Sniper Elite 5:Der brutale Stealth-Shooter von Rebellion im Test - Seite 2
Test
Sniper Elite 5 erscheint am 26. Mai. Wir verraten euch in unserem Test, warum uns der Stealth-Shooter von Rebellion trotz einiger Schwächen überzeugt.
Sollten uns die Deutschen einmal aus dem Augenwinkel erspäht haben, können wir uns noch schnell hinter Objekten oder im hohen Gras verstecken. Sobald sie aber in den Gefechtsmodus geschaltet haben, müssen die Waffen für sich sprechen. Von Scharfschützengewehren wie der Karabiner 98K über Pistolen und Maschinenpistolen wie der M1911 oder der MP40 bietet Sniper Elite 5 wieder eine große Auswahl an Weltkriegswummen. Zusätzlich lassen sich diese Knarren noch individuell anpassen.
Egal ob Griffe, Visiere, Mündungen oder Magazine, für jede Vorgehensweise gibt's das passende Update. Die meisten Aufsätze schalten wir durch den Fortschritt in der Kampagne oder gefundene Werkbänke frei. Wir müssen also ein wenig spielen, um die praktischen Schalldämpfer auf unsere Waffen aufschrauben zu können. Ob jetzt heimlich, still und leise oder mit viel Krawall, wir können euch sagen, dass beide Wege extrem großen Spaß bereiten. Das Gameplay ist fordernd und funktioniert bis auf ein paar wenige hakelige Animationen beim Tragen und Ablegen von bewusstlosen Körpern sehr gut.
In diesem Artikel
Karl, der Kletteraffe
Quelle: PC Games
An Wurzeln können wir nun klettern, um noch heimlicher in Gebäude oder Ruinen zu kommen. Ein Gameplay-Changer ist das jedoch nicht.
Ein paar neue Features haben ebenfalls den Weg in das Spiel gefunden: Unser Charakter kann nun beispielsweise an Wurzeln klettern, um auch in der Vertikalen mehr Möglichkeiten zu schaffen. So richtig innovativ ist das zwar nicht, aber dennoch bringt es noch mehr Abwechslung ins Gameplay.
Wenn wir mit Maschinenpistolen und Pistolen auf unsere Gegner feuern, wechselt die Ansicht außerdem von der Third- in die First-Person-Perspektive. Das erleichtert die Handhabung der Knarren immens. Auf der Playstation 5 sind mit dem Dualsense-Gamepad zusätzlich noch Trigger-Effekte beim Abzug zu spüren. Doch auch das Spielgefühl mit Maus und Tastatur funktioniert einwandfrei.
Ein bisschen nervig ist es dagegen, dass unser Charakter über manche Stufen oder hüfthohe Hindernisse nicht steigen kann. Zudem sind wir während des Testens häufiger auf unsichtbare Wände gestoßen. In beiden Fällen mussten wir dann erst eine Runde bis zur nächsten Rampe oder dem nächsten Übergang drehen und dann den Weg weitergehen.
Agent 47 im Zweiten Weltkrieg
Quelle: PC Games
Die Grafik von Sniper Elite 5 ist nicht gerade auf dem aktuellsten Stand. Die Umgebungen machen noch einiges her, doch die Charaktere sind kein Augenschmaus.
Trotz dieser kleineren Mängel sind die Schauplätze toll gestaltet und erinnern mit ihren weitläufigen Arealen an die Hitman-Reihe vom Entwickler IO Interactive. Es gibt etliche Wege, die wir entlangschleichen können und sogar hin und wieder die Möglichkeit, ein Ziel mittels besonderer Inszenierung auszuschalten.
Pro Mission haben wir nämlich ein sogenanntes Todeslistenziel, das wir eliminieren sollen. Um eine neue Waffe freizuschalten, können wir den Schurken beispielsweise mit einem herunterfallenden Kronleuchter zur Strecke bringen. Obendrauf erhalten wir dazu noch Extra-Erfahrungspunkte, durch die wir im Kampagnenrang aufsteigen.
Durch diese Rangaufstiege schalten wir bestimmte Fertigkeiten frei, die sich in Kampf, Ausrüstung und Körper unterteilen. Jede Kategorie besitzt neun verschiedene Verbesserungen. Von mehr Ausrüstungsplätzen über eine Selbst-Wiederbelebung bis hin zu einer beschleunigten Gesundheitsregeneration sind hierbei vor allem recht klassische Fertigkeiten mit von der Partie. Die meisten von ihnen sind im Endeffekt aber ziemlich unnütz.
Optisches Mittelmaß
Kommen wir zur technischen Komponente: Während Teil vier noch für seine verbesserte Grafik gelobt wurde, hat sich seitdem nicht mehr allzu viel verändert. Vor allem die Gesichter der Charaktere sehen arg verwaschen und detailarm aus. Selbst so manches Playstation-4-Spiel hat zum Ende der letzten Generation eine deutlich schickere Optik zu bieten gehabt.
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