Nintendo-64-Rätsel gelöst: So sollte Stop 'N' Swop wirklich funktionieren

News David Fabricius
Nintendo-64-Rätsel gelöst: So sollte Stop 'N' Swop wirklich funktionieren
Quelle: Rare

Ein ehemaliger Rare-Veteran zeigte erstmals, wie groß das geheime Banjo-System gedacht war. Außerdem spielte Donkey Kong darin sogar eine Rolle.

Seit über 20 Jahren rätseln Fans darüber, was es mit dem mysteriösen Stop 'N' Swop-Feature aus Banjo-Kazooie wirklich auf sich hatte. Eier, ein geheimnisvoller Eisschlüssel und kryptische Hinweise versprachen etwas, das nie kam. Jetzt hat Gregg Mayles, der kreative Kopf hinter Banjo-Kazooie, das originale Design-Dokument veröffentlicht. Die Idee war offenbar viel größer als gedacht. Stop 'N' Swop sollte kein kleines Gimmick sein. Es war als ein ganzes Verbindungs-System zwischen mehreren Rare-Spielen gedacht.

Donkey Kong war Teil eines versteckten Rare-Universums

Donkey Kong 64 war direkt in Stop 'N' Swop eingebunden. Spieler sollten in Banjo-Kazooie spezielle Items sammeln, diese über einen Modul-Wechsel in Donkey Kong 64 bringen und von dort weiter in Banjo-Tooie übertragen. Das ging noch weiter. Sobald dieser Prozess abgeschlossen gewesen wäre, hätte man Donkey Kong sogar als spielbaren Charakter im Multiplayer von Banjo-Tooie freigeschaltet. Damit hätte Rare erstmals mehrere N64-Spiele zu einem gemeinsamen Meta-System verbunden.

Der ursprüngliche Codename lautete "Coldswap" und er war wörtlich gemeint. Ihr solltet die Module bei laufender Konsole tauschen, während der Arbeitsspeicher die Daten kurzzeitig behielt. Genau das funktionierte bei frühen N64-Modellen tatsächlich.

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Warum Nintendos Hardware den Traum zerstörte

Das ganze Konzept zerbrach an einer unscheinbaren technischen Änderung. Nintendo überarbeitete später das N64-Mainboard, wodurch der RAM seinen Inhalt nicht mehr mehrere Sekunden lang hielt, sondern fast sofort verlor. Aus einem zehnsekündigen Zeitfenster wurde etwa eine Sekunde.

Damit war Stop 'N' Swop praktisch tot. Der Modul-Tausch wurde unzuverlässig und zu riskant, um ihn Spielern zuzumuten. Rare musste das gesamte System streichen und ließ die geheimen Items einfach im Spiel zurück. So entstand eine der größten urbanen Legenden der Videospielgeschichte.

Erst Jahre später, auf der Xbox 360, baute Rare das Feature digital nach und nutzte es für kosmetische Belohnungen. Doch die ursprüngliche Vision war viel wilder: ein verknüpftes Rare-Universum, in dem Spiele miteinander sprechen. Mal unabhängig vom Thema: Habt ihr in eurer Kindheit auch Spaß mit Banjo-Kazooie gehabt?

Quelle: gamesradar

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