Remnant 2: Die Fortsetzung zum Action-Geheimtipp in der Vorschau

Special Christian Fussy
Remnant 2: Die Fortsetzung zum Action-Geheimtipp in der Vorschau
Quelle: Gearbox

Remnant from the Ashes verband Elemente aus Soulslike, Action-RPG und Third-Person-Shooter zu einem etwas rauen, aber motivierenden Genremix. Teil Zwei ist noch einmal deutlich ambitionierter. Wir haben den Titel im Koop gespielt.

Hinter dem etwas generischen Namen Remnant from the Ashes verbirgt sich ein äußerst beliebter Third-Person-Shooter, in dem wir uns alleine oder zu dritt mit Freunden durch die Post-Apokalypse ballern. Gepitcht als "Dark Souls mit Knarren" weist das Spiel eigentlich mehr Gemeinsamkeiten mit Looter-Shootern und Action-RPGs auf als mit den Titeln von From Software. Einige Elemente, wie einen fordernden Schwierigkeitsgrad, harte Bosse und die Wichtigkeit der Ausweichrolle bei deren Bekämpfung, stellen zwar schon Parallelen dar, unterm Strich war das Gameplay in Remnant aber deutlich weniger strapaziös. Wir kämpfen uns als einer von drei Archetypen - Fernkämpfer, Nahkämpfer und Support - durch verschiedene Gebiete, deren Layout, Quests Gegnerverteilung und Bosse bei Eintritt zufällig zusammengestellt werden. Stirbt unsere Figur, werden wir an den letzten Speicherpunkt zurückgesetzt und müssen jeden Gegner noch einmal bekämpfen. Im Gegensatz zu den unerbittlichen Soulsspielen behalten wir jedoch Loot und Erfahrung.

Mit Remnant 2 (jetzt kaufen 49,99 € ) erscheint am 25. Juli 2023 eine Fortsetzung, die nach dem gleichen Konzept funktioniert, aber noch einmal deutlich mehr Abwechslung aus diesem herausholt. Wir waren in Amsterdam bei Publisher Gearbox zu Besuch und durften bereits selbst Hand an das Sequel legen.

Mann mit Hund sucht Drachenherz

Die Story von Remnant 2 setzt ganz klassisch nach den Ereignissen des ersten Teils ein. Wir rekapitulieren kurz: Eine außerirdische Bedrohung namens The Root hat die Erde überrannt und einen Großteil der Bevölkerung vernichtet.

Die Überlebenden schafften es jedoch, mithilfe eines Weltsteins Portale zu anderen Welten zu öffnen. Dort fanden sie wichtige Technologien und Informationen, um die Invasoren zurückzuschlagen.

Nun gilt es, diese Taktik fortzusetzen und den Planeten zurückzuerobern. Ausgehend von militarisierten Forschungsstationen, genannt Wards, schicken die Anführer der Menschheit Kämpfer in verschiedene feindselige Welten, um dort die Root zu bekämpfen und mächtige Artefakte zu bergen.

Remnant 2 Quelle: Gearbox Publishing Zu Beginn wählen wir unseren bevorzugten Schwierigkeitsgrad aus einfach, mittel und schwer und dann einen von diesmal vier Archetypen, der bestimmt, über welche passiven Boni und Spezialfähigkeiten wir verfügen. Im Lauf des Spiels soll es möglich sein, noch weitere Archetypen freizuschalten und diese nach Belieben zu wechseln - und sogar miteinander zu kombinieren.

Erneut gibt es Optionen für Nahkampf, Fernkampf und Support. Besonders auf Anklang stößt bei den anwesenden Pressevertretern aber die neue Handler-Klasse, die von einem Hund begleitet wird. Der kann seinen Besitzer und notfalls sogar das gesamte Team wiederbeleben, solange die nötigen Items, sprich Drachenherzen, dafür verfügbar sind. Und selbstverständlich dürfen wir ihn auch streicheln.

Wir entscheiden uns der Abwechslung halber für den Hunter, eine Sniper-Klasse, die es so ähnlich auch schon in Remnant from the Ashes gab. Etwas langweilig, aber effizient.

Deren Spezialfähigkeit besteht darin, sämtliche Gegner im Umkreis farblich hervorzuheben, auch wenn sich diese noch hinter Gebäuden befinden. Der Effekt gilt nicht nur für die eigene Spielfigur, sondern auch für alle anderen Spieler im Team, das wie im Vorgänger auf drei Personen begrenzt ist.

Mit unseren Verbündeten können wir uns nach einem kurzen Prolog im Koop-Modus zusammenschließen und werden direkt auf die ersten Missionen und damit auf eine Reise in fremde Welten geschickt.

Gunfire-Entwickler Ben Gabbard und David Adams vor einem Remnant-2-Artwork bei Gearbox Europe in Amsterdam Quelle: Gearbox Publishing Von links: Ben Gabbard und David Adamsvon Gunfire Games

Unordnung im Universum

Die Reihenfolge, in der wir diese Welten besuchen, ist ebenso zufällig wie die Stories, Geheimnisse und Bossgegner, die in den verschiedenen Arealen platziert sind. So können zwei Spieler, die parallel im Singleplayer zocken, ungefähr zum gleichen Zeitpunkt das gleiche Gebiet besuchen, aber mit komplett anderen Herausforderungen und Layouts konfrontiert werden.

Wie Gunfire-CEO David Adams uns verrät, war der Anspruch für das Sequel, die Zahl der zufälligen Elemente und verschiedenen möglichen Spieldurchläufe im Vergleich zum Vorgänger noch einmal ordentlich hochzuschrauben.

Und das zeigt sich bereits deutlich in den ersten Spielstunden: Während wir mit unserem Team zuerst eine Welt bereisen, die aussieht wie ein Stadteil von Old Yharnam aus Bloodborne, ballern sich die Kolleginnen und Kollegen an den anderen Monitoren stattdessen durch UFOs oder Dschungellandschaften.

Es ist wirklich beeindruckend, wie divers die einzelnen Stationen hinsichtlich Optik, Gegner und Atmosphäre ausfallen. Da durch die Lore keine Grenzen hinsichtlich des Weltdesigns gesetzt sind, zog das Team von Gunfire Inspiration aus den unterschiedlichsten Quellen, darunter auch einige Filme.

So führt uns beispielsweise ein Gang in einer Geistervilla plötzlich in eine Feenwelt, die aussieht, als wäre sie direkt einem Guillermo-del-Toro-Film entsprungen. Und tatsächlich bestätigt uns Adams, dass das Artdesign von Pans Labyrinth als Vorbild für einige der Welten diente.

Bildergalerie

Wir sind extrem gespannt, welche überraschenden Umgebungen in der Releaseversion noch auf uns warten und, ob die Abwechslung tatsächlich das gesamte Spiel über so hoch gehalten werden kann. Vor allem über mehrere Spieldurchgänge hinweg. Was wir bisher gesehen haben, stimmt uns jedoch durchaus zuversichtlich.

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk