Just Cause-Entwickler Avalanche Studios schließt Liverpool-Büro

News David Fabricius
Just Cause-Entwickler Avalanche Studios schließt Liverpool-Büro
Quelle: Avalanche Studios

Avalanche Studios hat sein Büro in Liverpool offiziell geschlossen. 31 Mitarbeiter sind betroffen. Für viele ist dies ein harter Einschnitt, der die persönliche Realität der aktuellen Entlassungswelle zeigt. Die Branche erlebt damit den nächsten schmerzhaften Rückschritt, der einmal mehr verdeutlicht, wie angespannt die Situation für Studios und Beschäftigte geworden ist.

Die Entlassungswelle der Spielebranche reißt nicht ab. Jetzt trifft es Avalanche Studios, das Team hinter Just Cause und Rage 2. Nachdem das Studio bereits im September ankündigte, das Liverpooler Büro zu schließen, ist der Schritt nun vollzogen. 31 Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz. In einer Stellungnahme bedankt sich das Unternehmen bei den Betroffenen und spricht von "außergewöhnlichem Talent und Leidenschaft", die jedes Projekt der Avalanche Studios Group geprägt hätten. Gleichzeitig betont das Studio, man wolle die Mitarbeiter im Übergang bestmöglich unterstützen. Es gibt aber nicht nur schlechte Neuigkeiten. Erst vor einer Woche berichteten wir darüber, dass Sega die Mitarbeiter-Gehälter um 10 Prozent angehoben hat.

Warum Avalanche sein Liverpool-Studio schließt

Die Wurzeln der Entscheidung liegen in der Sommer-Ankündigung, dass Contraband eingestellt wurde. Das ambitionierte Koop-Open-World-Projekt sollte eigentlich ein weiteres großes Standbein für Avalanche werden, doch nach der internen Neubewertung sprach das Studio offen von einer nötigen Neuausrichtung. Es kommt nicht selten vor, dass sich Studios neu sortieren. Letztens kam auch heraus, dass Sony Santa Monica ein neues Projekt eingestellt hat.

Liverpool traf es besonders hart. Schon im September stellte Avalanche klar, dass "alle Mitarbeiter an diesem Standort" betroffen sein würden. Die nun abgeschlossene Schließung bestätigt genau das. Für 31 Entwickler endet damit ihre Zeit bei Avalanche, obwohl das Studio über die Jahre mit Reihen wie Just Cause, Mad Max und Rage 2 große Erfolge erzielt hat.

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle findest du externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Just Cause-Entwickler: Weitere Kürzungen stehen im Raum

Liverpool ist nicht der einzige Standort, der Federn lassen muss. Bereits zuvor hatte Avalanche angekündigt, dass auch in Malmö und Stockholm Entlassungen geplant seien. Seitdem ist es allerdings still geworden, sodass unklar bleibt, wie viele Mitarbeiter an den schwedischen Standorten betroffen sein könnten. Der Schritt passt in ein beunruhigendes Muster: Studios weltweit stehen unter Druck, strategische Neuausrichtungen, gescheiterte Projekte und sinkende Budgets führen immer häufiger zu Schließungen.

Für uns als Spieler bedeutet das oft längere Wartezeiten und abgesagte Titel. Für die Entwickler ist es ein Verlust von Stabilität und Perspektive. Avalanche betont trotzdem, dass man weiter an neuen Spielen arbeite und die verbleibenden Teams stärken wolle. Doch für die Betroffenen aus Liverpool ist das kaum ein Trost. Was sagt ihr zu diesem Trend? Und hofft ihr, dass Avalanche Studios uns in naher Zukunft mit neuen Spielen versorgt?

Quelle: insider-gaming

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk