Im Königreich Weit Weit Weg ist mal wieder Not am Lebkuchenmann – prompt eilt Promi-Oger Shrek zu Hilfe, und Sie natürlich mit ihm.
Fiona schlägt eine grobe Kelle – die Spezialmanöver sind zwar sehr schick inszeniert, peppen die Kämpfe spielerisch aber in keinster Weise auf.
Der gestiefelte Kater, Esel, Fiona, Dornröschen, klein Arthur und selbstredend Shrek persönlich – das Ensemble des auf kindgerecht getrimmten Actionspielchens ist ein Fest für Fans der Filmvorlage. Spielerisch ist die Lizenzverwurstung allerdings weniger berühmt. Der Spielablauf beschränkt sich auf den klassischen Mix aus Hüpfen und Prügeln und bleibt dabei in höchstem Maße anspruchslos. Die Kämpfe lassen sich durch stupides Tastengehämmer gewinnen. Wer im richtigen Moment auf die zweite mögliche Angriffstaste drückt, löst einen finalen Angriff aus. Die sehen immerhin knuffig aus und persiflieren coole Matrix-Kicks oder zünftige Bud-Spencer-Backpfeifen.
Nur ganz selten wird es einen Zacken fordernder – böse Knusperhexen etwa haben die blöde Angewohnheit, sich mit einem Magieschild gegen Faustschläge zu schützen. Dann müssen wir wie zufällig herumliegende Fässer oder Fußbälle auf die Krummnasen schleudern.
Wechselspiel
Die langweiligen Bosskämpfe gegen Brocken wie diesen erfordern lediglich stumpfes Tastenhämmern.
Apropos knuffig aussehen: Shreks Odyssee durchs Märchenklischee kann sich sehen lassen. In den ersten Levels trübt manch dekorationsloser Schauplatz den Gesamteindruck, dafür wird’s später bunt und detailverliebt. Comic-hafte Animationen sind Ehrensache.
Eher Nebensache sind die Spezialfähigkeiten der unterschiedlichen spielbaren Recken. Der gestiefelte Kater ist etwa flinker als die anderen und beherrscht den berühmt-berüchtigten Doppelsprung. Dornröschen wiederum zwingt ihren Gegnern ganz wie Obi-Wan Kenobi per Schlafzimmerblick ihren Willen auf. Klingt ausgebufft, ist aber total belanglos. Da Sie nicht frei zwischen den Charakteren wählen können, haben Sie ganz automatisch für jeden Abschnitt die passende Fähigkeit an Bord.
