Spider-Man:Der Marvel-Kracher zündet auch auf PC - Seite 3: Technik und PC-Version

Test Stefan Wilhelm
Spider-Man:Der Marvel-Kracher zündet auch auf PC - Seite 3: Technik und PC-Version
Quelle: Sony

Das fantastische Spider-Man hat es endlich auf PC geschafft, mit Raytracing, besseren Texturen und neuer Beleuchtung. Wie gut ist die Portierung? Test!

Apropos Remaster: Mit dem Sprung auf die PS5 hatte Insomniac das Spiel nachträglich um eine Handvoll neue Features erweitert. Neben ein paar Anzügen, allen drei Story-DLC-Paketen und Dualsense-Support kam damit auch Raytracing ins Spiel. Während das haptische Feedback am PS5-Controller nicht der Rede wert, weil kaum spürbar ist, wirken sich die Spiegelungseffekte deutlich auf Optik und Performance aus. Spider-Mans New York ist übersät mit glänzenden Autos, Pfützen, Leuchtreklamen und riesigen Fensterfronten. Während die üblicherweise eingesetzten Screenspace-Reflections nur im Vorbeifliegen überzeugen, liefert Raytracing akkurate und - je nach Einstellung - sehr detaillierte Spiegelungseffekte.

Die PC-Version: Viele Optionen für viele Konfigurationen

Zum Glück gibt sich Spider-Man Remastered, ähnlich wie schon God of War, am PC sehr flexibel, was seine Grafikoptionen angeht, und sollte damit auf einer großen Bandbreite an Systemen spielbar sein. Weil ihr euch die meiste Zeit extrem schnell durch die Spielwelt bewegt, könnt ihr weit entfernte Details, Schatten und Ähnliches großzügig nach unten regeln, ohne wirklich viel zu verpassen.

Selbiges gilt für die Raytracing-Reflektionen: Schon auf der niedrigsten Stufe sieht der Effekt überzeugend aus, die beiden höheren ergänzen dann nur noch Nuancen, die in Bewegung selten auffallen. Zum Launch sollen die Reflexionen außerdem noch feiner regulierbar sein und nicht mehr nur auf Presets basieren. Wer auf einem schwächeren System unterwegs ist oder aus Performance-Gründen auf Raytracing verzichten möchte, erzielt aber bereits mit den regulären Screen-Space-Reflections relativ glaubwürdige Resultate.
In puncto PC-Features hat sich Port-Entwickler Nixxes Software nicht lumpen lassen: Ihr bekommt ein umfangreiches Optionsmenü und verschiedene Upscaling-Algorithmen.  Quelle: PC Games In puncto PC-Features hat sich Port-Entwickler Nixxes Software nicht lumpen lassen: Ihr bekommt ein umfangreiches Optionsmenü und verschiedene Upscaling-Algorithmen. 

Möchtet ihr dagegen sämtliche Einstellungen voll aufdrehen und in nativem 4K spielen, müsst ihr einen mächtigen Rechner mitbringen - was Sinn ergibt, wenn man bedenkt, dass die PS5 im Qualitätsmodus auch nur 30 Fps schafft. Zusätzliche Performance kitzelt ihr mit den drei verschiedenen Hochrechnungs-Algorithmen raus, die das Spiel anbietet.

Neben Nvidias DLSS dürft ihr auch AMDs FSR 2.0 oder Insomniacs eigene Softwarelösung benutzen. Zudem bietet das Spiel eine Option, mit der die Auflösung automatisch heruntergedreht wird, um eine flüssige Bildrate zu gewährleisten.
Ein kurzes Wort noch zur Steuerung: Obwohl das Spiel offensichtlich für Controller designt wurde und damit am besten funktioniert, lässt es sich auch mit Maus und Tastatur ordentlich bedienen. Einziges Manko ist hier, dass viele Funktionen im Kampf auf separate Tasten gelegt sind, die am Controller durch gleichzeitiges Drücken zweier Knöpfe ausgelöst werden. Dadurch gestaltet sich die Keyboard-Steuerung minimal umständlicher.
Mit seinen vielen Glasfassaden und Leuchtreklamen ist Spider-Man ein echtes Raytracing-Vorzeigespiel. Quelle: PC Games Mit seinen vielen Glasfassaden und Leuchtreklamen ist Spider-Man ein echtes Raytracing-Vorzeigespiel. Detaillierte Benchmarks auf einer Vielzahl an Systemen und Konfigurationen findet ihr in Kürze bei unseren Kollegen von PC Games Hardware. Auf unseren Testsystemen haben wir aber bereits festgestellt, dass das Spiel eine aktuelle Top-CPU und schnellen Arbeitsspeicher benötigt, wenn ihr Bildraten jenseits der 60 Fps anpeilt.

Zum Launch ist aber eine Option geplant, die euch Verkehrs- und Fußgängerdichte regulieren lässt - klassische CPU-Aufgaben also, mit denen sich noch mehr Performance herauskitzeln lassen dürfte. Unser Fazit zur PC-Version ziehen wir nach dem Meinungskasten!

Meinung

Wertung zu Spider-Man Remastered (PC)

Wertung:

9.0 /10
Pro & Contra
Exzellentes MovementHübsch designte Stadt mit oft stimmungsvoller BeleuchtungUmfangreiche HauptstorySpaßige Kämpfe mit vielen Gegnertypen und taktischen MöglichkeitenSammelkram kann wunderbar nebenbei erledigt werdenDank vieler spiegelnder Flächen ein echtes Vorzeigespiel für RaytracingUmfassendes Optionsmenü (PC)
Viele Nebenaufgaben von der StangeTeils etwas langweilige Passagen mit Peter Parker, MJ und Co.Enorme CPU-Anforderungen für Bildraten jenseits der 60 FpsHoher Preis

Das Fazit: Die beste Version eines fantastischen Spiels

Insgesamt lässt sich beim PC-Spidey das gleiche Fazit ziehen, wie bei der God-of-War-Portierung vor einigen Monaten: Ihr bekommt einen sauberen PC-Port ohne neue Inhalte oder Features, dafür aber mit umfassenden Einstellmöglichkeiten - nicht mehr, nicht weniger. Ob das bei einem vier Jahre alten Spiel den Vollpreis rechtfertigt, muss also jeder für sich entscheiden. Dass Spider-Man trotz seiner Open-World-Marotten immer noch ein enorm spaßiges, motivierendes und hübsches Abenteuer ist, steht aber außer Frage.

  1. Seite 1 Spider-Man:Der Marvel-Kracher zündet auch auf PC - Seite 1: Story und Gameplay
  2. Seite 2 Spider-Man:Der Marvel-Kracher zündet auch auf PC - Seite 2: Kämpfe und Open World
  3. Seite 3 Spider-Man:Der Marvel-Kracher zündet auch auf PC - Seite 3: Technik und PC-Version
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk