RoadCraft: Der fast perfekte Mix für Snowrunner-Fans und Neueinsteiger

Test Michael Grünwald
RoadCraft: Der fast perfekte Mix für Snowrunner-Fans und Neueinsteiger
Quelle: Saber Interactive | Bildmontage. PC Games

Mit Roadcraft baut Entwicklerstudio Saber das Simulations-Imperium weiter aus. Im Test erfahrt ihr, warum das Team beinahe alles richtig macht.

Es ist nicht alles perfekt

Modding kann auch dafür sorgen, dass die Langzeitmotivation nochmal steigt. Manchmal habe ich nämlich das Gefühl, dass ich jetzt gerne schneller vorankommen möchte. Ich bin aber auch kein Hardcore-Simulations-Fan und deswegen nutzen sich manche Aufträge doch recht zügig ab.

Nachdem Roadcraft deutlich mehr Einsteiger als Mudrunner und Snowrunner anspricht, darf die Frage schon gestellt sein, wie lange Neulinge dabeibleiben und nicht genervt das Handtuch werfen.

Eine Maschine zerkleinert einen Stamm Quelle: Saber Interactive Ich vermisse außerdem ein wenig Leben auf den Karten. Sobald die Infrastruktur wieder eingerichtet ist, könnten doch ein paar NPCs in den Depots rumstehen. Wer sitzt denn ansonsten am Steuer der Konvois? Komplett autonom werden die Dinger nicht durch die Wildnis fahren.

Auch umherhüpfende Tiere gibt's nicht und das ist ebenfalls schade. Die sollen natürlich nicht die Karten überfluten, aber ganz vereinzelt dürfte mir schon mal eins begegnen. Solche Kleinigkeiten würden die Immersion ungemein erhöhen.

Ein paar Abzüge in der B-Note

Die Umgebungen sehen aber auch ohne Tiere wunderschön aus. Wenn Sonnenstrahlen durch die Wolken brechen, glänzt Roadcraft mit einer tollen Optik und Detailreichtum.

Dazu ziehen immer wieder Unwetter übers Land, die für eine bestimmte Zeit die Fahrten nochmal erschweren. Die Sicht verschlechtert sich und die Feldwege sammeln Wasser an und werden dadurch morastig. Die tonnenschweren Fahrzeuge versinken deswegen nochmal deutlich schneller.

Etwas besonderes an sich haben auch die Reifenspuren der dicken Kübel. Leider verschwinden die nach einer gewissen Zeit wieder, nur tiefe Gräben, in denen ich mich hin und wieder festfahre, bleiben bestehen.

Ein Radlader steht in einer zerstörten Siedlung Quelle: Saber Interactive Die vielen Objekte, die in der Spielwelt verstreut herumliegen, kosten aber manchmal Performance. Zwar läuft das Spiel größtenteils flüssig, doch Steine, Sträucher und andere Hindernisse ploppen häufig ein wenig unschön ins Bild.

Hübsch ist die Simulation trotzdem. Das zeigt sich auch anhand der Physik, wenn ich mit meinen mächtigen Trucks durch Pfützen fahre oder Äste unter dem schweren Gewicht meiner Fahrzeuge zerbrechen.

Und auch das Audiodesign ist erstklassig. Ich spüre jede Pferdestärke meiner Fahrzeuge und höre bei jeder Bodenwelle, wie das Material arbeitet. Genau so muss das sein. Untermalt wird das Ganze noch von einem entspannten, passenden Soundtrack.

Ein gelbes Fahrzeug steht vor eingestürzten Gebäuden Quelle: Saber Interactive Bis auf ein paar Kleinigkeiten ist Saber mit Roadcraft wieder ein Erfolg gelungen. Simulations-Fans können sich freuen und auch für Neueinsteiger bleibt die Zugänglichkeit wie schon bei Expeditions erhalten. Nun stellt sich nur die Frage, ob der Großteil davon auch aktiv dabeibleibt. Vielleicht bin ich dafür ein gutes Beispiel, da es mein Lieblingsgenre nicht komplett trifft und dennoch hat mich der Ehrgeiz sofort gepackt.

Wertung zu RoadCraft (PC)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu RoadCraft (PS5)

Wertung:

8.0 /10
Fazit

Roadcraft ist ein logischer Schritt für das Simulations-Imperium von Saber Interactive. Nach dem enttäuschenden Expeditions geht's zurück auf die Erfolgsspur.

Roadcraft gibt's ab dem 20. Mai für PC, PS5 und Xbox Series X/S. Zum Preis von circa 40 Euro erhaltet ihr eine anspruchsvolle Simulation, die euch mit ihren acht Kampagnenmissionen über mehrere Stunden beschäftigen wird. Transparenzhinweis: Für die Erstellung dieses Beitrags wurde uns die Release-Fassung von Roadcraft von Focus Entertainment gestellt.

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