Festplatten und SSDs: SSD oder Festplatte? Lebenzeit und Schreib-Geschwindigkeit von SSDs

Special Antonio Funes
Eine der derzeit beliebtesten SSDs: die Samsung 840 EVO
Quelle: PC Games Hardware

Wir erklären die Technik und damit verbundene Vor- und Nachteile von Festplatten und SSDs, außerdem gibt es eine Marktübersicht zu beiden Laufwerk-Typen. Dabei haben wir vor allem die Bedürfnisse von Spielern berücksichtigt.

SSD oder Festplatte kaufen?

Da ausreichend große SSDs mittlerweile selbst als kleine Nebeninvestition gut bezahlbar sind, spricht im Grunde genommen nichts mehr gegen eine SSD in eurem PC - zumindest wenn es um das Laufwerk C: für Windows geht. Da aber SSDs pro Gigabyte doch noch deutlich teurer sind, sollte vor allem in einem Gamer-PC, in dem für 5-6 Spiele schnell 100 Gigabyte Platz nötig sind, trotzdem weiterhin eine Festplatte vorhanden sein. Außer natürlich euch sind auch große SSD den Aufpreis wert. Denn für die Leistung in Spielen reichen moderne Festplatten völlig aus - eine SSD würde lediglich das Laden des Spiels oder eines Levels beziehungsweiser einer Map beschleunigen. Je nach Game ist die Verkürzung der Ladezeit sogar nur sehr gering.

Für den Alltag unter Windows ist jedoch eine SSD eine echte Wohltat, denn hier spielt sie ihren Hauptvorteil aus: die schnelle Zugriffszeit. Insbesondere beim Laden von typischen Tools und Anwendungen werden diese blitzschnell geöffnet, auch das Booten von Windows geht schneller von Statten, da kleine Dinge wie Treiber- und Hilfsdateien sehr schnell verfügbar sind - die MB/s spielen dabei gar keine so große Rolle, da hier keine mehrere Gigabyte am Stück anfallen, sondern nur sehr viele, aber eben sehr kleine Dateien, bei denen die Schreib/Lesearme einer Festplatte in Schwerstarbeit geraten würden. Unser Tipp: nehmt eine SSD mit 120 oder 240 Gigabyte für 60 bis 120 Euro für Windows und alle eure Tools und Anwendungen sowie eure "Eigene Dokumente"-Ordner, dazu eine Festplatte mit mindestens 1000 Gigabyte für Games und auch die Games-Clients (Origin, Steam, Uplay und so weiter).

SSD: Lebenszeit und Schreib-Geschwindigkeit

Team Group Dark L3 Quelle: Teamgroup Team Group Dark L3 Vor einigen Jahren, als SSDs immer günstiger und somit zum Massenprodukt wurden, fielen relativ viele SSDs recht früh aus. Viele Nutzer schrieben dies der begrenzten Lebensdauer der Speicherchips zu. Denn die Speicherchips können nicht unendlich oft neu überschrieben werden, sondern haben eine gewisse Anzahl an Schreibzyklen. Doch der Verdacht war unbegründet: vielmehr waren es damals einfach nur Kinderkrankheiten, die wegen der damals noch recht neuen Technik auftraten. Denn erstens kann der PC von einer SSD immer noch Daten lesen, selbst wenn die Chips ihre Speicherzyklen verbraucht haben - ein Ausfall ist also nicht mit der Begrenzung der Speicherzyklen zu begründen. Zudem haben selbst schlechte SSDs etwa 1000 Zyklen - das bedeutet: wenn ihr eine solche SSD mit 120 Gigabyte Kapazität besitzt und sie wirklich jeden Tag mit 30 Gigabyte an neuen Daten überschreibt, wird sie trotzdem fast 11 Jahre lang noch voll nutzbar sein. Noch ein kurzes Wort zum Schreib-Speed von SSDs: dieser ist im Alltag eher unwichtig, denn nur selten müssen im Windowsalltag größere Datenmengen wirklich so schnell gespeichert werden, als dass einige MB/s, selbst 200 MB/s mehr oder weniger sich bemerkbar machen würden. Es ist ja ohnehin die Zugriffszeit der Hauptvorteil einer SSD.

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  4. Seite 4 Festplatten und SSDs: Marktübersicht Festplatten
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