Songs of Conquest: Early-Access-Check - Seite 2
Special
Mit Songs of Conquest ist ein Strategie-Rollenspiel im Stile von Heros of Might and Magic in den Early Access gestartet. Das Spiel eines schwedischen Indie-Studios vereint klassisches Gameplay, schicke Pixelart-Optik und modernes Spielgefühl. Wir haben uns das Spiel angeschaut und geben Einblick in den aktuellen Zustand der Entwicklung.
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Der Held steht zwar nicht persönlich auf dem Schlachtfeld, kann jedoch mit seinen Zaubern in das Kampfgeschehen eingreifen. Dabei kommt es auf sogenannte Essenzen an. Diese gibt es jeweils für die fünf Zauberschulen Ordnung, Chaos, Zerstörung, Schöpfung und Arkan. Durch die eigenen Truppen und ihre Handlungen auf dem Schlachtfeld steigen die verfügbaren Essenzen an. Je mehr dem Helden davon zur Verfügung stehen, umso mächtigere Zauber kann er wirken. Die Art der Zauber wird dabei von der Schule bestimmt. Mit Ordnungsessenzen wirken wir vorwiegend passive Buffs, während wir bei Zerstörung Eisbolzen und Feuerbälle schleudern.
Ist der letzte Gegner besiegt, werden Verluste gezählt und der Held bekommt Erfahrungspunkte. Diese lassen sich nicht nur in Kämpfen, sondern auch bei diversen Entdeckungen in der Spielwelt verdienen. Mit genügend Erfahrung steigt unser Anführer im Level auf. Bei jedem Stufenaufstieg haben wir die Wahl, wie wir unseren Helden verbessern wollen. Wir können die maximale Zahl der Truppen erhöhen, die sich in unserer Armee befinden können. Wir können einen neuen, in der Regel passiven, Skill lernen. Oder wir verbessern einen unserer bereits vorhandenen Skills. Die Fähigkeiten geben meist nützliche Boni, die sich auf unsere gesamte Armee auswirken.
Quelle: PC Games
Wir haben ein Holzfällerlager eingenommen, dass uns nun einen steten Zufluss an Holz pro Runde generiert.
Schaffe, schaffe, Häusle baue
Nachdem wir die abtrünnige Miliz besiegt haben, können wir die Goldmine mit unserem Helden wieder in Besitz nehmen. Diese liefert uns nun jede Runde einen anhaltenden Zuwachs an Gold. Diese Einnahmen können mit weiteren Gebäuden wie Farmen, die in der Spielwelt eingenommen werden können, noch zusätzlich gesteigert werden. Wir sammeln jedoch nicht nur Gold. Mit Holz, Steinen, Glimmerweave, Ancient Amber und Celestial Ore gibt es fünf weitere Ressourcen, die wir entweder direkt einsammeln, oder über entsprechende Gebäude verdienen.
Quelle: PC Games
Mit den gesammelten Ressourcen bauen wir unsere Siedlungen aus, um mehr Truppen zu rekrutieren und die Verteidigung zu stärken.
Diese Rohstoffe werden schließlich wichtig, sobald wir unsere erste eigene Siedlung aufbauen. Dazu gibt es auf den Karten speziell vorgesehene Stellen, an denen sich kleine und große Städte, oder gar ganze Festungen errichten lassen. Die Art der Niederlassung bestimmt, wie viele Gebäude sich in ihr bauen lassen. Eine kleine Siedlung verfügt lediglich über zwei kleine und einen mittleren Bauplatz, während in einer Festung sieben kleine, drei mittlere und zwei große Gebäude errichtet werden können. Auf diesen Slots ziehen wir dann Tavernen, Schutztürme, Kasernen und andere Einrichtungen hoch. Die meisten dieser Gebäude lassen sich jeweils noch auf eine bessere Version upgraden. Dadurch schalten wir unter anderem bessere Versionen von bestimmten Truppentypen frei.
Zusätzliche Verbesserungen erzielen wir in zwei Forschungsgebäuden. In diesen investieren wir Rohstoffe in wirtschaftliche Boni, eine Erhöhung des Limits für die verschiedenen Einheitenarten sowie erhöhte Angriffs- und Verteidigungswerte unserer Truppen. Hier bietet das Spiel auf jeden Fall sehr viel Entfaltungsmöglichkeiten. Vorausgesetzt, man hat die Rohstoffe dafür. Der Bau von Gebäuden, die Forschung und natürlich auch die Rekrutierung neuer Einheiten kosten viel Gold und Ressourcen. Es gilt also zu entscheiden, welche Ausgabe zum aktuellen Zeitpunkt des Spiels jeweils den größtmöglichen Fortschritt bringt.
Umfangreiches Gesamtpaket
Quelle: PC Games
Im Forschungsmenü investieren wir Rohstoffe in verschiedene Verbesserungen für unsere Truppen und die Wirtschaft.
Was passiert, wenn man nicht die beste Strategie hat, wird uns spätestens in der dritten Kampagnenmission deutlich vor Augen geführt. In dieser zieht der Schwierigkeitsgrad auf einmal deutlich an. Wir beginnen zunächst eine Stadt zu errichten und die Umgebung zu erkunden. Nach einer bestimmten Zahl an Runden taucht jedoch ein feindlicher Heldencharakter mit einer ziemlich mächtigen Armee in der Nähe unserer Siedlung auf. Ohne eine voll ausgebaute Verteidigung und eigene Truppen vor Ort macht dieser mit unserer Stadt kurzen Prozess. So haben wir uns rasch in eine aussichtslose Lage manövriert. Wir schieben es jetzt einfach mal darauf, dass das Balancing in der Early-Access-Fassung noch nicht perfekt funktioniert.
Das Spiel hat auch noch diverse andere kleinere Macken wie falsch oder gar nicht geladene Sprites. Außerdem leidet das Spiel unter einer typischen Krankheit der Rundenstrategie, bei der die Berechnungszeit der gegnerischen Runden mit fortschreitendem Spiel immer länger wird. Hier darf also gerne noch etwas optimiert werden. Nicht meckern kann man dagegen beim Umfang, der sich im Vergleich mit anderen Early-Access-Spielen sehen lassen. Zwei vollständige Kampagnen mit je vier Missionen sind im Spiel.
Es gibt einen Skirmish-Modus mit bereits 12 mitgelieferten Karten und vier spielbaren Völkern, die sowohl im Einzel- als auch im Mehrspieler-Modus gespielt werden können. Dazu gibt es einen Karteneditor, in dem sich kreative Fans eigene Spiele, inklusive ganzer Kampagnen entwerfen können. Für den Austausch der Community-Kreationen arbeiten die Entwickler mit der Modding-Plattform mod.io zusammen. Dazu gibt es direkt im Spiel integriert eine Bibliothek mit allen Fan-Karten, Mods und Kampagnen. Diese werden mit einem Mausklick einfach heruntergeladen und stehen dann direkt im laufenden Spiel zur Verfügung. Bequemer geht es nicht.
Ziel der Entwickler für die Early-Access-Version ist der Austausch mit der Community über die Features, wo es Verbesserungspotenziale gibt und welche Funktionen das Spiel noch benötigt. Wer Bugs findet, kann diese bequem direkt im Spiel über eine integrierte Meldefunktion an das Studio übermitteln. Die bisher geschaffene Grundlage macht auf jeden Fall bereits einen ausgezeichneten Eindruck. Wenn die Zusammenarbeit mit der Community die vorhandenen Features noch weiter verbessert, steht einem richtig gelungenen Strategie-Rollenspiel-Erlebnis kaum noch etwas im Wege.
Meinung
Kennt ihr noch die "Heroes of Might and Magic"-Reihe? Wenn ja, welcher Teil ist euer Favorit? Schreibt es uns in den Kommentaren. Songs of Conquest ist seit dem 10. Mai 2022 im Early Access erhältlich. Der Preis liegt bei rund 30 Euro. Die Early-Access-Phase soll laut Entwicklern ungefähr ein Jahr dauern.
