Warum macht ihr Spieleverfilmungen, wenn ihr Spiele hasst? - Kolumne
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Auch The Witcher ist hier ein Beispiel. Meine Frage: Ist Geld wirklich der Grund für Videospiele-Verfilmungen?
The Witcher
Quelle: Netflix
Kolumne: Warum macht ihr Spieleverfilmungen, wenn ihr Spiele hasst? (4)
Nach drei Staffeln The Witcher war für Henry Cavill Schluss. Er wurde als Geralt von Riva durch Liam Hemsworth ersetzt, der in der 4. und letzten Staffel noch einmal ersatzweise als der Witcher randurfte.
Als Hardcore-Fan der Witcher-Bücher gab es einige Unstimmigkeiten zwischen dem Superman-Darsteller und den Drehbuchautoren der Serie, die in Staffel 4 fortan von den Original-Inhalten von Andrzej Sapkowski abweichen wollten. Wie sich später herausstellte, kam der Streit zwischen den Drehbuchautoren und Cavill nicht überraschend.
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2022 sprach Beau DeMayo (Producer und Writer der Witcher-Serie) in einer Fragerunde auf Instagram darüber, dass manche der Autoren von Netflix aktiv die Originalwerke von Andrzej Sapkowski abgelehnt und sich teilweise über die Witcher-Videospiele lustig gemacht haben.
Q: "Can you discuss how the production team came about, like how they were recruited for X-Men '97?"
A: "For sure, in fall of 2020, Marvel's head of streaming asked me to develop a take to revive this show. From there I pitched it out, was hired. My LP was the first hire and he brought along all the amazing talent that followed. My general rule was you HAD to be a fan. No questions.
I've been on show - namely Witcher - where some of the writers were not or actively disliked the books and games (even actively mocking the source material.) It's a recipe for disaster and bad morale. Fandom as a litmus test checks egos, and makes all the long nights worth it.
You have to respect the work before you're allowed to add to its legacy."
Erneut stellt sich die Frage: Warum arbeiten diese Leute an einer Videospiel-Umsetzung, wenn sie nicht nur die Videospiele hassen, sondern auch die Werke, auf denen die Spiele aufbauen?
Kommende Videospiel-Adaptionen
- Mortal Kombat 2 (15. Mai 2026)
- Resident Evil (18. September 2026)
- Street Fighter (16. Oktober 2026)
- The Angry Birds Movie 3 (29. Januar 2027)
- Sonic the Hedgehog 4 (19. März 2027)
- The Legend of Zelda (7. Mai 2027)
- A Minecraft Movie 2 (23. Juli 2027)
- Helldivers (10. November 2027)
Warum passiert das ausgerechnet bei Videospielen so oft?
Zugegeben, ein Regisseur muss für die Umsetzung eines Drehbuchs nicht immer zu 100 % mit einem Thema vertraut sein. Ein Marvel-Regisseur muss beispielsweise nicht alle Comicbücher gelesen haben, oder ein 2. Weltkriegsfilm kann auch ohne Geschichtsstudium dirigiert werden.
Es ist jedoch sehr auffällig, dass bei Videospiel-Umsetzungen teilweise jegliches Konzept des Genres fehlt und sogar eine Aversion gegenüber dem Franchise besteht.
Für mich ist auch völlig absurd, dass wie im Fall von Noah Hawley (Far-Cry-Serie) Schwerpunkte für die Serien-Umsetzung von Videospielen buchstäblich herbeifantasiert werden. Stichwort "Man läuft im Spiel ja ohnehin nur geradeaus durch die Gegend und überspringt die ganze Story ..." Häääh?!
Spontan fällt mir kein Themengebiet ein, bei dem teilweise so sehr an der Realität vorbeigearbeitet wird, wie bei der Umsetzung von Videospieladaptionen.
Ist Geld wirklich der Punkt?
Die Frage "Warum machen Regisseure Videospiel‑Serien/‑Filme, wenn sie sie hassen?" lässt sich spontan natürlich mit "Geld" beantworten. Die machen das schlichtweg, weil sie Kohle verdienen wollen ... sollte man meinen. Wenn man sich die Namen aber mal genauer anschaut, wird das Argument "Geld" entkräftet.
Ob Peter Berg mit seinem Filme- und Serien-Katalog wirklich die Kohle benötigt, wage ich zu bezweifeln. Und auch dass der Macher von Alien: Earth, Legion und Fargo die Kohle so sehr nötig hat, kann ich mir nicht vorstellen. Umso mehr stelle ich mir die Frage, warum diese Leute Videospiele sogar teilweise hassen.
Was meint ihr dazu? Warum machen Regisseure Videospieladaptionen, wenn sie teilweise sogar eine Aversion gegen das Medium haben? Teilt gerne eure Meinung in den Kommentaren und beachtet beim Kommentieren wie immer die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet. Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei YouTube, Instagram und TikTok.
