South Park: The Fractured but Whole angespielt: Von Vampiren, Senioren und Klogängen
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Deftiger Fäkalhumor und Gags weit abseits des guten Geschmacks - so kennt und liebt man South Park. Wir haben das neue RPG Die rektakuläre Zerreißprobe angespielt!
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Den Geschmacklosigkeiten im Kampf scheinen übrigens keine Grenzen gesetzt, wenn Körpersekrete geworfen werden und der Getroffenen sich plakativ die Seele aus dem Leib kotzt oder ein als Terrorist verkleidetes Kind seinen Sprengstoffgürtel zündet, um mit dem letzten Atemzug noch kräftig Flächenschaden anzurichten. Wenn ihr bei einem Gefecht Schaden anrichtet oder einsteckt, füllt sich beständig eine Leiste am oberen Bildschirmrand. Hat diese die 100-Prozent-Marke erreicht, könnt ihr eine mächtige Spezialattacke auslösen. Vor allem auf dem höchsten der drei jederzeit wählbaren Schwierigkeitsgrade sind die Konfrontationen kein Spaziergang und es braucht schon eine durchdachte Strategie und eine passend gewählte Kombination der zur Verfügung stehenden Mitstreiter, um den Sieg zu erringen.
Quelle: Ulrich Wimmeroth / Medienagentur plassma
Kimberly Weigand von Ubisoft San Francisco ist Co-Produzentin von South Park: Die rektakuläre Zerreißprobe.
Diesmal kein Schnittopfer?
Mit dem Vorgänger hatte die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) ihre wahre Freude und setzte bei einigen Szenen und Minispielen kräftig die Schere an. Besonders betroffen waren die Konsolenversionen in Europa, bei denen Publisher Ubisoft nicht nur reichlich verfassungsfeindliche Symbolik, sondern auch explizite Szenen über den Analsonden-Fetisch der Aliens und ein unappetitliches Abtreibungsspiel entfernen musste. Obwohl die hochoffizielle Herstellermitteilung noch aussteht, scheint es diesmal aber keine Spiel-Verstümmelung zu geben und es dürfte weltweit eine ungeschnittene Version erscheinen, wie Co-Produzentin Kimberly Weigend im Gespräch andeutete (siehe Kasten). Die gute Nachricht für Freunde des Brachialhumors bedeutet aber keinesfalls, dass die notorisch politisch unkorrekten Serienschöpfer Matt Stone und Trey Parker altersmilde geworden wären und sich tatsächlich zurückhalten würden. Im Gegenteil: Alleine in den von uns angespielten Szenen ist genügend Konfliktpotenzial vorhanden, um die halbe Menschheit vor den Kopf zu stoßen.
Beispiel gefällig? Eine frühe Mission führt uns in die Kirche von South Park, in der wir mit Pfarrer Maxi sprechen sollen. Dort treffen wir in einer düsteren Abstellkammer auf zwei katholische Geistliche, die uns gerne von hinten bekehren wollen. Danach steht uns aber mal so gar nicht der Sinn und in dem folgenden Kampf zieht sich dabei einer der klerikalen Kontrahenten einen Rosenkranz aus dem Rektum, mit dem er sich zuerst selbst geißelt und diesen dann als Schlagkette gegen uns einsetzt. Nicht unbedingt eine subtile Kritik an den Pädophilie-Skandalen der katholischen Kirche, aber das ist eben South Park!
