Es war der gruseligste Horror aller Zeiten und wurde gekillt: Die unfassbare Story von P.T.
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Als Teaser zu Silent Hills gedacht, ging es als Kultspiel in die Spielegeschichte ein: P.T. von Entwicklerlegende Hideo Kojima. Wir beleuchten die traurige Geschichte der Horror-Demo.
Für immer verschwunden?
Darüber hinaus hat die Löschung von P.T. aus dem PlayStation Store auch eine Diskussion über die Archivierung und Sicherung von Computer- und Videospielen als Kulturgut ausgelöst. Denn nachdem Konami den Stecker gezogen hatte, war die Horror-Demo zumindest legal nicht mehr spielbar.
In der Folge entwickelten sich PS4-Konsolen mit installierter P.T.-Version zu Verkaufsschlagern und Sammlerobjekten. Bereits kurze Zeit nach der Löschung aus dem Store wurden Geräte auf der Auktionsplattform Ebay für tausend britische Pfund angeboten. Noch heute finden sich solche hochpreisigen Inserate. Legal wurde P.T. bislang in keiner Instanz gesichert oder gar archiviert.
Vielmehr waren es Dataminer und Hacker, die die Daten speicherten, dem Quellcode Informationen entlockten oder gar versuchten, das Spiel auf die PlayStation 5 zu bringen. An dieser Stelle sei noch einmal darauf hingewiesen, dass diese Vorgänge ohne Konamis Einverständniserklärung geschahen und somit rechtlich nicht abgesichert sind.
Dafür, dass von ihren Herstellern zurückgelassene Spiele nicht stärker erhalten werden, macht Blogger Felipe Pepe den Interessenverband Entertainment Software Association (kurz ESA) mitverantwortlich, der derartige Bestrebungen in Richtung des U.S. Copyright Offices immer wieder blockiert.
Quelle: Konami
Wie wichtig die Sicherung ansonsten verlorener Spiele ist, wird gerade durch das zunehmende Verschwinden physischer Datenträger immanent. Bestes Beispiel ist hier neben P.T. sicherlich The Crew von Ubisoft:
Nicht nur, dass das Open-World-Rennspiel nach dem Abschalten der Server nicht mehr spielbar war, Ubisoft blendete beim Auswählen des Spiels via Ubisoft Connect sogar eine Botschaft ein, dass die Software schlicht überhaupt nicht gestartet werden konnte, wodurch es nicht praktisch, aber effektiv aus der Spielerbibliothek entfernt worden war. Den Usern war also die für viel Geld gekaufte Lizenz entzogen worden.
Erneut waren und sind es ambitionierte Fans und Modder, die das Spiel am Leben halten und eigene Server aufsetzen. Wie die Video Game History Foundation bestätigt, werden nur 13 Prozent der in den USA veröffentlichten Computer- und Videospiele gesichert und archiviert. The Crew und P.T. sind zwei überaus prominente Beispiele, bei denen die Hersteller das eigene Geschäft vor der Archivierung des Kulturguts stellen.
Kommt da noch was?
Die Zukunft von P.T. bleibt indes so düster wie die Grusel-Demo selbst: Konami versucht derzeit, Silent Hill wieder mehr in den Vordergrund zu rücken. Dafür arbeitet der Publisher unter anderem mit Bloober Team (bekannt für Layers of Fear und Blair Witch) am Remake von Silent Hill 2. Hideo Kojima selbst wird nicht müde, Easter Eggs zu Silent Hill in seinen eigenen Projekten und Social-Media-Inhalten zu verstecken; etwas, das die legendäre Branchengröße aber generell gerne macht, auch mit anderen Projekten.
Im Ankündigungstrailer zu OD, der Ende 2023 veröffentlicht wurde, finden sich beispielsweise Hinweise, die Fans hoffen lassen, dass die Lehren aus P.T. und Silent Hills in das neue Projekt einfließen. Im Teaser versteckt findet sich das Wort "Atami", was eine japanische Stadt ist, auf der Silent Hill zum Teil basiert, und die in der erwähnten Präfektur Shizuoka liegt. Was aus OD wird, muss die Zukunft zeigen. Dass Hideo Kojima und Konami für P.T. oder Silent Hills noch einmal zusammenkommen, scheint angesichts der gemeinsamen Vergangenheit jedoch mehr als unwahrscheinlich.
