Schwere Vorwürfe gegen Rockstar: Entlassungen, Druck und mögliche Einschüchterung im GTA-6-Umfeld

News David Fabricius
Schwere Vorwürfe gegen Rockstar: Entlassungen, Druck und mögliche Einschüchterung im GTA-6-Umfeld
Quelle: Rockstar Games

Nach den jüngsten Entlassungen bei Rockstar erheben ehemalige Mitarbeiter schwere Vorwürfe. Sie sprechen von Einschüchterung, Erfolgsdruck und systematischen Problemen in der gesamten Spielebranche.

In Edinburgh kam es erneut zu Protesten gegen die kürzlich bestätigten Entlassungen bei Rockstar North. Nur wenige Tage zuvor hatte das Studio bereits für Donnerschläge in der Spielbranche gesorgt. GTA 6 wurde nämlich auf November 2026 verschoben, was Sucker Punch übrigens feiert. Nun werfen ehemalige Mitarbeiter der Unternehmensleitung nicht nur Fehlverhalten, sondern gezielte Einschüchterung und die Unterdrückung gewerkschaftlicher Bestrebungen vor. Während Rockstar den Entlassenen "grobes Fehlverhalten" vorwirft, erzählen diese ein völlig anderes Bild, das tiefer in die Struktur der Branche reicht.

Ehemalige Mitarbeiter: "Die Entlassungen sind nur ein Symptom"

Laut mehreren Betroffenen, mit denen Dexerto vor Ort sprechen konnte, seien die Entlassungen lediglich die Spitze eines viel größeren Problems. Der extreme Erfolgsdruck rund um die milliardenschwere Veröffentlichung von GTA 6 habe die Arbeitskultur bei Rockstar enorm verschärft.
Ein ehemaliger Entwickler erklärte, Rockstar sei inzwischen ein globaler Konzern, der "ohne Rücksicht auf seine Belegschaft versuche, Milliarden für internationale Aktionäre zu erwirtschaften".

Die jüngsten Entlassungen seien seiner Ansicht nach nicht das Ergebnis von Fehlverhalten, sondern ein Mittel, um ein klares Zeichen an die Belegschaft zu senden und gewerkschaftliche Organisation im Keim zu ersticken. Ein anderer Betroffener schildert, dass Rockstar massiv von steuerlichen Förderungen profitiere, die eigentlich der britischen Kultur- und Spieleförderung dienen sollen. Trotzdem seien die Arbeitszeiten, Sicherheit und Mitbestimmung für viele Mitarbeiter prekär.

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Das Problem geht weit über Rockstar hinaus

Mehrere der entlassenen Angestellten betonen, dass die diskutierten Missstände nicht allein Rockstar betreffen. Vielmehr spiegele sich darin ein "branchenweites Problem", das längst größere Reformen brauche. Ein Ex-Mitarbeiter, der sich als Jack identifiziert, berichtet, er habe fast vier Jahre in der QA-Abteilung gearbeitet, bevor er ebenfalls entlassen wurde. Auch er sieht die Vorwürfe von grobem Fehlverhalten als vorgeschobenen Grund. Die Maßnahmen seien vielmehr ein Versuch, Kontrolle in einer Branche auszuüben, die bereits jetzt für Crunch, Outsourcing und instabile Arbeitsbedingungen berüchtigt ist.

Dass Mitarbeiter nun auf offener Straße protestieren und den Marsch vom Rockstar-North-Hauptgebäude bis zum schottischen Parlament antreten, zeigt, wie ernst die Situation ist. Für viele Demonstranten geht es längst nicht mehr nur um Rockstar, sondern um grundlegende Rechte und eine faire Behandlung in der gesamten Spieleindustrie. Was sagt ihr zu diesem aufgeladenen Thema?

Quelle: dexerto

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