Shadow of the Tomb Raider in der E3-Vorschau: Werde eins mit dem Dschungel

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Shadow of the Tomb Raider in der E3-Vorschau: Werde eins mit dem Dschungel
Quelle: Square Enix

Auf der E3 2018 haben uns die Entwickler von Eidos Montreal und Publisher Square Enix neues Material aus Shadow of the Tomb Raider vorgestellt. Unsere Eindrücke dazu hier in unserer Messe-Vorschau. So zeigten uns die Macher den unglaublich großen und belebten Hub der Maya-Stadt Paititi. Außerdem konnten wir die neuen Stealth-Mechaniken im Dschungel selbst ausprobieren.

Zu den großen Hightlights der E3 2018 gehört zweifelsohne Shadow of the Tomb Raider (jetzt kaufen / 35,99 € ). Davon konnten wir uns am Stand von Square Enix überzeugen, wo die Wand mit den Messe-Auszeichnungen bereits einen beträchtlichen Umfang angenommen hatte, als wir zum Anspieltermin dort eintrafen. Nach unseren ersten Hands-on-Eindrücken zur Ankündigung im März, konnten wir auf der Messe nun einen neuen Bereich spielen, in dem wir einen Eindruck vom Dschungelkampf bekommen haben.

Zunächst führten uns Lead Level Designer Arne Öhme und Narrative Director Jason Dozois aber durch eine Präsentation von Paititi. Dabei handelt es sich um ein gewaltiges Hub-Gebiet innerhalb der Spielwelt von Shadow of the Tomb Raider. Eigentlich suchte Lara nach einer in Ruinen liegenden Stadt der Maya und fand stattdessen aber das abgelegene Paititi, das seit Jahrhunderten abgeschirmt von der Außenwelt belebt wird.

Inzwischen ist dieses idyllische Überbleibsel uralter Mayakultur aber unter die Kontrolle eins brutalen Kultes geraten. Da die Kultisten nach dem gleichen Artefakt suchen wie Lara, verbündet sich die junge Archäologin mit örtlichen Rebellen, die gegen den Einfluss des Kults kämpfen. Diese beschaffen Lara unter anderem ein typisches Outfit, mit dem sie sich ohne größer aufzufallen in Paititi bewegen kann. Die Siedlung ist nämlich kein Kampfgebiet, sondern dient in erster Linie als sozialer Anlaufpunkt für Händler, Questgeber und uralte Geheimnisse. Erkundung steht hier also klar im Vordergrund.

Maya-City

Paititi besteht aus verschiedenen Bezirken, in denen die Einheimischen ihren unterschiedlichen Beschäftigungen nachgehen. Fischer, Tuchmacher, Händler und viele mehr lassen sich bei ihrer Arbeit beobachten. Der Aufenthalt in der Maya-Siedlung soll zu den eher ruhigeren und fröhlicheren Momenten des Spiels gehören, das ansonsten eher düster ausfällt. So findet Lara hier auch kleinere Nebenbeschäftigungen wie die Suche nach den Würfeln eines kleinen Jungen.

Shadow of the Tomb Raider in der E3-Vorschau. (3) Quelle: Square Enix Shadow of the Tomb Raider in der E3-Vorschau. (3) Auf dem Marktplatz angekommen zeigen uns die Entwickler, wie Lara nun auch am regen Handel teilhaben kann, in dem sie Gegenstände kauft und verkauft. Dazu steht die Währung "Goldstücke" zur Verfügung. Zu den spannenden Dingen, die sich die Heldin bei örtlichen Händlern kaufen kann, gehören verschiedenste Outfits. Darunter uralte Rüstungen, die Lara kaufen und wiederherrichten kann. Jedes dieser Outfits hat außerdem eine eigene Hintergrundgeschichte und ist nicht einfach nur ein anderer Skin.

Wie im Vorgänger kann Lara verschiedene Sprachen und Dialekte lernen. Mit diesem Wissen kann sie uralte Texte entziffern, die auf Monolithen geschrieben sind. Dadurch werden Hinweise zu möglichen Interessanten Orten auf der Karte eingetragen. Die Archäologin ist in der Präsentation jedoch nicht zum Vergnügen nach Paititi gekommen, sondern weil sie Gerüchte über ein Herausforderungsgrab in der Umgebung der Siedlung verfolgt. Shadow of the Tomb Raider in der E3-Vorschau. (6) Quelle: Square Enix Shadow of the Tomb Raider in der E3-Vorschau. (6)

Hinab in die Finsternis

Dazu begibt sich Lara in den Wildnis-Teil des Hubs, abseits der geschäftigen Straßen der Maya-Stadt. Hier können unter anderem Tiere gejagt und diverse Geheimnisse entdeckt werden. In diesem Gebiet wird auch deutlich, dass dieser Bereich des Spiels nicht nur in seiner Weitläufigkeit enorme Ausmaße annimmt. Zusätzlich gibt es sehr viel Vertikalität zu beachten. Genaues Umschauen nach möglichen Kletterpunkten lohnt sich also. In diesem Zusammenhang erklärt uns Designer Jason Dozois außerdem ein interessantes Detail über die Steuerung des Schwierigkeitsgrades in Shadow of the Tomb Raider.

Shadow of the Tomb Raider in der E3-Vorschau. (7) Quelle: Square Enix Shadow of the Tomb Raider in der E3-Vorschau. (7) Das Spiel verfügt nämlich über drei individuell anpassbare Regler für die Schwierigkeit bei Kämpfen, Erkunden und Rätseln. Wird die Erkundungs-Schwierigkeit auf Hoch gestellt, verschwinden im Spiel zum Beispiel die weißen Hinweis-Markierungen für Stellen an denen Lara klettern kann. Außerdem lassen sich mündliche Hinweise von Lara darauf, was als nächstes zu tun ist, auf diese Weise abschalten. Ein coole Idee, mit der jeder das Spiel an die eigenen Vorlieben anpassen kann. Wer seine Herausforderung in den Kämpfen sucht, aber nicht von Rätseln aufgehalten werden will, stellt entsprechend die Kampfschwierigkeit auf hoch und den Rest niedriger - oder eben umgekehrt.

Das gesuchte Grab erreicht Lara schließlich durch einen unter Wasser liegenden Eingang. Wie bereits in unserer letzten Vorschau beschrieben, spielt Erkundung unter Wasser eine deutlich größere Rolle. Die Entwickler kommen damit einem häufig geäußerten Fan-Wunsch nach. Im Inneren des Grabs wird direkt die neue Design-Philosophie für die Tombs deutlich, bei der es vor allem darum geht in düstere, längst vergessene Orte hinab zu steigen. Dazu helfen Lara auch ihre neuen Bewegungsmöglichkeiten wie das Abseilen von einer ihre Kletteräxte.

Dreck im Gesicht

Welche Gefahren unsere Heldin in diesem dunklen Loch erwarten, wollten uns die Entwickler dann aber noch nicht verraten. Stattdessen wechselten sie zu einem Spielstand, der deutlich weiter im Spiel fortgeschritten ist. In einer Dschungelszene wurden die neuen Stealth-Mechaniken und das Kampfsystem unter dem Motto "Werde zum Dschungel" vorgestellt. Diesen Abschnitt des Spiels konnten wir dann auch selbst spielen.

Shadow of the Tomb Raider in der E3-Vorschau. (8) Quelle: Square Enix Shadow of the Tomb Raider in der E3-Vorschau. (8) Lara findet sich tief im Dschungel wieder und ist nur mit ihrem Bogen und Messer bewaffnet. Ein offenes Feuergefecht ist daher keine Option. Stattdessen schwingen wir uns direkt auf den ersten Baum und hocken uns auf einen Ast dicht an den Stamm. Von hier aus haben wir eine erste Feindgruppe unter uns sehr gut im Blick. Bei dieser kommt direkt eine der neuen Mechaniken zum Einsatz: Lara kann ihre Pfeile jetzt nämlich mit einem Gift versetzen, der getroffene Gegner vor Angst durchdrehen lässt. Dadurch greifen die Betroffenen alles an, was sich bewegt, auch ihre eigenen Verbündeten, sie schließlich nach einiger Zeit selbst sterben.

Als nächstes nutzen wir mit Lara eine nahgelegen Schlammpfütze, um uns Gesicht und Arme damit einzureiben. Dadurch sind wir in der Dunkelheit und vor dem Hintergrund des Waldes kaum noch auszumachen. Damit diese Tarnung auch seine volle Wirkung entfaltet, schalten wir außerdem die Flutlichtstrahler aus, die unserer Gegner aufgestellt haben. In hüfthoher Vegetation oder wenn sich Lara an eine überwucherte Wand stellt, ist sie nun quasi unsichtbar. Das nutzen wir aus, um weitere Feinde unbemerkt aus zu schalten.

Zurück in die Schatten

Sollte doch einmal etwas schief gehen und wir von Feind entdeckt werden, heißt es Ruhe zu bewahren und einen geordneten Rückzug anzutreten. Denn erstmals in der Reihe ist es möglich nach Ausbruch eines Kampfes wieder in den Schleich-Modus zurück zu kehren. Ähnlich wie in The Last of Us müssen wir dazu zunächst aus dem Sichtfeld des Gegners verschwinden und uns dann in einer der vielen Versteckmöglichkeiten untertauchen. Die Feinde suchen zwar nach Lara, aber so lange sie gut getarnt ist, haben wir die Möglichkeit, das lautlose Ausschalten unserer Widersacher fortzusetzen.

Die zahlreichen Möglichkeiten, die Lara jetzt zur Verfügung stehen, machen schon in diesem kurzen Abschnitt sehr viel Spaß und laden dazu ein, verschiedene Herangehensweisen auszuprobieren. Fast wichtiger war jedoch die Vorstellung der Erkundung zu Beginn unseres Messetermins. Mit Lara Reste alter Zivilisationen und gewaltige Gräber zu erkunden, ist schließlich das, was die Reihe auszeichnen sollte. Hier finden die Entwickler hoffentlich die richtige Balance. Optisch macht Shadow of the Tomb Raider ohnehin schon einen atemberaubenden Eindruck. Die Veröffentlichung am 14. September für PC, PS4 und Xbox One kann gar nicht bald genug kommen.

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