Ein neuer Xbox-CEO, ein frisch angelegter Account und ein hoher Gamerscore. Im Netz wird spekuliert, ob hier echtes Spielerinteresse sichtbar wird oder ob es sich um eine kluge Inszenierung handelt.
Seit dem überraschenden Abgang von Phil Spencer steht mit Asha Sharma eine neue Chefin an der Spitze von Xbox. Kurz nach ihrem Amtsantritt stand jedoch nicht eine strategische Entscheidung im Vordergrund, sondern ihr öffentlich einsehbarer Xbox-Account. Internetnutzer haben begonnen, diesen genau zu analysieren und stoßen dabei auf Muster, die Fragen aufwerfen.
Der Gamerscore weckt Misstrauen
Sharmas Xbox-Profil soll erst rund einen Monat alt sein. In kurzer Zeit kamen dabei über 10.000 Gamerscores in einer ganzen Reihe bekannter Spiele zusammen. Ins Auge fallen vor allem komplette Abschlüsse in Spielen wie Firewatch sowie ein Tempo bei anderen Titeln, das deutlich über dem Üblichen liegt. Auch seltene Achievements in Minecraft tauchen im Profil auf. Beobachter verweisen zudem auf die hohe Wechselrate zwischen unterschiedlichen Spielen.
Innerhalb weniger Wochen wurden Achievements in Reihen wie Halo, Forza, Fallout und Borderlands freigeschaltet. Das sind alles Marken, die eng mit Xbox verbunden sind. Es wirkt auf manche wie ein gezielter Querschnitt durch das eigene Portfolio. Hinzu kommt der Zeitpunkt. Sharma dürfte beruflich stark eingebunden sein, was intensives Spielen zumindest ungewöhnlich erscheinen lässt.
Inszenierung oder ehrlicher Einstieg
Aus diesen Punkten entsteht die Vermutung, der Account könnte bewusst aufgelevelt worden sein, um bei Skeptikern mehr Glaubwürdigkeit zu erzeugen. In der Community wird über bekannte Methoden spekuliert, etwa leicht zugängliche Achievements oder spezielle Server, um Erfolge schneller freizuschalten. Belege dafür gibt es nicht. Sharma selbst begegnete der Diskussion mit Humor. Auf den Hinweis, sie habe gerade erst angefangen zu spielen, antwortete sie mit einer Anspielung auf Phil Spencer. Auch scherzhafte Reaktionen auf KI-Vorwürfe folgten. Gleichzeitig interagierte sie öffentlich mit Nutzern, probierte empfohlene Spiele zeitnah aus und nannte Lieblingsspiele wie Halo, Valheim und GoldenEye.
Genauso gut lässt sich das Ganze anders lesen. Vielleicht nutzt Sharma bewusst jede freie Minute, um sich intensiv mit den Produkten auseinanderzusetzen, für die sie nun verantwortlich ist. Glaubt ihr, dass wirklich Ehrgeiz dahintersteckt? Oder ist alles einfach nur eine Inszenierung? Schreibt uns gern einen Kommentar mit eurer Meinung unter diesen Text - dazu müsst ihr eingeloggt sein. Wer noch keinen Account hat, kann sich hier registrieren. Beachtet beim Kommentieren bitte unsere Forenregeln und die allgemeine Netiquette.
Quelle: Insider-Gaming
