Was passiert, wenn ein kleines Indie-Studio F.E.A.R., DOOM und Half-Life in einem Spiel vereinen will? Die Antwort heißt Selaco. Der 2,5D-Ego-Shooter strotzt nur vor Explosionen, Partikeleffekten und wütender Gegnerhorden.
Abseits der Kämpfe passiert in Selaco nur wenig. Wenn wir einen neuen Abschnitt betreten, kommen wir an verschiedenen Türen vorbei, für die wir erst die richtigen Schlüssel brauchen. Auf dem Weg müssen wir manchmal kleine Schieberätsel lösen oder dem ausgeknipsten Generator seine Batterie zurückbringen. In jedem Level verstecken sich außerdem nützliche Gegenstände, für die sich das Suchen durchaus lohnen kann.
Alte Engine, moderner Look
Anfangs sehen sich die Räume alle noch sehr ähnlich, weswegen wir uns beim Erkunden mehrfach verlaufen haben. Die Karte sorgt da zum Glück für Abhilfe. Haben wir die Map geöffnet, können wir uns nämlich weiterbewegen und behalten immer den Überblick. Die Spielwelt von Selaco ist bis auf kleine Ausnahmen stimmungsvoll gestaltet.
Gerade in den Gefechten macht der Neon-Sci-Fi-Look aus der GZDoom-Engine einiges her. Nicht nur die Gegner-Sprites, sondern auch die Umgebung wird bei Beschuss regelrecht zerfetzt. Zusammen mit dem Nebel und den Partikeln bietet jeder Kampf im Spiel ein schickes Effekt-Feuerwerk. Wer sich daran stört, kann die einzelnen Effekte aber auch abschalten und behält dadurch mehr Übersicht und Performance.
Mit der Technik hatten wir im Test keine großen Probleme, allerdings ist das Spiel in zwei Kämpfen ohne Fehlermeldung abgestürzt und wir mussten den letzten Speicherstand neu laden. Wenn der letzte Spielstand etwas länger zurückliegt, ist das ziemlich ärgerlich. Leider setzt Selaco nicht immer Speicherpunkte nach den Kämpfen, die müssen wir uns selbst per Schnellspeicher-Funktion anlegen.
Das Spiel lässt sich neben Maus und Tastatur auch mit Gamepad steuern. Bei unserem Test hat jedoch nur der Xbox-Controller funktioniert. Den DualSense der Playstation 5 haben wir nicht zum Laufen gebracht.
Quelle: Altered Orbit Studios
Trotz kleiner Probleme lohnt sich der Blick auf Selaco definitiv für Genre-Fans. Das Setting erinnert sehr an F.E.A.R. und viele Mechaniken kennen wir aus DOOM. Eingefleischte Boomer-Shooter-Fans finden mit den Schwierigkeitseinstellungen eine neue Herausforderung und Neulinge können sich in den einfachen Modi langsam herantasten.
Das Spiel startet ab dem 31. Mai mit dem ersten spielbaren Kapitel in den Early Access und bietet für den ersten Playthrough etwa neun bis zwölf Stunden Spielzeit. Bis 2026 will Altered Orbit Studios das Spiel zusammen mit neuen Spielmodi und dem zweiten Kapitel final veröffentlichen. Nach dem endgültigen Release wollen die Entwickler das dritte Kapitel als kostenlose Erweiterung für alle Spieler bereitstellen. Aktuell gibt es das Spiel nur auf Steam, eine Konsolenversion ist derzeit nicht geplant. Nach dem Early Access wollen die Entwickler das Spiel aber zumindest zusätzlich noch auf GOG.com anbieten.
