Festplatten und SSDs: Funktionsweise einer SSD; Vor- und Nachteile von Festplatte und SSD

Special Antonio Funes
Eine der derzeit beliebtesten SSDs: die Samsung 840 EVO
Quelle: PC Games Hardware

Wir erklären die Technik und damit verbundene Vor- und Nachteile von Festplatten und SSDs, außerdem gibt es eine Marktübersicht zu beiden Laufwerk-Typen. Dabei haben wir vor allem die Bedürfnisse von Spielern berücksichtigt.

Das Prinzip einer SSD

Eine SSD funktioniert im Grunde genommen wie ein USB-Stick: die Daten werden auf Chips gespeichert. Es gibt also keine beweglichen mechanischen Teile, die an der Datenübertragung beteiligt sind. Es gibt daher auch keine Verzögerung, um Daten oder Speicherorte zu suchen, da keine Schreib-/Lesearme erst in Position fahren müssen. Diese Art der Zugriffs- oder Reaktionszeit wie bei Festplatten fällt also weg. Es ist lediglich eine minimale Verzögerung vorhanden, die durch das Verwalten der Daten auf den Chips zustande kommt. Man kann aber trotzdem von einer Zugriffszeit sprechen, die bei null liegt. Zudem ist aber auch die Datenübertragungsrate (MB/s) bei SSDs merkbar höher als bei Festplatten und schwankt auch in einem geringeren Maße, siehe dazu auch das Bild rechts mit einem Geschwindigkeitstest einer SSD, bei dem die Schwankung bei nur 15 Prozent liegt. Die SSDs, die intern für PCs oder Notebooks gedacht sind und um die es später in der Marktübersicht geht, werden in einem Gehäuse im 2,5 Zoll-Format (also wie Notebook-Festplatten) produziert.

Ein Gehäuse ist aber im Gegensatz zu Festplatten aus rein optischen und praktischen Gründen vorhanden, denn die Gehäuseform passt natürlich genau in die 2,5-Zoll-Schächte, die inzwischen die meisten Gehäuse bieten, sowie in Notebooks. Für ältere Gehäuse gibt es günstige Adapter. Für einige Mainboards gibt es auch SSDs im mSata-Format - dies sieht eher aus wie eine kleine Zusatzkarte, die man an die vorgesehene Stelle des Mainboard einschieben kann. Ein PC behandelt eine SSD übrigens wie eine Festplatte. Man kann eine SSD also in einen PC oder ein Notebook einfach anstelle einer Festplatte einbauen, oder auch als Zusatz-Laufwerk. Doch dazu später mehr. Zuerst wollen wir die Vor- und Nachteile von Festplatten und SSDs in einer Tabelle zusammenfassen.

Vor- und Nachteile von Festplatten und SSDs

Der große Vorteil einer SSD vor allem deren Geschwindigkeit. Doch es gibt auch einen großen Nachteil: den Preis. Wir haben typische Eigenschaften beider Produktarten in einer Tabelle für euch als Vergleich aufbereitet, so dass ihr auch die Vor- und Nachteile erkennen könnt. Wir gehen bei Geschwindigkeit, Preis und Kapazität von typischen Standardmodellen aus, die wir auch später in der Marktübersicht nennen werden.

Eigenschaft Festplatte SSD
Maximale Datenübertragung bis c.a. 170 MB/s bis c.a. 550 MB/s
Zugriffs/Reaktionszeit 6 bis 10ms unter 1ms
mögliche Betriebsgeräusche Surren, Brummen lautlos
Robustheit im Betrieb anfällig bei Stößen unanfällig
Robustheit in Ruhe anfällig bei sehr starken Stößen unanfällig
empfohlene Schnittstelle SATA2 oder 3 SATA3
Strombedarf (typisch) 4 bis 8 Watt 2 bis 4 Watt
verfügbare Speicherkapazitäten bis 6000 GB bis 1000 GB
Preis pro 1000 GB ab etwa 30 Euro 380 Euro
Beim Kauf beliebte Größe 1000 GB (45-55 Euro) 120 GB (60-80 Euro)

Zusammenfassend: SSDs sind enorm schnell, lautlos, benötigen auch etwas weniger Strom als Festplatten - aber sie sind pro Gigabyte mehr als 12 Mal teurer im Vergleich zu Festplatten. Was das für eure Kaufentscheidung bedeuten kann, wollen wir auf der nächsten Seite vertiefen.

  1. Seite 1 Festplatten und SSDs: Funktionsweise einer Festplatte
  2. Seite 2 Festplatten und SSDs: Funktionsweise einer SSD; Vor- und Nachteile von Festplatte und SSD
  3. Seite 3 Festplatten und SSDs: SSD oder Festplatte? Lebenzeit und Schreib-Geschwindigkeit von SSDs
  4. Seite 4 Festplatten und SSDs: Marktübersicht Festplatten
  5. Seite 5 Festplatten und SSDs: Marktübersicht SSDs
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