Rise & Fall

Test Simon Fistrich

Griechenland und Ägypten, Strategie und Action: In Rise & Fall treffen sich Welten. Trotz Entwickler-Wirrwarr und Verspätung funktioniert die gewagte Mixtur blendend.

... und Action

Es gibt in Rise & Fall nicht nur gewöhnliches Soldaten-Fußvolk. Sondern auch besonders starke Helden wie eben Alexander oder Kleopatra. Unter bestimmten Voraussetzungen (dazu später mehr) übernehmen wir direkt die Kontrolle eines der Superrecken.

Die Ansicht wechselt dann augenblicklich aus der Draufsicht in die Verfolgerperspektive. Wie Lara Croft in Tomb Raider steuern wir den Charakter nun per WASD-Steuerung und Maus. Mit einem Linksklick schwingt er die Klinge oder feuert Pfeile ab, je nachdem, ob wir eine Nahkampf- oder Distanzwaffe angelegt haben. Per Rechtsklick lösen wir einen Spezialangriff aus. Der kostet zwar Zeit, verursacht dafür aber gewaltigen Schaden und fetzt gleich mehrere Gegner auf einmal aus den Sandalen. Zudem haben wir Heilfähigkeiten in Reserve und dürfen zumindest den in unmittelbarer Nähe stehenden Mitstreitern per Tastendruck Befehle geben.

Ein Held mit Grenzen

Es ist aber keineswegs so, dass wir mit Kleopatra oder Alexander einfach die komplette Karte säubern und den Strategieteil umgehen könnten. Die schier übermächtigen Recken brauchen nämlich genügend Ausdauer (mindestens 20 Prozent ihres Ausdauerbalkens), bevor wir in deren Haut schlüpfen dürfen. Und die verrinnt stetig, sobald wir uns erst mal im Action-Modus befinden.

In beiden Kampagnen finden Alexander und Kleopatra auf der Karte verstreute Gefäße mit Ausdauernachschub. Oft liegt das isotonische Kraftgebräu in der Nähe von stark befestigten Feindstellungen. Im freien Spiel hingegen wächst die Ausdauer langsam an. Des weiteren muss der entsprechende Held mindestens Stufe 2 erreichen. Ganz recht: Rise & Fall kombiniert nicht nur Action und Strategie miteinander, sondern enthält auch eine -- zugegeben winzige -- Prise Rollenspiel.

Einzige Ausnahme von der Regel: In beiden Kampagnen sind reine Action-Missionen integriert. Beispielsweise muss Alexander sich als Gladiator verdingen, oder Kleopatra von einem Schiff aus per Pfeil und Bogen Wachen eines Tempels ausschalten.

Ruhm und Ehre

Es gibt drei Ressourcen in Rise & Fall: Gold (wird in Minen abgebaut), Holz (Arbeiter fällen Bäume) und Ruhm. Letzterer ist ein sehr wichtiger »Rohstoff«, da er Upgrades bestehender Einheiten ermöglicht und insbesondere die Helden aufwertet.

Die Wege, um an Ruhm zu gelangen, sind mannigfaltig: Zum einen bekommen wir ein paar Pünktchen geschenkt, wenn wir unerforschtes Gebiet erkunden. Zum anderen spendieren bestimmte Gebäude wie Statuen oder Akademien Ruhmpunkte. Am schnellsten gibt's den kostbaren Nimbus natürlich dann, wenn wir in die Schlacht ziehen. Jeder getötete Feind und jeder eroberte Außenposten mehrt unseren Einfluss und lässt das Punktekonto in die Höhe schnellen.

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