Mit Sonic Superstars kehrt der blaue Igel wieder zu seinen 2D-Wurzeln zurück. Der nostalgische Sprung zurück in die Vergangenheit ist endlich mal wieder kein Totalausfall!

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Mit Sonic Superstars kehrt der blaue Igel wieder zu seinen 2D-Wurzeln zurück. Der nostalgische Sprung zurück in die Vergangenheit ist endlich mal wieder kein Totalausfall!
Quelle: Sega

Mit Sonic Superstars kehrt der blaue Igel wieder zu seinen 2D-Wurzeln zurück. Der nostalgische Sprung zurück in die Vergangenheit ist endlich mal wieder kein Totalausfall!

Sonic macht 'ne Pause

In diesem Ableger verliert der rasante Sprint durch die Levels leider an Gewicht, da die Betonung eher auf der Erkundung der Spielwelt liegt. Dies dürfte vermutlich mit der Vielzahl an steuerbaren Charakteren zusammenhängen. Es gibt nur selten längere Passagen, in denen ein flüssiges Rennen mit unserem blauen Igel möglich ist. Stattdessen finden wir uns häufig in Situationen wieder, in denen wir in hohem Tempo durch die Spielwelt klettern, fallen oder von überdimensionalen Spielautomaten schlichtweg unkontrolliert durch die Gegend "geflippert" werden. Ob das den Wiederspielwert fördert, sei mal dahingestellt. Sonic Superstars ermöglicht den Spielern die Kontrolle über Sonic, den zweischwänzigen Fuchs Tails, die Igeldame Amy, den Ameisenigel Knuckles und einer geheimen Figur zu übernehmen. Letztere wird erst nach Spielende freigeschaltet, und versucht mit einer zweiten Kampagne zu einem New-Game-Plus zu animieren. Jede Spielfigur verfügt über unterschiedliche Bewegungsmechaniken, was zu Variation im Gameplay führt.

Während Sonic im Drop-Dash zur wirbelnden Kugel wird, kann sich Tails durch die Lüfte bewegen und unter Wasser schwimmen.

Tails taucht neben Oktopus. Quelle: PC Games Amy ist dazu in der Lage, noch im Sprung ihren Hammer zu schwingen und Knuckles macht es sich als gleitender Wandkletterer gelegentlich ziemlich einfach - Sonic darf also getrost mal verschnaufen. Die Vielfalt der Bewegungsmechaniken sorgt für einen höheren Wiederspielwert, da neue Techniken, Routen und unentdeckte Geheimnisse auf die Spieler warten.

Koop-Modus = Spaß-Booster?

Wenn mich jemand fragen würde, ob der Koop-Modus mit bis zu vier Spielern mehr Spaß bringt, würde ich ohne zu zögern mit einem klaren "Ja!" antworten. Wenn alle Charaktere im Koop-Modus zusammenkommen, entsteht immerhin ein buntes, chaotisches Spektakel. Obwohl der Mehrspielermodus den Spaßfaktor steigert, weist er trotzdem einige Schwächen auf: Die Kamera folgt lediglich einer Spielfigur, und wenn einer der anderen Charaktere außer Sicht gerät, wird er abrupt neu positioniert. Das kann zu Frustration führen, insbesondere wenn die unterschiedlichen Fähigkeiten der Charaktere für Unübersichtlichkeit sorgen und die Spieler durch begrenzte Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden. Trotz der genannten Schwächen schätze ich die Implementierung des Koop-Modus' sehr. Wenn man über die negativen Aspekte hinwegsieht, kann man sich inmitten der spaßig-chaotischen Abenteuerreise verlieren. Man sollte bloß damit rechnen, ab und an die Orientierung zu verlieren.

Der Kampfmodus, (ein weiterer Spielmodus neben der Kampagne und dem sich selbsterklärenden Gegen-die-Zeit-Modus), ermöglicht es, als Roboter in verschiedenen Minispielen gegen KI-Gegner und Freunde anzutreten. Allerdings ist dieser Modus derart simpel und lieblos gestaltet, dass es dazu nicht mehr zu sagen gibt.

Zufrieden? Ja. Glücklich? Nein.

In technischer Hinsicht läuft das Spiel auf der Nintendo Switch, auf der wir es getestet haben, einwandfrei. Es überzeugt durch sein stimmiges Art-Design, saubere Grafiken, einer kompakten Kampagne und einen passenden Soundtrack, auch wenn letzterer mich nicht völlig umgehauen hat. Tatsächlich haben die Entwickler mit diesem Sonic-Titel vieles richtig gemacht, und die Rückkehr zu einem 2D-Plattformer geht hier gut auf

Wertung zu Sonic Superstars (NSW)

Wertung:

7.0 /10
Fazit

Sonic Superstars knackt in der letzten Kurve gerade noch so die 7 von 10. Über die Mankos im ansonsten spaßigen Koop-Modus kann man hinwegsehen, das merkwürdige Pacing stellt sich dem Spielspaß aber spürbar in den Weg.

Trotzdem beschleicht mich das merkwürdige Gefühl, dass das Leveldesign für Einzelspieler gedacht ist, während die Bosskämpfe für den Koop-Modus konzipiert sind. Obwohl der Koop-Modus einige Schwächen aufweist - ein Splitscreen-Modus wäre an dieser Stelle vielleicht die Lösung gewesen - halte ich diesen Ansatz grundsätzlich für eine sehr gute Idee. Dennoch sticht Sonic Superstars durch das Fehlen ausgedehnter Rennstrecken, repetitiver Minispiele und die vergleichsweise anspruchsvollen Bosskämpfe sowie ein ungewöhnliches Pacing hervor. Dadurch büßt Sonic Superstars ordentlich Spielspaß ein. Letztendlich wird Sonic Superstars trotzdem sowohl Sonic-Veteranen als auch neue Fans gleichermaßen zufriedenstellen. Es wäre nur einfach noch etwas mehr drin gewesen.

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