Resident Evil 4 Remake angespielt: Geschmiert wie eine gute Kettensäge!

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Resident Evil 4 Remake angespielt: Geschmiert wie eine gute Kettensäge!
Quelle: Capcom

Seit Resident Evil 4 im Jahr 2005 das Survival-Horror-Genre revolutionierte, konnte man sich vor Ports und Neuauflagen des Klassikers kaum retten. 2023 veröffentlicht Capcom nun endlich ein aufwendiges Remake seines Meisterwerks, bei dem die Essenz erhalten, aber behutsam modernisiert und erweitert werden soll. Wir haben probegespielt!

Drei Konsolengenerationen, mal mit Bewegungssteuerung, mal ohne, mal auf dem Smartphone und sogar in VR: Seit seinem Debüt auf dem Gamecube im Jahr 2005 hat Capcom beinahe jedes Gerät, das ein Display besitzt und nicht bei drei auf den Bäumen war, mit einer Version von Resident Evil 4 bedacht. Die mittlerweile 16. Iteration (zählt man alle bisherigen Plattformen separat) des Survival-Horror-Klassikers ist nun aber kein simpler Port des Originals auf neue Hardware, sondern ein waschechtes Remake. Wir konnten uns bei Capcom in Hamburg das erste Kapitel des neuen Resi 4 auf der PS5 ansehen und berichten, was euch am 24. März 2023 erwartet!

An Resident Evil 4 werkelt größtenteils dieselbe Capcom-Division, die schon für die aufwendigen Remakes von Teil 2 und 3 verantwortlich war, und das spürt man von Anfang an: Von den Charaktermodellen über die Animationen bis hin zur Steuerung und dem allgemeinen Look fühlt sich hier jeder sofort zuhause, der mit den Vorgängern vertraut ist. Beim Setting hebt sich Teil 4 aber natürlich deutlich von den beiden Raccoon-City-Abenteuern ab, immerhin verschlägt es Protagonist Leon hier ins (vermutlich) spanische Hinterland.

You want it darker, we kill the flame

Im Vergleich zum Originalspiel fällt sofort auf, dass das Remake in manchen Szenen mit einer deutlich dunkleren Lichtstimmung aufwartet: Der von uns gespielte Abschnitt setzt gleich zu Beginn des Abenteuers ein, nachdem Leon das Polizeiauto verlassen hat und nach dem zweiten Cop sucht, der eine verdächtig lange Pinkelpause einlegt.

Wir bahnen uns im Mondlicht einen Weg durch das neblige Gestrüpp, ehe wir dem ersten Einheimischen in seinem nun deutlich größeren Haus begegnen.

Die herbstliche Stimmung mit fahlem Sonnenlicht gibt's im Remake erst, wenn wir die ersten Häuser verlassen haben. Zuvor tappen wir sprichwörtlich m Dunkeln. Quelle: Capcom Die herbstliche Stimmung mit fahlem Sonnenlicht gibt's im Remake erst, wenn wir die ersten Häuser verlassen haben. Zuvor tappen wir sprichwörtlich m Dunkeln.

Weil die durchgeknallten Dorfbewohner mit neugierigen Touristen so gar nichts anfangen können, muss Leon den Axtschwinger kurzerhand niederstrecken. Im Gegensatz zum Original treffen wir den Kerl aber diesmal auf eine andere Weise, und auch sonst fällt auf, dass sich die Entwickler nicht immer stur an die Vorlage halten.

Bekannter Ablauf, dezente Änderungen

Mit unserer Agentin Ingrid Hunnigan telefonieren wir etwa nicht mehr im separaten Funkbildschirm, sondern sehen sie in einer klassischen Cutscene in ihrem Büro sitzen. Außerdem funkt sie uns lange nicht mehr so häufig an und auch das altmodische Tutorial, mit dem sie im Original die vierte Wand brach, ist passé. Der Hund, den wir früher kurz nach Spielbeginn aus der Bärenfalle retten konnten, liegt im Remake schon tot am Boden.

Wie von der Reihe gewohnt schreckt Resi 4 nicht vor grobem Splatter und literweise Blut zurück. Quelle: Capcom Wie von der Reihe gewohnt schreckt Resi 4 nicht vor grobem Splatter und literweise Blut zurück.

Der nun deutlich höhere Detailgrad erlaubt es den Entwicklern aber natürlich im Gegenzug, die Umgebungen mit viel mehr grausigem Levelinventar auszuschmücken. Geschlachtete Tiere und merkwürdige Holzbauten an jeder Ecke verraten auch Resident-Evil-4-Neulingen schnell, dass in diesem Dorf irgendetwas gewaltig schiefläuft - und dass Leons Mission, die Präsidententochter Ashley Graham aus den Fängen der Einwohner zu befreien, keine einfache sein wird.

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