Soundkarten und Audio-Interfaces: Wann was Sinn macht - Kaufberatung und Marktübersicht

Special Antonio Funes
Soundkarten und Audio-Interfaces: Wann was Sinn macht - Kaufberatung und Marktübersicht
Quelle: Creative

Wir erklären euch, wann eine Soundkarte heutzutage noch Sinn machen kann. Außerdem gibt es eine Marktübersicht, auch mit sogenannten Audio-Interfaces.

In unseren regelmäßigen Specials zum Thema Sound für den PC haben wir uns in den letzten Jahren stets auf die Themen Lautsprecher und Kopfhörer konzentriert. Soundkarten hingegen waren nur ein Randthema, und zwar aus vielerlei Gründen, die wir gleich noch etwas ausführlicher erläutern wollen. In unserem heutigen Special stehen Soundkarten allerdings wieder mehr im Mittelpunkt, hinzu kommen sogenannte Audio-Interfaces. Beides natürlich inklusive einer Marktübersicht. Aber auch um Anschluss- und Übertragungsarten kümmern wir uns, da dies nicht unwichtig ist, um einzuschätzen, ob der Kauf einer Soundkarte überhaupt Sinn macht. Hierfür müssen wir erst ausführlich erklären, was analoger Sound bedeutet - und damit beginnen wir unser Special auch.

Sound analog übertragen

Bei der analogen Übertragung von Sound werden vereinfacht gesagt Stromschwankungen zu den Boxen oder einem Endgerät, an dem die Boxen angeschlossen sind, gesendet. Für Kopfhörer gilt dasselbe, sofern es sich um Modell mit Klinkenstecker handelt. Über analog genutzte Audiokabel fließen dabei schwache Stromstärken, die nur für Kopfhörer oder sehr kleine Boxen ausreichen würden. Daher ist ab einer gewissen Boxengröße zwingend ein Verstärker nötig, der bei aktiven PC-Boxensets in einer der beiden Boxen steckt. Je nach Modell hat auch jede Box einen eigenen Verstärker.

Im Hi-Fi-Bereich kommt ein separater Verstärker oder AV-Receiver zum Einsatz. Egal, ob dieser den Sound analog oder digital empfängt: Er versorgt die an ihm angeschlossenen Boxen wiederum analog. Man nennt passende Boxen auch passiv, da der Verstärker sie über Lautsprecherkabel mit so großen Stromspannungen versorgt, dass selbst bei vielen Metern Kabelweg kein Verstärker in der jeweiligen Box nötig ist.

Stecker für analoge Soundübertragung

Immer dann, wenn ihr Klinkenstecker aus Metall verwendet, um den Sound vom PC zu den Boxen oder zu einem zwischenschalteten Verstärker zu senden, handelt es sich um eine analoge Soundübertragung. Dabei sind 3,5mm-Stecker seit Jahrzehnten der Standard für PCs - diese Steckergröße kennt ihr auch beispielsweise von vielen Smartphones oder tragbaren MP3- oder CD-Playern.

Bei Hi-Fi-Kopfhörern oder bei Geräten in der Musikproduktion wird beim Stecker meistens das 6,35mm-Format verwendet. Einige Boxensets haben auch Cinch-Anschlüsse, die sicher jeder kennt, der einen Verstärker oder AV-Receiver hat.

An alle Geräte mit 3,5mm-Buchse, so wie bei diesem Sony-Smartphone,  kann man alle Lautsprecher oder Kopfhörer anschließen, die einen 3,5m-Klnkenstecker haben ()per Adapter auch 6,35mm-Stecker). Quelle: Sony (Pressemitteilung) An alle Geräte mit 3,5mm-Buchse, so wie bei diesem Sony-Smartphone,  kann man alle Lautsprecher oder Kopfhörer anschließen, die einen 3,5m-Klnkenstecker haben ()per Adapter auch 6,35mm-Stecker). Wichtig zu wissen ist dabei: Cinch-Stecker (auch RCA genannt) sind immer nur mono - daher gibt es bei Verstärkern oder auch entsprechenden Boxensets stets zwei Buchsen pro Stereo-Audioquelle. Die eine Buchse empfängt die Soundinformationen für den linken Kanal, die andere die für den rechten Kanal.

Zwei Ausnahmen gibt es: Bei aktiven Subwoofern und Center-Lautsprechern fließt nur ein Mono-Signal - es wird also nur 1x Cinch genutzt. Und: Bei der digitalen "koaxialen" Übertragung verwendet man Cinch, aber nur einen einzigen Stecker, da es sich um einen einzelnen Datenstrom für alle Kanäle handelt.

Bei den Klinkensteckern, egal ob 3,5mm oder 6,35mm, reicht ein einziger Klinkenstecker für Stereosound aus, bei Headsets sogar noch zusätzlich für das Mikrofon. Es gibt aber auch Mono-Klinkenstecker.

Zu erkennen ist die genaue Art an der Anzahl an Segmenten im metallischen Bereich respektive den Ringen, die für die Segmentierung sorgen. Ein Segment ist immer für die Masse da. Hat ein Stecker also nur einen Ring und somit zwei Segmente, kann er analogen Sound nur in Mono übertragen. Bei zwei Ringen handelt es sich um Stereo, und die Headset-Stecker haben drei Ringe.

Wollt ihr den Sound von einem gängigen Onboard-Sound zu einem Boxenset oder Verstärker mit Cinch übertragen, braucht ihr ein Adapterkabel mit einem Stereo-3,5mm-Stecker am einen und zwei Cinch-Steckern am anderen Ende. Um 5.1-Sound analog zu übertragen, was bei einigen wenigen Surround-PC-Boxensets noch möglich ist, braucht ihr drei Stereo-Klinkenstecker oder sechs Cinch-Stecker, denn es sind ja 6 Kanäle, die übertragen werden müssen.

  1. Seite 1 Soundkarten: Analoge Soundübertragung und Steckerformate
  2. Seite 2 Soundkarten: Wann sie keinen Sinn machen und ein Fehlkauf sind
  3. Seite 3 Soundkarten: Audio-Interfaces und Nahfeld-Monitore
  4. Seite 4 Soundkarten: Kauftipps und Marktübersicht
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