Remnant: From the Ashes - Survival-Shooter der Darksiders-Macher in der gamescom-Vorschau
Special
In Remnant: From the Ashes steht die Menschheit vor dem Untergang - wieder einmal, könnte man gelangweilt meinen. Der neueste Titel aus dem Hause Gunfire Games verdient aber durchaus Aufmerksamkeit, vereinen die Entwickler hier doch Shooter- und Survival-Elemente zu einer spannenden Mischung und packen zur Krönung des Ganzen auch noch einen Koop-Modus obendrauf. Alle Infos zu dem vielversprechenden Projekt gibt es in unserer gamescom-Vorschau.
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Die Apokalypse hatte in Videospielen bereits viele Gesichter: Zombies, Aliens, Mutanten - scheinbar jede übernatürliche Spezies wollte der Menschheit schon einmal den Garaus machen. Auch die Welt von Remnant: From the Ashes (jetzt kaufen 39,99 € ) wird von einem unbekannten Übel bedroht, gegen das ihr euch verteidigen müsst. Die Entwickler von Gunfire Games, die kreativen Köpfe hinter Darksiders, zaubern allerdings einen frischen Gegenspieler aus dem Hut: die Saat - mythische Monster aus einer fantastischen Welt und mit einer teils seltsamen Ähnlichkeit zu Groot aus Guardians of the Galaxy.
Die Herkunftsgeschichte eurer Feinde ist dabei gleichermaßen interessant wie tragisch: Als Wissenschaftler in den späten 60er-Jahren antike Kristalle auf der Suche nach alternativen Energiequellen studieren, öffnen sie ein Dimensionsportal, aus dem sich massenhaft albtraumhafte Gestalten in die Welt ergießen und sie ins Unheil stürzen. Euer Abenteuer spielt nun einige Zeit nach diesen dramatischen Vorfällen, in der Zwischenzeit hat die Menschheit den Kampf gegen die Eindringlinge verloren. Die Erde wie wir sie kennen, ist nur noch eine verblasste Erinnerung. Lediglich verlassene Ruinen erzählen noch die Geschichten einer längst vergessenen Zivilisation. Existenz ist ein einziger Überlebenskampf, den eine kleine Gruppe aber wacker aufrechterhält.
Charaktererstellung und Kämpfe
Quelle: Gunfire Games
Remnant: From the Ashes in der gamescom-Vorschau (1).
Auch ihr gehört zu dieser tapferen Ansammlung Widerstandskämpfer. Dabei könnt ihr euren Charakter gleich einem Rollenspiel aufstufen, seine Waffen modifizieren oder das Aussehen bearbeiten. So erstellt ihr eure ganz eigene Figur - passend zum persönlichen Spielstil. In der Demo hatten wir zwei sogenannte Archetypen zur Auswahl: Zum einen den Jäger, einen Waffenspezialisten mit Scharfschützengewehr. Dieser eignet sich besonders für den Fernkampf, kann dank seines Spezialgegenstands (einem magischen Item, das ihn für fünf Sekunden schadensresistent macht) aber auch mal etwas einstecken. Dazu gab es noch eine ehemalige Kultistin, welche die Saat einst als Götter verehrte. Mit Schrotflinte und Magnum-Revolver ist sie eine Spezialistin für den Nahkampf. Darüber hinaus verfügt sie über die Fähigkeit, bis zu drei kleine Saatlinge zu beschwören, die etwa 30 Sekunden an eurer Seite kämpfen.
Quelle: Gunfire Games
Remnant: From the Ashes in der gamescom-Vorschau (2).
Wir entscheiden uns für die Kultisin und stürzen uns in die Action. Sowohl mit dem Controller aber auch mit Maus und Tastatur lassen sich die Figuren gut steuern. Das Gameplay geht schnell in Fleisch und Blut über - auch weil es sich kaum von handelsüblichen Shootern unterscheidet. Nennenswert ist jedoch die Ausweich-Funktion, mit der ihr gegnerischen Angriffen entgehen könnt. Die beweist sich bereits nach kurzer Zeit als nützlich, überzeugen die Gegner in Remnant: From the Ashes doch nicht bloß durch ihre zahlenmäßige Überlegenheit, sondern auch mit tödlichen Fähigkeiten. Die Saat verlangt euch wirklich einiges ab, ihr müsst also beinahe taktisch vorgehen, um nicht übermannt zu werden. Schließlich gibt es auch keine automatische Lebensregeneration.
Überzeugendes Gegner- und Leveldesign
Quelle: Gunfire Games
Remnant: From the Ashes in der gamescom-Vorschau (3).
Neben fordernden Gegenspielern haben die Entwickler von Gunfire Games aber auch eine beeindruckende Spielwelt geschaffen. Die Umgebungen sind wunderschön anzuschauen aber gleichzeitig auch extrem tödlich. Alles wirkt wie in einem bösen Märchen. Zudem bietet der Survival-Shooter reichlich Abwechslung, insgesamt könnt ihr vier unterschiedliche Biome erkunden - wie etwa eine Stadt oder einen Regenwald. Dort erwarten euch nicht nur ein anderer Art Style, sondern auch andere Feinde. Wir ballerten uns in der Demo etwa in Third-Person-Perspektive durch verseuchte U-Bahn-Schächte.
Quelle: Gunfire Games
Remnant: From the Ashes in der gamescom-Vorschau (4).
Das Gunplay von Remnant: From the Ashes hat uns dabei sehr gut gefallen, vor allem dank des tollen Trefferfeedbacks. Die Wucht eurer Angriffe ist stets spürbar. Je nachdem, wo ihr eure Gegner erwischt, verursacht ihr mehr Schaden oder landet einen kritischen Treffer. Nach einem Beinschuss knicken Feinde zudem um und fallen zu Boden. Übermachtig fühlt ihr euch aber nie. Ihr müsst ständig Gesundheit und Ausdauer im Auge behalten, auf verschiedene Gegnertypen anders reagieren und die Umgebung zu eurem Vorteil nutzen - etwa indem ihr auf explodierende Pflanzen schießt.
Besonders ansprechend fanden wir auch das Leveldesign. Die einzelnen Welten sind so weitläufig, dass man oft Angst hat, etwas zu verpassen. Da fällt es einem schwer, zu glauben, dass alle Stages prozedural generiert sind. Die Welt ist also bei jedem Spieldurchlauf anders und konfrontiert euch mit neuen Gegnern, Missionen und Loot. Den könnt ihr übrigens zum Craften von Items oder Waffen-Mods nutzen.
Knackige Bossfights und Koop-Option
Zum Abschluss der Demo führten uns die Entwickler auch noch einen Bossfight vor. In einem episch inszenierten Kampf verteidigen wir eine Tankstelle gegen eine feuerspeiende, drachenähnliche Kreatur - eine explosive Ausgangslage, die uns mehrmals das Leben kostet. Der Bildschirmtod zieht nach aktuellem Stand aber kein Handicap nach sich. Ihr beginnt einfach von Neuem am letzten Checkpoint - einem roten Kristall, der auch eure Gesundheit und Munition wiederauffüllt. Von dort aus könnt ihr euch erneut durch das Level schlagen. Ist das Level auch im zweiten Durchlauf zu knackig, habt ihr jederzeit die Möglichkeit, mit bis zu drei Mitspielern gemeinsam ins Gefecht zu ziehen. So könnt ihr eure Archetypen mit ihren Stärken und Schwächen perfekt aufeinander abstimmen.
