Spider-Man:Der Marvel-Kracher zündet auch auf PC - Seite 2: Kämpfe und Open World
Test
Das fantastische Spider-Man hat es endlich auf PC geschafft, mit Raytracing, besseren Texturen und neuer Beleuchtung. Wie gut ist die Portierung? Test!
Die Gegner kommen in vielen verschiedenen Varianten daher, deren Bewaffnung dann eure Taktik bestimmt: Schildträgern müsst ihr zwischen den Beinen durchrutschen, um sie von hinten verletzen zu können, Granaten schleudert ihr zum Absender zurück, dicke Brocken spinnt ihr mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Netzen ein. Zwischendurch nutzt ihr witzige Manöver, um Gegner an Wände zu kleben oder sie mit Gegenständen zu bewerfen.
Auch das Kampfsystem glänzt mit seinen vielen, aber intuitiv nutzbaren Optionen, die ihr genauso flüssig verbindet wie eure Bewegungen. Schleicheinlagen und Bosskämpfe fallen dagegen etwas ab: Erstere sind nette Standardkost mit etwas mehr Vertikalität, aber lange nicht so spaßig wie der direkte Kampf. Letztere sind über weite Teile des Spiels rar gesät und wenn sie mal vorkommen, beschränken sie sich oft auf das simple Ausnutzen einer Schwachstelle. Auf einige fett inszenierte Kämpfe und Verfolgungsjagden dürft ihr euch trotzdem freuen.
In diesem Artikel
Die Open World: Sammel-Quests vom (Highspeed-)Fließband
Während das Gameplay auch vier Jahre später noch überzeugen kann, sind die Open World und die Nebenaktivitäten immer noch ein zweischneidiges Schwert: Spider-Man gibt euch zwar auch abseits der Hauptstory einiges zu tun, allerdings beschränkt sich der Großteil der Sidequests auf Open-World-typischen Sammelkram.
Ihr aktiviert Türme, stoppt zufällig ausgelöste Verbrechen in der Umgebung, sammelt Rucksäcke und nehmt Feinstaubproben für ein Umweltprojekt. Sonderlich spannend oder innovativ ist all das zwar nicht, dank des exzellenten Movements könnt ihr die meisten Nebenaufgaben aber gewissermaßen im Vorbeifliegen abschließen und habt immer noch Spaß dabei.
Quelle: PC Games
Gleich gibt's Saures! Die überraschend gelungenen Kämpfe punkten mit vielen Gegnertypen und Spezialfähigkeiten.
Als Belohnung winken aufgabenspezifische Marken, mit denen ihr neue Anzüge bastelt und eure verschiedenen Spezialwaffen aufmotzt. Einen Erfahrungspunktezähler samt Fertigkeitenbaum gibt's natürlich auch. Dank vieler verlockender Upgrades, die eure Bewegungen noch mächtiger und eure Kampftaktiken noch vielseitiger machen, stellen die Fortschrittssysteme durchweg einen netten Motivationsfaktor dar.
Die Grafik: Immer noch überzeugend
Spielerisch kann Spider-Man also immer noch fast auf ganzer Linie überzeugen, und auch technisch hat das Spiel über die Jahre kaum an Reiz verloren.
Die Spielwelt Manhattan ist detailliert und oft sehr stimmungsvoll beleuchtet, die Animationen und Effekte sind spitze und die Charaktermodelle überzeugen - auch wenn Kenner des PS4-Originals sich daran gewöhnen müssen, dass Peter Parkers Darsteller im Remaster ausgetauscht wurde. Im Vergleich zur PS4-Fassung punktet die neue Version außerdem mit aufgebohrter Beleuchtung und detaillierteren Texturen.
