RoadCraft: Der fast perfekte Mix für Snowrunner-Fans und Neueinsteiger

Test Michael Grünwald
RoadCraft: Der fast perfekte Mix für Snowrunner-Fans und Neueinsteiger
Quelle: Saber Interactive | Bildmontage. PC Games

Mit Roadcraft baut Entwicklerstudio Saber das Simulations-Imperium weiter aus. Im Test erfahrt ihr, warum das Team beinahe alles richtig macht.

Wenn Strecken richtig blockiert sind, helfen aber häufig nicht einmal Baumaschinen, dann braucht es noch schwereres Gerät. In Häfen oder auf Schrottplätzen stehen gewaltige Kräne, mit denen ich sogar Container im Handumdrehen aus dem Weg schaffe. Und auch auf mobile Kräne kann ich ab einem bestimmten Zeitpunkt in meiner Garage zurückgreifen.

Mit den etlichen Bedienelementen ist die Steuerung zwar ziemlich anspruchsvoll, aber man wird damit doch relativ schnell warm. Für mehr Abwechslung sorgen die verschiedenen Maschinen auf jeden Fall und die hat den Vorgängern auf Dauer doch ein wenig gefehlt.

In der umfangreichen Roadcraft-Demo erneuert ihr zerstörte Strukturen nach Naturkatastrophen auf zwei Karten. Quelle: Saber Interactive

Erst Erkundung, dann die Arbeit

Die insgesamt acht Kampagnenmissionen sind relativ ähnlich aufgebaut. Zuerst fahre ich mit meinem sogenannten Scout-Fahrzeug ein paar Wege zu wichtigen Gebäuden ab. Dadurch decke ich auch die Karte nach und nach auf, die ist zu Beginn nämlich von Nebel umhüllt.

Im Anschluss erhalte ich meistens Aufträge, bei denen ich Trümmerteile und umgestürzte Bäume aus dem Weg räumen muss. Bevor ich Konvois über die Strecken schicke, geht's an den Straßenbau. Diese Arbeit macht sowohl allein als auch im Team mit anderen Spielern richtig Spaß.

Zuerst schnappe ich mir einen Muldenkipper aus der Garage und fülle den in der Nähe einer Sandgrube mit Sand auf. Danach kippe ich das Zeug bei der schwer befahrbaren Stelle aus. Das kann leicht überflutetes Gebiet sein, schlammiges Areal oder eine zerstörte Straße.

Als nächstes klemme ich mich hinters Steuer eines Radladers. Mit der Schaufel plätte ich die Sandhaufen und sorge dafür, dass sich die Unebenheiten in Grenzen halten.

Eine Maschine legt Asphalt auf Sand Quelle: Saber Interactive Danach trage ich den Asphalt auf die Strecke auf und schleiche am Ende noch mit der Walze darüber und schon ist die Straße fertig. Es klingt so simpel, bringt aber bei der Fertigstellung eine tolle Befriedigung mit sich.

Wenn ich doch mal zu faul bin oder andere Aufträge gleichzeitig abschließen möchte, kann ich die einzelnen Schritte auch automatisiert erledigen lassen. Dazu muss ich die Fahrzeuge nur in eine angrenzende Zone fahren und den Startbereich auswählen. Schwupps, schon macht die KI meinen Job.

Das ist praktisch und funktioniert auch einwandfrei. Zumindest, solange die Stellen von der Kampagne vorgegeben werden. Baue ich eine Straße durch die Prärie, muss ich mich selbst um alles kümmern.

Probleme machen gerade noch die Brücken, weil der Startpunkt der Blaupause beim Bau immer schief dargestellt wird und ich daher nicht wirklich erkennen kann, wo das Grundgerüst anfängt. Da sollte noch ein schneller Patch oder Hotfix her.

Ein Fahrzeug steht auf einer Holzbrücke Quelle: Saber Interactive

Eine gigantische Sandbox

Das Besondere an Roadcraft ist aber definitiv die dynamische Spielwelt. Um in der Story voranzukommen, sind die Aufträge zwar Pflicht, aber theoretisch kann ich beinahe überall auf den Maps neue Straßen und Brücken bauen, um mir meine Fahrten einfacher zu machen. Mir steht also auf jeder Karte eine riesige Sandbox zur Verfügung. Klar, dafür braucht's Geduld, weil Planung und Umsetzung schon viel Zeit in Anspruch nehmen, aber vor allem für Simulations-Fans ist das doch perfekt.

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk