Selaco: Dieser Shooter fordert euch wie in alten DOOM-Zeiten

Special Christian Neumann Michael Grünwald
Selaco: Dieser Shooter fordert euch wie in alten DOOM-Zeiten
Quelle: Altered Orbit Studios

Was passiert, wenn ein kleines Indie-Studio F.E.A.R., DOOM und Half-Life in einem Spiel vereinen will? Die Antwort heißt Selaco. Der 2,5D-Ego-Shooter strotzt nur vor Explosionen, Partikeleffekten und wütender Gegnerhorden.

Die flotte Sci-Fi -Ballerei von Altered Orbit Studios startet ohne viel Story -Schnickschnack. Wir spielen die Protagonistin Dawn, einen frisch gebackenen Security Captain auf der Weltraumstation Selaco. Dort werden die Überlebenden nach dem Untergang der Erde beherbergt.

Dawn ist gerade dabei, eine Verschwörung aufzudecken, als sie und die gesamte Station von einer Armee pinkblütiger Alien -Soldaten angegriffen werden. Wer mehr oder überhaupt etwas über die Geschichte erfahren möchte, kann die Kodexeinträge im Menü lesen. Wir haben uns aber natürlich auch auf den Hauptpart des Spiels konzentriert: Das Geballer!

Geladen und entsichert

Das Gunplay macht in Selaco ziemlich viel Laune. Mit verschiedenen Waffen mähen wir in flotter DOOM-Manier durch die Gegnerhorden. Anfangs verzeihen die uns noch den ein oder anderen Fehler, mit der Zeit müssen wir aber die richtige Balance zwischen Schusswechseln aus der Deckung und aggressiven Handgemengen mit Nahkampfangriffen und Dashes finden. Außerdem hilft die gute, alte Schrotflinte in brenzligen Situationen.

Neben den Knarren erleichtern uns verschiedene Granaten und Tretminen die hitzigen Gefechte. Je mehr wir im Spiel voranschreiten, desto weiter wächst die Invasionsstufe der gegnerischen Soldaten. Mit jedem neuen Level warten neue Überraschungen wie stationäre Geschütze oder bockschwere Elitesoldaten auf uns. Da helfen die verschiedenen Waffenerweiterungen, die wir mit der Zeit freischalten.

Die Gegner-KI in Selaco agiert sehr schlau und fordert uns eine Menge ab. Verschanzen wir uns, werden wir von verschiedenen Seiten flankiert oder von hinten überrascht. Anfangs sind die Gebiete noch recht schlauchig. Später können die Kämpfe aber schnell unübersichtlich werden. Dann müssen wir uns die Umgebung zunutze machen.

In hitzigen Gefechten punktet die Optik von Selaco besonders. Quelle: Altered Orbit Studios Sobald wir die Gegner durch die Fenster beschießen, treffen sie uns schließlich auch. Also sollten wir beispielsweise Deckung hinter den heruntergelassenen Rollläden suchen. Schalten wir das Licht ab, erkennt uns der Feind nicht so früh - wir ihn allerdings auch nicht. Gerade auf höheren Schwierigkeitsgraden enden Kämpfe aufgrund der starken Gegner und den vielen Möglichkeiten leider oft in Trial-and-Error.

Mut zum Frust

Das wäre an sich kein Problem, allerdings lässt sich die Schwierigkeit im Playthrough nicht mehr umstellen. Wir haben das Spiel auf der dritten Stufe Lieutenant gespielt und hatten anfangs keine Probleme. Nach einigen Spielstunden fordern uns die Kämpfe aber plötzlich viel mehr ab als vorher. Und dann sterben wir - und zwar oft.

Dass die gute Dawn nicht wirklich viel aushält, macht das Ganze nicht besser. So mancher Gegner braucht nur zwei Treffer, um uns zu killen und wir dürfen den Kampf wieder von vorn beginnen.

Der Nebel sorgt für Stimmung in Selaco. Quelle: Altered Orbit Studios Wer mit Trial-and-Error kein Problem hat und sich gerne mehrmals auf verschiedenen Wegen durch das gleiche Gefecht schlägt, ist mit den fortgeschrittenen Schwierigkeitsgraden Lieutenant und Captain aber gut beraten. Dem Rest raten wir, den ersten Durchgang auf einer einfacheren Stufe zu spielen. Für forderndes Gameplay und Wiederspielwert sorgen die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten. So lässt sich auf Wunsch die Lebensregenerierung abschalten, die Verteilung von Medipacks reduzieren oder Waffen müssen neu gefunden werden.

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