Spiele wurden durch den Xbox-Hersteller querfinanziert.
Studio von Doom-Erfinder wird geschlossen
John Romero gilt zusammen mit John Carmack als einer der Urväter des Ego-Shooter-Genres. Zusammen entwickelten sie Anfang der 1990er-Jahre Klassiker wie Wolfenstein 3D, Quake oder eben auch Doom. Romero blieb den Videospielen auch danach treu, ganz so große Hits brachte er allerdings nicht mehr hervor.
2014 gründete er mit seiner Frau Brenda Romero das Studio Romero Games. Das Studio hat seitdem eher kleinere Projekte umgesetzt, soll aber seit geraumer Zeit auch an einem größeren Shooter mit einer ganz neuen Marke gearbeitet haben. Dass der Titel von Microsoft finanziert wurde, war dabei bisher unbekannt.
In einem neuen Post auf LinkedIn hat Brenda Romero genau das aber gewissermaßen bestätigt. Sie schreibt dort, dass der Studioleitung vom Publisher mitgeteilt wurde, dass die Finanzierung des aktuellen Projekts eingestellt werde. Dem Statement zufolge gab es keine Möglichkeit, diesen Schritt zu verhindern. Offenbar wurden alle Anforderungen bisher erfüllt, ein Grund für die Einstellung wird nicht genannt.
In der Folge wurden offenbar auch Teile des Teams von Romero Games entlassen. Laut der offiziellen Website waren mehr als 100 Mitarbeiter dort tätig. Romero schreibt in ihrem Statement, dass viele davon schon seit über 20 Jahren zusammenarbeiten und man jetzt auf der Suche nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten sei.
Auf Social Media haben sich in der Zwischenzeit mehrere Entwickler von Romero Games geäußert und bestätigt, dass sie im Rahmen der großen Entlassungswelle von Microsoft ihre Jobs verloren haben. Sie suchen aktiv nach neuen Möglichkeiten. Wie und ob es mit dem Studio weitergeht, ist aktuell ungewiss.
Quelle: Brenda Romero auf LinkedIn
