Sonic Racing CrossWorlds im Check - Besser als je zuvor, aber Mario Kart bleibt vorn
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Sonic Racing: CrossWorlds will Mario Kart vom Funracer-Thron stoßen - mit Tempo, Gaststars und cleverem Streckendesign. Ich bin eine Stunde gefahren und sage: Da geht was! Doch ein Problem bremst den blauen Igel noch aus ...
So fährt sich Sonic Racing: CrossWorlds
Ich weiß, es nervt, aber ich muss Mario wieder als Vergleich heranziehen - es ist nun mal der Platzhirsch. Doch schon nach zwei Rennen hatte ich CrossWorlds für sich als spaßiges Spiel akzeptiert. Nicht, weil es ein perfekter Klon ist, sondern weil es auf eigene Weise funktioniert.
Von "Normal Speed" bis "Super Sonic Speed" gibt's vier Tempo- und damit Schwierigkeitsstufen. Die ersten beiden sind eher entspannt, aber ab "Sonic Speed" wird's anspruchsvoll: präzise Drifts, enge Kurven und ständig neue Alternativrouten fordern volle Konzentration. Genau so, wie es sich eben für einen Sonic-Titel gehört.
Quelle: Sega
Vor jedem Grand Prix wird uns übrigens ein Rivale zugeteilt, der uns dann mit seiner Leistung anstachelt, uns auch wirklich anzustrengen. Während eines Rennens haut er uns aber nicht nur Items, sondern auch immer wieder Sprüche um die Ohren. Wenn wir nach einem Rennen vor ihm in der Tabelle stehen, kassieren wir direkt ein paar Extrapunkte. Das ist aber auch das mindeste, denn er fährt deutlich besser als die ganzen anderen NPCs. Ich habe mich das schon das ein oder andere Mal dabei erwischt, wie ich gehässig vor dem Bildschirm saß, wenn ich am Rivalen vorbeigezogen bin. Na ja, oder eben auf der anderen Seite den Bildschirm angebrüllt habe, wenn er mir ein Item an den Kopf geschmissen hat.
Was ich leider noch nicht ausprobieren konnte, waren die Gast-Charaktere. Ich hätte wirklich gern gesehen, wie Hatsune Miku mit dem Extreme Gear über die Strecke brettert oder Steve sich durch seine Minecraft-Piste wühlt. Aber gut, das kommt alles noch.
Quelle: Sega
Aber was ist denn nun eigentlich das eingangs erwähnte Problem? Sonic Racing: CrossWorlds bietet Tempo, Rivalen, Crossplay und macht vieles richtig. Was es (noch) nicht hat, ist Relevanz.
Ich mag Knuckles, Shadow, Eggman und sogar den weirden Tails ganz gern, muss aber sagen, dass mir ein Großteil der anderen Charaktere schlichtweg egal ist. Klar, auch in Mario Kart bin ich nicht gleich Fan von jedem Charakter, aber die Diversität ist einfach größer. Und auch Nicht-Fans finden mehrere Charaktere, mit denen sie sich entweder identifizieren können oder zumindest Spaß haben. Mein erster Eindruck lautet daher: Sonic Racing: Crossworlds macht viel Spaß und ist gameplaytechnisch gut gelungen. Doch es könnte dennoch nicht für die breite Masse reichen, weil es wieder im Schatten des Klempners steht. Auch wenn die Spielerzahlen sicherlich durch das Crossover mit großen Franchises einen guten Sprung nach oben machen werden.
