Spider-Man: Far From Home: Überraschung nach dem Abspann - Was verraten die Post-Credit-Szenen? Vorsicht Spoiler!
Special
In bester Marvel-Tradition dürft euch auch nach dem Abspann von Spider-Man: Far From Home auf zwei besondere Extras freuen: Die Post-Credit-Scenes haben es in sich! Hier klären wir, was es mit den Szenen nach dem Ende auf sich hat. Vorsicht: Spoiler!
Nachdem Avengers: Endgame in seiner ersten Kinofassung noch darauf verzichtete, sind sie in Spider-Man: Far From Home wieder zurück: die beliebten Post-Credit-Scenes, also die Szenen nach dem Abspann, die neben überrachenden Easter Eggs auch einen kleinen Vorgeschmack auf die Zukunft des MCU enthalten. Der neue Spider-Man bietet gleich zwei Bonusclips, der erste fällt dabei besonders umfangreich aus und stellt eine Mid-Credit-Scene dar, die schon kurz nach dem ersten Teil des Abspanns einsetzt. Die zweite Szene folgt dagegen erst ganz am Ende des Credits, ihr müsst also brav sitzen bleiben und den kompletten Abspann durchlaufen lassen, um in den Genuss zu kommen.
In unserer spoilerfreien Kritik zu Spider-Man: Far From Home haben wir natürlich darauf verzichtet, genauer auf die Szenen einzugehen, doch hier drehen wir den Spieß um. Darum gilt ab hier auch höchste Warnstufe!
Seid ihr noch da? Schön! Dann geht's jetzt los. Letzte Warnung.
Drei.. zwei... eins!
Szene #1: Zwischen Jubel und Schock
In der ersten Abspannszene erleben wir Peter Parker zurück in seiner Heimatstadt New York, wo er sich mit seiner neuen Flamme MJ zu einem gemeinsamen "Ausflug" verabredet hat: Die beiden schwingen in einem Affenzahn über die Dächer der Großstadt hinweg, sehr zum Leidwesen von MJ, die überhaupt keinen Gefallen daran findet. Als Peter sie schließlich absetzt, kommen zwei Knaller in Folge. Auf einer riesigen Videotafel sehen wir zunächst J. Jonah Jameson, den ehemaligen Chefredakteur des Daily Bugles (die im MCU scheinbar eine Website und keine Tageszeitung ist). Jameson glänzte in Spider-Man: Homecoming noch durch Abwesenheit, weshalb sein Auftritt für sich schon erwähnenswert ist. Doch die wahre Überraschung liegt hier in der Besetzung: Kein Geringerer als J.K. Simmons (Whiplash, Portal 2) kehrt in seine Paraderolle zurück!
Quelle: Sony
Der grandiose J.K. Simmons (hier in Sam Raimis Spider-Man) kehrt in seine Paraderolle des J. Jonah Jameson zurück!
Simmons verkörperte den exzentrischen Jameson erstmals in Sam Raimis Spider-Man-Trilogie (2002 bis 2007) und lieh der Figur auch später noch in einigen animierten Ablegern seine markante Stimme. Auch wenn er unter vielen Fans als die Idealbesetzung für die schmierige Figur gilt, ist seine Rückkehr in Spider-Man: Far From Home (jetzt kaufen 10,99 € ) bemerkenswert - denn damit kehrt erstmals ein Gesicht aus einer früheren Spider-Man-Reihe (die primär unter Sony entstand) in das MCU zurück, was für Marvel ausgesprochen ungewöhnlich ist.
Während man darüber noch grübelt, folgt schon die nächste Überraschung: Jameson kündigt an, schockierendes Material zu zeigen, mit dem er Spider-Man endgültig an die Wand stellen will. Als Nächstes sehen wir stark manipulierte Aufnahmen, die Quentin "Mysterio" Beck während des Showdowns von Far From Home anfertigen ließ und die Spider-Man als Schurken inszenieren, der in Wahrheit hinter dem Drohnenangriff auf London stecken soll. Doch damit nicht genug: Mysterio enthüllt vor Tausenden von Menschen schließlich die wahre Identität von Spider-Man, nennt Peter Parkers Namen und veröffentlicht sein Foto - der junge Superheld schlägt entsetzt die Hände vor dem Gesicht zusammen.
Quelle: Marvel Studios
Erst am Ende erfahren wir, dass Mysterio noch ein Ass im Ärmel hat.
Was das bedeuten soll? Parkers Identität ist kein Geheimnis mehr, damit dürften seine verhältnismäßig ruhigen Zeiten als Schüler endgültig vorbei sein. Schlimmer noch: Parker wird nun öffentlich als Verbrecher angesehen, was spannende Möglichkeiten für einen neuen Spider-Man-Streifen oder Auftritte in anderen MCU-Filmen eröffnet. Auch könnte Parker dadurch eine neue Rolle in den New Avengers bekommen, die sich durch den Wegfall von Black Widow, Iron Man, Thor und Captain America neu formieren müssen. Indem Marvel ganz bewusst die Geheimhaltung von Peters Identität über Bord wirft, öffnen sich den Autoren neue Möglichkeiten. Außerdem zeigt sich nun, dass Mysterio einen noch größeren Plan verfolgt als ursprünglich gedacht - was auf weitere Auftritte des Superschurkens schließen lässt.
Szene #2: Fury in space
Habt ihr den kompletten Abspann durchgehalten, werdet ihr mit einer zweiten Szene belohnt. Die beginnt mit Nick Fury (Samuel L. Jackson) und Maria Hill (Cobie Smulders), die sich während einer Autofahrt angeregt über die jüngsten Ereignisse unterhalten. Dann die überraschende Verwandlung: Fury und Hill entpuppen sich als Skrulls! Genauer: Es handelt sich um Talos (Ben Meldensohn) und seine Frau Soren, die wir schon in Captain Marvel kennengelernt haben. Zur Erinnerung: Am Ende des Films verbündeten sich die Aliens, die beliebig ihr Aussehen verändern können, mit Nick Fury und Carol Danvers. Letztere beschließt sogar, die überlebenden Skrulls zu begleiten, um für sie eine neue Heimatwelt zu finden.
Quelle: Marvel Studios
Vorsicht, Fake! Das hier ist nicht der echte Nick Fury.
Wenn man nach dem Zeitsprung von Avengers: Endgame davon ausgeht, dass Spider-Man: Far From Home ungefähr im Jahr 2023 spielt, sind seit den Ereignissen aus Captain Marvel also etwa 28 Jahre vergangen. In dieser Zeit scheint sich die Lage für die Skrulls ausreichend entspannt zu haben, sodass Talos und seine Frau auf die Erde zurückkehren und für Nick Fury arbeiten konnten - zum Beispiel indem sie ihn und Maria Hill verkörpern. Das erklärt übrigens auch, weshalb die beiden ehemaligen S.H.I.E.L.D.-Profis gleich mehrere fragwürdige Entscheidungen im Laufe des Films treffen - Talos und Soren wussten es schlichtweg nicht besser.
Quelle: Marvel Studios
Überraschung! Ben Mendelsohn (hier in Captain Marvel) spielt auch in Spider-Man: Far From Home einen wichtigen Part.
Und wo war der echte Nick Fury die ganze Zeit über? Das erfahren wir erst ganz am Ende, als Talos sich per Funk mit ihm in Verbindung setzt: Während der gesamten Ereignisse von Spider-Man: Far From Home genießt Fury eine Auszeit an einem holografischen Strand. Als er sich seufzend aus seinem Liegestuhl erhebt, sehen wir, dass er sich an Bord eines gewaltigen Raumschiffs oder einer Raumstation befindet. Offensichtlich verfolgt er eine Mission, die ihn hinaus ins All führt. Obwohl es nie explizit erwähnt wird, vermuten einige Marvel-Fans, dass auf diese Weise die Geheimorganisation S.W.O.R.D. in das MCU eingeführt werden soll - dabei handelt es sich um eine Art Gegenstück zu S.H.I.E.L.D., das sich ausschließlich mit außerirdischen Bedrohungen beschäftigt. Eine Grundlage für Captain Marvel 2 oder Guardians of the Galaxy Vol. 3? Alles ist möglich!
Habt ihr Spider-Man: Far From Home schon gesehen? Was denkt ihr über die Post-Credits-Szenen? Schreibt uns eure Meinung!
