Shadow of the Tomb Raider in der Vorschau: Laras neues Abenteuer angespielt

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Shadow of the Tomb Raider in der Vorschau: Laras neues Abenteuer angespielt
Quelle: Square Enix

In unserer Vorschau zu Shadow of the Tomb Raider berichten wir von unseren Eindrücken einer rund 45 minütigen Demo, die wir kurz nach der Ankündigung des Spiels schon anspielen konnten. Dabei haben wie Lara auf ihren ersten Schritten in ihr drittes Abenteuer seit dem Reboot begleitet. Weitere Einzelheiten lest ihr neben diesem Artikel auch in der Play4 06/18.

Gerade erst wurde Shadow of the Tomb Raider (jetzt kaufen / 35,99 € ) von Publisher Square Enix und den Entwicklern von Eidos Montreal angekündigt, da konnten wir das neueste Abenteuer von Lara Croft auch schon selbst spielen. Der folgende Anspielbericht ist Teil unserer großen Titelstory in der Play4 06/18, die ab dem 2. Mai 2018 im Handel erhältlich ist. Dort findet ihr auf zehn Seiten eine ausführliche Vorschau mit weiteren Details und Eindrücken sowie diversen Interviews mit den Entwicklern von Shadow of the Tomb Raider.


Unsere Anspiel-Demo beginnt in einer kleinen mexikanischen Ortschaft. Wir sehen Lara, die an einem Tisch sitzt und über verschiedenen Dokumenten mit möglichen Hinweisen auf ein altes Maya-Artefakt grübelt. Ihr langjähriger Begleiter Jonah kommt dazu und berichtet ihr von einer Ausgrabung sowie einem mexikanischen Anführer von Trinity, der sich in der Stadt aufhalten soll. Nachdem der kräftig gebaute Maori Jonah bereits in beiden Vorgängern mit von der Partie war, soll seine Rolle diesmal deutlich wichtiger und besser ausgearbeitet werden. So soll der Spieler auch zu ihm eine emotionale Bindung aufbauen, während er als moralischer Kompass für Lara dient.

Menschenmenge: Im Vorgänger war Lara häufig allein in der Wildnis unterwegs. Diesmal geht es auch in stark bevölkerte Gebiete wie dieses mexikanische Dorf. Quelle: Square Enix Menschenmenge: Im Vorgänger war Lara häufig allein in der Wildnis unterwegs. Diesmal geht es auch in stark bevölkerte Gebiete wie dieses mexikanische Dorf. Nach der Einführungssequenz können wir endlich selbst steuern. Lara will ihren örtlichen Gegenspieler beschatten, um mehr Informationen zu erhalten. Wie gut, dass gerade das mexikanische Fest Dia de Muertos, der Tag der Toten, stattfindet. So kann sich unsere Heldin mit einer der typischen Totenmasken tarnen und unauffällig unter das zahlreich vorhandene Volk mischen. Wir sprechen mit den Einheimischen und probieren traditionelle Köstlichkeiten auf dem Markt, während wir unbemerkt unser Ziel belauschen. Die ganze Szenerie wirkt voller Leben. Ein ziemlicher Kontrast zum Vorgänger, wo wir kaum auf größere Gruppen friedlicher NPCs treffen.

Schließlich folgen wir dem Trinity-Anführer durch verschiedene Gassen und schlagen dabei einen Seitenweg ein, um nicht entdeckt zu werden. Dabei bekommen wir einige schicke neue Animationen zu sehen, wie Lara sich an Wände schmiegt und versucht, sich ungewollten Blicken zu entziehen. Kurze Zeit später verschwindet unser Ziel in einer abgeriegelten Ausgrabungsstätte. Während Jonah die Wachen ablenkt, nutzt Lara die Gelegenheit, über eine Lücke in einer Mauer auf das Gelände vorzudringen. Während der Cutscene packt unsere Heldin ihre Ausrüstung aus. So stehen uns nun auch Bogen und Pistole zur Verfügung. Zunächst ist es aber besser, keine Aufmerksamkeit zu erregen.

Assassin's Croft

Wir beginnen, vorsichtig die Ruinen zu erkunden. Dabei machen wir direkt Bekanntschaft mit einer Neuerung des Stealth-Systems. Lara kann sich jetzt nämlich nicht nur in hohem Gras vor Gegnern verstecken, sondern nutzt jetzt auch mit Efeu bewachsene Wände. Die Abenteuerin verschmilzt förmlich mit der Umgebung. Das sieht nicht nur sehr schick aus, sondern ist auch effektiv, um feindlichen Patrouillen aus dem Weg zu gehen oder sich unbemerkt an einen Gegner anzupirschen. In dieser ersten Begegnung mit Trinity bekommen wir es aber noch nicht mit allzu vielen menschlichen Hindernissen zu tun.

Zwei Feinde schalten wir lautlos aus und haben dazwischen noch die Gelegenheit, die wundervolle Lichtstimmung zu genießen, die die Foundation-Engine hier zaubert. Es ist Nacht und der Mond scheint hell durch die Ruinen und Blätter nahe gelegener Bäume. Das sieht noch einmal stimmungsvoller aus als im ohnehin schon sehr hübschen Vorgänger. Wir entdecken einen weiteren Feind, der gerade im Begriff ist, einen Zivilisten zu erschießen. Die Szene ist allerdings gescriptet und dient als kleines Tutorial für den Bogen. Wir sollen den Burschen mit einem gezielten Schuss aus unserem Versteck heraus ausschalten. Gesagt, getan. Es folgt ein kurzes Gespräch mit dem Geretteten, der sich als einer der Ausgrabungsleiter herausstellt. Er berichtet von einem kürzlich entdeckten Grab an einer Klippe unterhalb der Ruinen, in denen wir uns gerade befinden. Natürlich will Lara vor ihrem Gegenspieler dort ankommen. Das heißt für uns klettern und waghalsige Sprünge entlang von abgrundtiefen Felsvorsprüngen, um zum versteckten Eingang zu gelangen. Abhängen: Zu den neuen Fähigkeiten im Bewegungsrepertoire von Lara gehört das Abseilen von hohen Felswänden. Quelle: Square Enix Abhängen: Zu den neuen Fähigkeiten im Bewegungsrepertoire von Lara gehört das Abseilen von hohen Felswänden.

Tomb Raider

Im Inneren werden wir dann auch unmittelbar mit dem beklemmenden Gefühl konfrontiert, das die Entwickler in diesen Situationen nun verstärkt erzeugen wollen. Bis auf den Schein des Vollmondes, der durch einige Öffnungen dringt, ist es ziemlich düster. Der weitere Weg tiefer in die Anlage ist überflutet und wir bekommen einen ersten Vorgeschmack auf die neuen Unterwasserabschnitte von Shadow of the Tomb Raider. Wir tauchen in eine Senke auf der Suche nach einem Weg und finden zunächst nur einigen Loot. Schließlich entdecken wir einen schmalen Spalt. Das Spiel verzichtet auf eine Sauerstoff-Anzeige, also gehen wir lieber auf Nummer sicher und lassen Lara noch einmal Luft holen. Sich unter Wasser durch eine enge Öffnung zu zwängen, ohne zu wissen, ob wir dahinter überhaupt auftauchen können, ist an sich schon beängstigend genug.

Luft anhalten: Für ihr neuestes Abenteuer braucht Lara gute Lungen. Häufig findet sie sich auch unter Wasser in brenzligen Situationen wieder. Quelle: Square Enix Luft anhalten: Für ihr neuestes Abenteuer braucht Lara gute Lungen. Häufig findet sie sich auch unter Wasser in brenzligen Situationen wieder. Wie sich herausstellt, war unsere Vorsicht nicht unangebracht. Der schmale Gang, durch den sich Lara quetscht, scheint kein Ende zu nehmen. Wir kommen an ein kleines Atemloch, das gerade genug Raum bietet, dass unsere Heldin ihren Mund aus dem Wasser strecken kann, um einen neuen kräftigen Atemzug zu nehmen. Wir tasten uns weiter durch den klaustrophobischen Unterwassertunnel, bis sich die Umgebung schließlich endlich wieder verbreitert. Hier hat Lara noch eine kurze, unschöne Begegnung mit einer Muräne, bevor sie schließlich wieder auftaucht und an Land klettern kann. Der Abschnitt war insgesamt nicht sonderlich groß. Aber da wir uns am Anfang des Spiels befinden, sollte er sicherlich nur als erster Vorgeschmack dienen. Das große Potenzial von gut und beklemmend gestalteten Unterwasser-Bereichen wurde aber bereits deutlich.

Nach dieser Erfahrung befinden wir uns schließlich im eigentlichen Grab, einer unterirdischen Maya-Pyramide. Hier sind wieder Laras Kletterkünste gefragt. Hinzu kommen eine paar leichte Rätselelemente, die in diesem Auftakt-Tomb jedoch noch nicht sonderlich ausschweifend ausfallen. Auf der Spitze angekommen, steht die junge Abenteuerin vor einem Altar mit einem ominös drapierten Dolch. Über Funk warnt Jonah sie davor, das Artefakt an sich zu nehmen, ohne mehr darüber zu wissen. Wir sehen eine Lara, die mit sich kämpft. Sie muss eine Entscheidung treffen. Den Dolch an sich nehmen und großes Unheil riskieren oder ihn Trinity überlassen. Sie schnappt sich das Artefakt und begeht damit einen folgenschweren Fehler. Badass: Explosionen und ein beherzter Messerangriff von oben. Für die inzwischen gestählte Lara alles kein Problem mehr. Quelle: Square Enix Badass: Explosionen und ein beherzter Messerangriff von oben. Für die inzwischen gestählte Lara alles kein Problem mehr.

Weltuntergangsstimmung

Zunächst müssen wir aber erst einmal aus dem einstürzenden Grab fliehen. Draußen angekommen erwarten uns auch bereits die Schergen von Trinity. Zwar nähern wir uns ihnen zunächst im Stealth-Modus, aber schon bald bricht ein gescriptetes Feuergefecht los. Schließlich hat Lara die erste Begegnung mit ihrem charismatischen Gegenspieler. Dieser konfrontiert unsere Heldin mit einer bitteren Wahrheit. Durch die Entfernung des Dolches aus dem Grab hat Lara eine alte Maya-Prophezeiung und damit verbunden den Untergang der Welt in Bewegung gesetzt.

Festhalten: Mitten in einem Tsunami muss Lara ums Überleben kämpfen. Dabei werden auch Erinnerungen an die berüchtigten Flussabschnitte im ersten Teil wach. Quelle: Square Enix Festhalten: Mitten in einem Tsunami muss Lara ums Überleben kämpfen. Dabei werden auch Erinnerungen an die berüchtigten Flussabschnitte im ersten Teil wach. Viel Zeit, darüber nachzudenken, bleibt ihr zunächst jedoch nicht. Denn die Kräfte der Natur schlagen erbarmungslos in Form eines mächtigen Tsunamis zu. Die nächsten Minuten verbringen wir damit, krampfhaft am Leben zu bleiben, während um uns he­rum die Welt buchstäblich unterzugehen scheint. Schließlich rettet sich Lara auf ein Dach, wo sich auch Jonah befindet, der gerade dabei ist, Einheimischen zu helfen. Es kommt zu einem heftigen Streit zwischen beiden. Lara zerbricht förmlich unter der Schuld, für all diese Zerstörung verantwortlich zu sein. Sie will sofort aufbrechen, um den Untergang der Welt zu verhindern, doch Jonah sieht ihre Verantwortung zunächst vor Ort, wo sie den Menschen helfen sollten.

Damit endet die Anspieldemo nach rund 45 Minuten Spielzeit leider bereits. In dieser Zeit wurde uns aber bereits allerhand geboten. Ruhige Abschnitte, lautlose Kämpfe sowie ein richtiges Feuergefecht, ein Grab und eine mehr als spannende Einführung in die Geschichte des Spiels. Die sanfte Evolution einzelner Spielelemente war in Ansätzen bereits zu erkennen. Das Potenzial, den guten Vorgänger zu übertreffen, ist da. Dazu sollte die Story aber ihre Spannung auch in den offeneren Spielbereichen aufrechterhalten.

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