Resident Evil 7 Biohazard: In Japan groß angespielt: So viel Horror steckt wirklich im Serien-Reboot!

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Resident Evil 7 Biohazard: In Japan groß angespielt: So viel Horror steckt wirklich im Serien-Reboot!
Quelle: Capcom

Über 20 Jahre alt und so faulig wie eh und je: Die Survival-Horror-Reihehat sich in den vergangenen zwei Dekaden zu Capcoms wichtigster Serie gemausert. Ganz so rund wie erhofft lief es mit den letzten Teilen der Reihe aber nicht, weshalb sich die Macher für den radikalen Schritt der Neuerfindung entschieden haben. Ob dieser Plan aufgeht, lest ihr in unserer Vorschau.

Willkommen in der Familie

Der Werdegang einer Spieleserie ist von Höhen und Tiefen gezeichnet. Während es in den ersten Jahren oftmals noch blendend läuft, kommt die Karriere auf halber Strecke gerne mal leicht ins Stocken, nur um dann mit einer innovativen Fortsetzung wieder im glänzenden Rampenlicht zu stehen. Auch Capcoms nunmehr 20 Jahre alte Survival-Horror-Serie Resident Evil hat diesen Zyklus durchlaufen. Gelang es der Horror-Saga einst, den gespielten Grusel ganz groß rauszubringen, flachte das Interesse Anfang der 2000er Jahre wieder etwas ab. Das Spielprinzip wirkte veraltet, die Steuerung bockig wie eh und je. Selbst das hochgelobte Remake des Originals blieb hinter den Verkaufserwartungen zurück. Resident Evil musste sich neu erfinden. Ein Unterfangen, was mit dem genreprägenden Meilenstein Resident Evil 4 voll aufging und Capcom goldene Jahre bescherte. Doch schon beim fünften und sechsten Teil sah alles wieder anders aus. Die Serie wandelte sich zum kooperativen Action-Schlachtfest, das mit dem einstigen Survival-Horror nichts mehr gemeinsam hatte. Erneut sah sich Capcom für den siebten Teil gezwungen, umdenken zu müssen.

Keine Spur vom Regenschirm

Einen ersten Vorgeschmack lieferten die Japaner bereits mit der spielbaren Kitchen-Demo im vergangenen Sommer, die zunächst aber gar nicht so nach Resident Evil aussah. Zombies? Fehlanzeige. Ehemalige S.T.A.R.S.-Mitglieder? Verschwunden. Viren-Produzent Umbrella? Davon gab es nur das Firmenlogo auf einem kleinen, versteckten Foto zu sehen. Das hielt die Fans aber nicht davon ab, die Demo gründlich auseinanderzunehmen und jedes kleinste Detail genau zu analysieren. Gebracht hat es trotzdem nichts: Auch nach der millimetergenauen Untersuchung des gesamten Schauplatzes war man genauso schlau wie vorher. Nun endlich aber hat Entwickler Capcom den Türspalt ein wenig geöffnet und etwas Licht ins Dunkle gebracht. Mitte November hatten wir die Gelegenheit, direkt bei Capcom in Japan knapp fünf Stunden eine fast fertige Version auf der Playstation 4 anzuspielen. Frei von jedweden Spoilern können wir bereits jetzt schon sagen: Resident Evil kehrt zu seinen Wurzeln zurück - und ist dabei doch so innovativ wie kein anderes Spiel der Reihe in den letzten zwölf Jahren.

Trefft die Familie Baker

Der Schauplatz des Geschehens ist zu Beginn unserer Anspielsession kein unbekannter. Wie schon im Trailer vom vergangenen September sitzt Protagonist Ethan Winter am Esstisch der Familie Baker, welche sich ebenfalls um den nicht ganz freiwilligen Gast geschart hat. Über ihren Geisteszustand sprechen die heruntergekommene Bude und das viele vergammelte Fleisch auf dem Tisch Bände. Man sollte also nicht verwundert darüber sein, dass kurz darauf ein Familienstreit ausbricht und Jack, Marguerite und Lucas - so die Namen der drei Individuen - aus dem Zimmer stürmen. Die perfekte Gelegenheit für euch, einen Ausweg aus diesem real gewordenen Alptraum zu finden. Einfach durch die Vordertür spazieren könnt ihr allerdings nicht. Neben Jack, Marguerite und Sohnemann Lucas bildet die schweigsame Großmutter das vierte Mitglied der Familie. Meist sitzt sie aber nur achtlos in der Ecke herum. Vorerst. Quelle: Capcom Neben Jack, Marguerite und Sohnemann Lucas bildet die schweigsame Großmutter das vierte Mitglied der Familie. Meist sitzt sie aber nur achtlos in der Ecke herum. Vorerst. Viele Türen sind entweder von der anderen Seite verschlossen oder durch einen gesonderten Schlüssel abgeriegelt. Bevor wir uns dem nächsten Ausgang überhaupt nähern können, kommt schon ein erboster Jack mit einer rostigen Schaufel um die Ecke gestampft.

Da Ethan zu diesem Zeitpunkt noch keine Waffe besitzt, bleibt ihm nur die Flucht. Erst später dürft ihr euch mit allerhand Schusswaffen zur Wehr setzen.Das Kampfsystem von Resident Evil 7 funktioniert über weite Strecken wie ein normaler Ego-Shooter, weist dabei aber einige Kniffe der letzten Teile auf. Beispielsweise lohnt es sich wieder einmal, bevorzugt Kopf und Gliedmaßen ins Visier zu nehmen, da euer Ziel so vermehrt ins Straucheln gerät. Wie es scheint, hat die KI aber dazugelernt: Schon nach wenigen Treffern Richtung Kopf setzt euer Kontrahent vermehrt Ausweichbewegungen ein und kommt dabei mit energischen Schritten weiter auf euch zu. Ist eine Flucht eurerseits nicht mehr möglich, kommt die Block-Funktion ins Spiel. Haltet ihr eure Hände schützend vor euch, könnt ihr einen Teil des Schadens somit abfangen, seid aber nicht vor einem eventuellen Würgegriff gefeit. Genügend Abstand zum Gegner ist somit auch bei Resident Evil 7 immer noch die beste Verteidigung. Zumal niemand befürchten muss, dass das Spiel zu einer geistlosen Baller-Orgie verkommt. Von den actionreichen Ausmaßen eines Resident Evil 6 ist der siebte Teil an dieser Stelle meilenweit entfernt.

Jack ist Feuer und Flamme für euch! Wie sonst auch solltet ihr dem Oberhaupt der Familie Baker an dieser Stelle aber lieber nicht zu nah kommen. Quelle: PC Games Jack ist Feuer und Flamme für euch! Wie sonst auch solltet ihr dem Oberhaupt der Familie Baker an dieser Stelle aber lieber nicht zu nah kommen.

Anno 1996

Direkt aus Resident Evil 1 übernommen wurde das bewährte, oftmals jedoch stark kritisierte Inventarsystem sowie das damit verbundene Kisten-Management. Die meisten Gegenstände beanspruchen in eurem Rucksack einen Slot, größere Waffen wie die Schrotflinte oder ein selbst sporadisch zusammengebauter Flammenwerfer hingegen zwei. Unschön: Ist euer Gepäck voll und ihr findet ein theoretisch kombinierbares Item, müsst ihr zunächst bei der nächstgelegenen Kiste Platz schaffen und dann wieder zum Fundort zurücklaufen. Zudem müsst ihr jetzt genau abwägen, wie ihr die gefundenen Ressourcen einsetzt. Maßgeblich dabei sind die gelben und roten Chemikalienbeutel. Diese könnt ihr entweder mit einem grünen Kraut mischen, Versteckte Steroide wie hier in einem abgesperrten Vogelkäfig erhöhen dauerhaft eure Lebensenergie. Die Muskelmacher solltet ihr euch also nicht entgehen lassen. Quelle: Capcom Versteckte Steroide wie hier in einem abgesperrten Vogelkäfig erhöhen dauerhaft eure Lebensenergie. Die Muskelmacher solltet ihr euch also nicht entgehen lassen. um besonders starke Medizin herzustellen, oder ihr vermengt das Zeug mit einer Handvoll Schießpulver für neue Patronen. Im Falle der roten Chemikalie entsteht dadurch sogar extrastarke Munition.

Einen großen Vorrat wird man sich - zumindest im ersten Spieldurchlauf - aber nicht aneignen können. Hin und wieder mag die Schussanzahl vielleicht auf knapp 40 Patronen anwachsen, aber wir können euch versichern, dass dies kein dauerhafter Zustand sein wird. Neben der Familie Baker stellen sich euch nämlich auch andere Gegner in den Weg. Zu den vergleichsweise fast harmlosesten zählen wohl noch die Riesenkäfer von den Ausmaßen einer Hauskatze, denn die lassen sich mit einem Messerhieb noch recht einfach außer Gefecht setzen. Für die schleimigen, entstellten Monster im Keller des Hauses dagegen müssen schon deutlich größere Kaliber herhalten. Kluges Haushalten auf Aufsparen wertvoller Schrotladungen oder Flammengranaten wird also belohnt.

Ihr tretet nicht nur gegen die Familie Baker an: Grausam entstellte Kreaturen wie diese warten darauf, eure Bekanntschaft zu machen. Quelle: Capcom Ihr tretet nicht nur gegen die Familie Baker an: Grausam entstellte Kreaturen wie diese warten darauf, eure Bekanntschaft zu machen.

Im Dunkeln tappen

Neben dem Erforschen gruseliger Lokalitäten und dem Bekämpfen dort hausender Monstrositäten wurde man in klassischen Resident Evil-Teilen auch immer wieder mit diversen Rätseln konfrontiert. Sehr oft mussten Schlüssel-Items zum dafür vorgesehenen Platz gebracht oder Kombinationsaufgaben gemeistert werden, wirklich gefordert wurde der Gehirnschmalz allerdings eher selten. Bislang hat es den Eindruck, dass Resident Evil 7 in dieselbe Kerbe einschlagen wird. Bereits in der ersten spielbaren "Kitchen"-Demo gab es jedoch schon einen Ausblick darauf, wie manche Rätsel im neuen Resident Evil aufgebaut sein werden. Dort musste man an einer bestimmten Stelle eine Videokassette in einen Recorder einlegen, um anschließend nicht nur einen Hinweis auf des Rätsels Lösung zu bekommen, sondern überhaupt erst von dessen Existenz Kenntnis zu erhalten. Ganz so akribisch hat sich Resident Evil 7 bei unserem ersten Anspielen noch nicht gezeigt, Gehört in jedes Survival-Game: Eine durchgeladene und ordentlich gereinigte Schrotflinte. Um die Waffe zu bekommen, müsst ihr aber ein kleines Rätsel lösen. Quelle: Capcom Gehört in jedes Survival-Game: Eine durchgeladene und ordentlich gereinigte Schrotflinte. Um die Waffe zu bekommen, müsst ihr aber ein kleines Rätsel lösen. über das Vorhandensein und den Aufenthaltsort diverser Key-Items wurden wir aber erst durch das Abspielen einer Videokassette informiert.

Wer auch im Anschluss immer noch keinen blassen Schimmer davon hat, wo er nach erforderlichen Gegenständen suchen muss, sollte zu den Psychostimulanz-Pillen greifen. Für einen kurzen Zeitraum wird euch der Fundort in der Nähe befindlicher Items angezeigt, der Weg dorthin wird euch aber nicht genau angezeigt - in unseren Augen ein prima gewählter Kompromiss, um das Spiel nicht zu einfach zu machen. Das mit Resident Evil 4 eingeführte Feature der Waffenverbesserung wurde indessen wieder gestrichen, Goldbeträge lassen sich ebenso wenig anhäufen. Dafür aber dürft ihr mit sehr seltenen Steroiden eure Lebensenergie dauerhaft erhöhen oder mit einem größeren Rucksack mehr Inventarslots verwalten.

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