Silt: Limbo unter Wasser? - Das Indie-Game im Test - Seite 2
Test
In unserem Test zum Tiefsee-Abenteuer Silt erfahrt ihr, warum das atmosphärische Indie-Spiel nicht einfach nur Limbo unter Wasser ist.
Allerdings hätten wir uns gerade gegen Ende des Spiels noch etwas mehr davon oder zumindest ein paar härtere Kopfnüsse gewünscht, da hier Mechaniken eingeführt werden, die bis zum Abspann kaum genutzt werden. Hier verschenkt Silt ein wenig Potenzial. Richtig toll gelungen sind hingegen die Bosskämpfe gegen herrlich fies gestaltete Monster. Hier muss man dann zumeist gebündelt die Fähigkeiten einsetzen, die uns im Verlauf der vorangegangenen Abschnitte beigebracht wurden. Auch die Bossfights sind nicht gerade schwierig, machen aber Laune.
Ungenaue Action
Überhaupt ist der Schwierigkeitsgrad von Silt nicht sonderlich hoch. Selbst gelegentliche Trial-&-Error-Passagen frustrieren nicht. Man stirbt halt ein oder zwei Mal und sieht damit, wie es nicht geht. Wir werden nach einem Tod dann am Anfang des Bildschirms wieder gespawnt. Wer in der Kindheit nicht zu nah an der Hauswand geschaukelt hat, wird keine Probleme haben, die Rätsel zu lösen. Ab und zu mal etwas ausprobieren oder kurz nachdenken, ist aber natürlich nötig.
In diesem Artikel
Obwohl die gut ausbalancierten Knobeleien für einen schönen Spielfluss sorgen sollten, nervte uns Silt aber vor allem gegen Ende des Spiels teilweise etwas. Das lag an der ein wenig ungenauen und oftmals gar fummeligen Steuerung. Zunächst fiel uns die Bedienung gar nicht so negativ auf, da das Spieltempo noch relativ gemächlich ausfiel. In späteren Abschnitten kommt es jedoch manchmal auf Geschicklichkeit und Tempo an und hier ist die Steuerung dann nervtötender als eine Check-24-Werbung.
Quelle: PC Games
Wechseln wir den Körper können wir die Spezialfähigkeiten unseres Wirts nutzen.
Wenn man ein Rätsel durchschaut hat, aber trotzdem etliche Versuche braucht, um es auch wirklich zu lösen, weil die Bewegung zu ungenau ist oder sogar einfach nicht auf eine Befehlseingabe reagiert wird, sorgt das nicht nur für schlechte Laune, sondern reißt einen auch aus dem Spiel. Gerade bei einem Spiel, das so sehr auf Atmosphäre setzt wie Silt, ist das natürlich äußerst ärgerlich.
Dennoch möchten wir den Titel dafür nicht zu sehr abstrafen. Silt mag seine Macken haben und dadurch nicht die Qualität eines Limbo erreichen, doch es ist ein äußerst stimmungsvolles, toll designtes, faszinierendes und surreales Erlebnis. Wer sich beim Zocken gerne mal außerhalb des Mainstreams bewegt, sollte deshalb unbedingt in die Tiefen von Silt abtauchen.
Meinung
Bildergalerie
Was ist eure Meinung zu Silt von Spiral Circus Games und Fireshine Games? Gefällt euch der Stil des künstlerischen Indie-Games oder ist euch der atmosphärisch dargestellte Surrealismus des Spiels zu prätentiös und ihr greift lieber zu einem Triple-A-Titel im Sale? Schreibt es uns doch im Kommentarbereich.
