Resident Evil 4 Remake angespielt: Schöner, taktischer, brutaler!

Special Stefan Wilhelm 35,99 €
Resident Evil 4 Remake angespielt: Schöner, taktischer, brutaler!
Quelle: Capcom

Der Horror-Meilenstein bekommt endlich sein wohlverdientes Remake, inklusive neuer Grafik und Gameplay-Features. Wir haben probegespielt - mit Video!

Trotz seines neuen Anstrichs vermittelt der Prolog ein sehr nostalgisches Gefühl. Wichtige Orte und Ereignisse lassen sich sofort wiedererkennen, die Atmosphäre ist eine Ecke düsterer, aber doch vertraut, gleiches gilt für den Levelaufbau. Spätestens beim Erreichen des Dorfzentrums macht sich, genau wie vor 17 Jahren, Panik breit, wenn wir dutzende bewaffnete Hinterwäldler und das Knattern eines Kettensägenmotors im Nacken haben. Auch spielerisch erwartet uns ein Mix aus viel Bekanntem und einigen neuen Ideen: Wie die beiden vorherigen Remakes spielt sich Resi 4 wie ein klassischer Third-Person-Shooter. Anvisiert wird nicht mehr per Laserpointer, sondern mit dem Fadenkreuz, Leon darf sich beim Zielen bewegen und es reicht ein einzelner Knopfdruck, um ein neues Magazin in die Waffe zu schieben.

Besonders schnell ist Leon dabei aber nicht unterwegs und ein Ausweich-Move, wie es ihn etwa in Revelations 2 und Resident Evil 3 gab, bleibt ihm auch verwehrt. Die Kämpfe sind also vergleichsweise gemächlich und taktisch. Der Fokus liegt wie gehabt darauf, die Infizierten durch Schüsse in den Kopf oder die Gliedmaßen zu betäuben und ihnen dann mit mächtigen Nahkampfangriffen den Rest zu geben. Wer die Feinde geschickt hinter sich herzieht und versammelt, befördert mit einem Roundhousekick ganze Gruppen auf die Bretter.

Heimlich und mit Haltbarkeit

Die erste Neuerung ist dabei das simple Schleichsystem, das Capcom ins Remake eingebaut hat. Per Knopfdruck gehen wir in die Hocke, um einzelne Gegner zu vermeiden oder lautlos von hinten auszuschalten. Dabei kommt eine Mechanik zum Tragen, die man schon aus dem Remake von Resident Evil 2 kennt: Leons Messer hat eine Haltbarkeitsanzeige, die sich durch Angriffe leert.

Besonders schnell passiert das, wenn wir uns mit dem Messer aus dem Würgegriff eines Gegners befreien. Die alte Methode funktioniert natürlich trotzdem, auch wenn wir dabei mehr Gesundheit verlieren. Zudem lassen sich Nahkampfangriffe parieren, indem wir im richtigen Moment die Klinge ziehen, wodurch sich die Infizierten kurz für einen Gegenangriff öffnen lassen.

Den Hund konnten wir in der Anspielsession leider nicht aus der Bärenfalle befreien. Die Fangeisen sollen aber ein Spielelement werden, in das sowohl Gegner als auch wir tappen können. Quelle: Capcom Den Hund konnten wir in der Anspielsession leider nicht aus der Bärenfalle befreien. Die Fangeisen sollen aber ein Spielelement werden, in das sowohl Gegner als auch wir tappen können.

Parieren geht über Krepieren

Das Parieren ist eine willkommene Funktion, um Leons vergleichsweise behäbige Bewegungsgeschwindigkeit etwas auszugleichen, und zumindest in unserer kurzen Anspielsession war die Haltbarkeit des Messers nie ein Störfaktor. Wie sich neue Messer beschaffen oder reparieren lassen, konnte uns Capcom aber noch nicht sagen.

Neben Standardfeinden können wir sogar die Kettensäge von Dr. Salvador mit dem Messer parieren. Wegen der Haltbarkeitsanzeige geht das aber vermutlich nicht oft.  Quelle: Capcom Neben Standardfeinden können wir sogar die Kettensäge von Dr. Salvador mit dem Messer parieren. Wegen der Haltbarkeitsanzeige geht das aber vermutlich nicht oft. 

Wir wagen aber schon mal die Vermutung, dass dieses dezent überarbeitete Nahkampfsystem einen bestimmten messerschwingenden Boss im Spiel ordentlich aufwerten dürfte. Und apropos Bosse: Die haben wir in der kurzen Probesession ebenso wenig gesehen wie die im Original allgegenwärtigen Quick Time Events. Ob und falls ja, wie die ins moderne Remake übertragen werden, steht noch in den Sternen.

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk