Lootboxen in Videospielen: Bundesratsinitiative eingereicht - Ultimate Team bald ab 18?
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Das Thema Lootboxen und Jugendschutz kocht immer wieder hoch. Jetzt wurde auch in Deutschland ein Antrag auf eine Verschärfung der Regeln eingereicht. Ist Ultimate Team in EA FC 26 bald ab 18?
Lootboxen und Mikrotransaktionen haben seit Jahren einen festen Platz im Gaming. Ohne diese Arten der Monetarisierung wären Free-2-Play-Spiele quasi überhaupt nicht vorstellbar. Seit geraumer Zeit werden diese Elemente aber auch im Rahmen des Jugendschutzes intensiv diskutiert. Dabei geht es immer wieder auch um die Frage, ob es sich dabei schon um Glücksspiel handelt - auch in Spielen wie EA Sports FC mit den Packs im beliebtesten Spielmodus Ultimate Team.
Während andere Länder in dieser Frage schon deutlich weiter sind, gibt es jetzt auch in Deutschland Bewegung. So haben die die Landesregierungen von Mecklenburg-Vorpommern und dem Saarland eine Bundesratsinitiative zur Regulierung von Lootboxen in Computerspielen beim Deutschen Bundestag eingereicht.
Geht es Lootboxen an den Kragen?
In dem Dokument mit dem Titel "Entschließung des Bundesrates zur Reduzierung der Suchtgefahr durch verbesserte Reglementierung von Lootboxen und anderen glücksspielähnlichen Mechanismen in Videospielen" wird unter anderem darauf verwiesen, dass rund 73 % der Heranwachsenden im Alter von 12-19 Jahren täglich oder mehrmals pro Woche Spiele spielen würden.
Gleichzeitig seien in vielen Spielen glücksspielähnliche Elemente wie kostenpflichtige Lootboxen ein fester Bestandteil. Diese würden suchttypische Verhaltensmuster bei den Kindern und Jugendlichen fördern. Der Antrag zielt darauf ab, solche Mechanismen als Glücksspiel zu definieren, um sie dann im Sinne des Jugend- und Gesundheitsschutzes reglementieren zu können.
Die Diskussion um das Thema ist nicht neu und wird auch in anderen Ländern geführt. Die Europäische Kommission hat erst im Juli 2025 dazu aufgefordert, Minderjährige stärker vor glücksspielähnlichen Mechanismen zu schützen. In Belgien sind Lootboxen sogar schon seit einigen Jahren verboten, allerdings wird dieses Verbot nur sehr lasch umgesetzt.
Für Aufsehen sorgte dafür kürzlich die Meldung, dass in Brasilien ein Gesetz verabschiedet wurde, mit dem der Verkauf von Lootboxen an Personen unter 18 Jahren verboten werden soll. Das Gesetz soll im März 2026 in Kraft treten und beinhaltet darüber hinaus eine ganze Reihe weiterer Verschärfungen des Jugendschutzes.
Quelle: Deutscher Bundestag
