Digital Devil Saga

Test

In einer verwahrlosten Welt wie Junkyard ist es kein Wunder, dass jeder vom Paradies träumt. Doch bevor sich die Pforten der Glückseligkeit öffnen, müsst ihr den Weg dorthin mit den Leichen verfeindeter Klans pflastern.

Spezialisierte D ämonenkrieger

Eure Party besteht aus drei Personen. Während ihr durch Ober- und Unterwelt der feindlichen Bezirke wandert, werdet ihr in unzählige Zufallskämpfe verwickelt. Eigentlich ist es schon ein Zufall, wenn ihr mal zehn Meter laufen könnt, ohne dabei in eine Auseinandersetzung zu geraten. Wie dem auch sei, kommt es zum Kampf, erscheint ihr als Dämon auf der Bildfläche. Das passiert nur dann nicht, wenn ihr in einen Hinterhalt geratet: Werdet ihr überrumpelt, müsst ihr zu Beginn als Mensch kämpfen und anschließend selbst entscheiden, ob ihr die Form wechseln wollt. Als stinknormaler Erdenbewohner könnt ihr jedoch nur von euren mitgeführten Items Gebrauch machen oder eure Waffe abfeuern. Das klingt nicht nur langweilig, das ist es auch -- es sei denn, ihr kennt oder entdeckt Kombo-Attacken. Dabei führen ein Mensch und ein Dämon gemeinsam einen gewaltigen Angriff aus. Einmal angewendete Kombo-Angriffe werden unter einem bestimmten Menüpunkt gespeichert und können jederzeit eingesehen werden. Am meisten Spaß machen die Fights in Monstergestalt. Dann beherrscht ihr nämlich ganz verschiedene Elementarzauber und Angriffe. Jeder Gegner ist für ein anderes Element anfällig. Deshalb solltet ihr nicht blindlings mit jeder Figur jede mögliche Fähigkeit erwerben.

Zäher Einstieg

Am Anfang werdet ihr mit dem Aufwerten eurer Dämonen noch etwas überfordert sein. Wenn ihr aber erst mal durchblickt, schmeckt euch das Abenteuer gleich noch viel besser. Für das Bezwingen von Gegnern erhaltet ihr zweierlei Erfahrungspunkte: Karma- und Atma-Punkte. Erreicht ihr die nächsthöhere Karma-Stufe, könnt ihr drei Punkte auf Attribute wie Stärke, Vitalität oder Magie verteilen. Bei den Atma-Punkten verhält es sich etwas anders. Jeder Dämon hat Zugriff auf ein riesiges Raster, das mit unterschiedlichen Elementarfähigkeiten gespickt ist. Dieses Gitter lässt sich am besten mit jenem von "Final Fantasy X" vergleichen, nur ist es einfacher zu verstehen. Auf diesem Gitter könnt ihr -- das nötige Kleingeld vorausgesetzt -- Punkt für Punkt neue Zauberzweige erwerben. Habt ihr euch für einen Zweig entschieden, wird das jeweilige Feld aktiviert. Die darauf befindlichen Attacken könnt ihr aber noch nicht ausführen. Das geht erst, wenn ihr dieses Feld mit Atma-Punkten aufgelevelt habt. Ist dies geschehen, könnt ihr eurem Charakter die neu erlernten Zauber zuweisen und den nächsten Zweig erlernen.

Das Aufleveln der Atma-Punkte geht jedoch nur schleppend voran. Damit sich das ändert, müsst ihr während der Kämpfe Feinde verschlingen, um Extra-Atma-Punkte zu erhalten. Und wie sollte es auch anders sein? Dafür sind natürlich wieder spezielle Hunter-Skills vonnöten.

Wertung zu Shin Megami Tensei: Digital Devil Saga (PS2)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
fesselnde Storygutes Cyberpunk-Ambienteabgefahrenes Dämonen-Feature
altbackener Grafikstilzähes FähigkeitensystemFortsetzung folgt
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