Scorn in der Hands-on-Vorschau - Seite 2
Special 9,49 €
Etwas Rätseln, etwas Kämpfen, ganz viel Horror: Mit diesem Mix will Scorn zum Release am 21. Oktober überzeugen. Wir haben für eine Vorschau reingespielt.
Das Ergebnis ist eine seltsam vertraute und gleichzeitig fremde Spielwelt. Einige Gegenstände erkennt man direkt wieder: Klar, das ist ein Aufzug und das hier ist irgendeine Art von Kreissäge. Aber was hat es mit den ganzen obskuren Maschinen auf sich? Warum sind sie hier? Und welchen Zweck haben sie? Scorn ist ein undurchdringliches Rätsel, ein surrealer Albtraum aus Fleisch und Fasern - so als wäre die gesamte Welt um euch lebendig, eine Entität für sich. Überall pulsieren irgendwelche Adern vor sich hin. Schleim tropft von der Decke. Hautfetzen flattern durch die Gegend. Und auch die Hauptfigur, die aussieht, als sei sie gerade aus einer "Körperwelten"-Ausstellung ausgebrochen, ruft im Spieler ein unbestimmtes Gefühl von Unwohlsein vor.
Gleichzeitig schafft das Spiel aber auch eine erstklassige Atmosphäre, eine Art kosmischen Grusel. Es gibt - zumindest im gespielten Prolog - keine gescripteten Jumpscares, keine adrenalingeladenen Verfolgungssequenzen, in denen ihr vor irgendeinem unmenschlichen Grauen davonlaufen müsstet. Die dauernde Gänsehaut entsteht alleine durch die unheimliche Umgebung. Dadurch, dass man nicht versteht, was abgeht. Und hinter der nächsten Ecke immer direkt das Schlimmste erwartet.
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Quelle: Kepler Interactive
Scorn angespielt: Das First-Person-Horror-Adventure in der Vorschau. (7)
Ein Gefühl der Hilflosigkeit
Dabei hilft nicht nur die Optik, die zusätzlich noch in einen undurchdringlichen Nebel getaucht ist. Auch die Soundkulisse ist enorm gelungen: Scorn arbeitet eher mit spärlicher Musik. Meist habt ihr nicht mehr als ein beunruhigendes, bedrohendes Grollen im Hintergrund.
Das ist aber gepaart mit jeder Menge Effekten: dem Knarzen antiker Apparaturen, dem Wind, der heulend durch die Gänge weht, oder dem Schmatzen fleischiger Gegenstände. Dieser Mix lässt euch die Nackenhaare zu Berge stehen.
Auch das Gefühl von Hilflosigkeit ist in Scorn ein wichtiger Aspekt. Ihr könntet euch gegen mögliche Gefahren nicht mal wehren! Später gibt es zwar ein paar Waffen, in unserer Demo wurde uns beispielsweise ein lebendiges Gewehr in die Hand gedrückt. Wirklich geballert wird mit den Dingern aber nicht. Scorn ist kein First-Person-Shooter, das haben uns die Entwickler im Rahmen unserer Anspiel-Session noch einmal ziemlich deutlich gemacht.
Quelle: Kepler Interactive
Scorn angespielt: Das First-Person-Horror-Adventure in der Vorschau. (8)
Von Kopfnüssen und Körperflüssigkeiten
Für spielerische Tiefe sorgen stattdessen vereinzelte Rätsel. Zur Erinnerung: Wir stehen in unserem Fall etwa immer noch vor einer verschlossenen Tür. Für die braucht es einen zweiten Öffner, der sich wiederum nur an einem zweiten linken Arm befestigen lässt. Es geht also auf die Suche nach Frischfleisch!
Das holen wir uns aus einer Art Brutnest, in dem mehrere Eier schlummern. Die meisten davon sind allerdings kaputt, sodass wir uns durch ein Schieberätsel erst an die wenigen intakten Exemplare vorarbeiten müssen.
Beim Puzzeln ist ein wenig Logik gefragt. Vielleicht auch ein wenig zu viel. In unserer Demo wurde der Abschnitt daher von den Entwicklern übernommen, um Zeit zu sparen und uns mehr vom Spiel zeigen zu können. Am Ende dauerte das Ganze aber immer noch gute fünf Minuten - nicht unbedingt ein gutes Zeichen.
