Wer Rayman Legends bereits kennt, dürfte sich vor allem eine Frage stellen: Was bietet das Remake eigentlich Neues? Mit zusätzlichen Levels, einer komplett neuen Welt und ungewöhnlichen Drachenflug-Passagen liefert Ubisoft zumindest erste Antworten.
Natürlich dürfen auch Gegner nicht fehlen. Die meisten lassen sich jedoch recht unkompliziert mit einem Schlag oder einem Sprung auf den Kopf ausschalten. Deutlich gefährlicher als die Feinde selbst sind häufig die zahlreichen Plattformpassagen, bei denen ein ungenauer Sprung schnell den Verlust eines Lebens bedeuten kann.
Quelle: Ubisoft
In der "World of the Living Dead" gibt es einige neue Zusatzlevels zu erkunden.
Mit der World of the Living Dead erhält Retold außerdem eine komplett neue Welt inklusive neuer Levels und eines zusätzlichen Endes. Wie umfangreich diese Erweiterung am Ende ausfällt, können wir noch nicht beurteilen. Sie dürfte aber einer der wichtigsten Gründe für Fans des Originals sein, dem Remake eine Chance zu geben.
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Rayman Rail-Shooter
Eine interessante Neuerung in Retold sind die Drachenflug-Levels. Diese dienen als Übergang zwischen den verschiedenen Welten und bringen eine völlig andere Art von Gameplay ins Spiel. Statt klassischer Jump'n'Run-Passagen sitzt Rayman hier auf dem Rücken eines Drachen und rast durch abwechslungsreiche Flugstrecken.
Quelle: Ubisoft
Die neuen Drachenlevels sind eine coole Abwechslung zu den Plattform-Passagen. Allerdings auch nicht zu unterschätzen!
Spielerisch erinnern die Abschnitte dabei stark an einen Rail Shooter. Der Drache bewegt sich automatisch durch das Level, während ihr Hindernissen ausweichen, enge Passagen durchqueren und möglichst unbeschadet das Ziel erreichen müsst. Für zusätzliche Spannung sorgt ein ungewöhnliches Lebenssystem: Zu Beginn eines Levels begleiten euch zehn Kleinlinge. Jeder Treffer kostet einen dieser Begleiter. Sind alle verloren, ist die Runde vorbei.
Zwar wirken die Drachenflug-Levels auf den ersten Blick vergleichsweise simpel, in der Praxis verlangen sie aber deutlich mehr Konzentration, als man zunächst vermuten würde. Einige Hindernisse tauchen überraschend schnell auf und verzeihen nur wenige Fehler. Hinzu kommt, dass die Levels wirklich schön in Szene gesetzt werden.
Ersteindruck und Ausblick
Nach unserer Anspielsession bleibt vor allem ein Gedanke hängen: Es ist schön, Rayman überhaupt wiederzusehen. Schließlich war es viele Jahre ruhig um Ubisofts Jump'n'Run-Maskottchen. Umso größer dürfte für manche Fans allerdings auch die Enttäuschung gewesen sein, dass anstatt eines komplett neuen Abenteuers zunächst "nur" ein Remake erscheint.
Quelle: Ubisoft
Im Remake auch wieder mit dabei: der Couch-Koop mit bis zu vier Personen.
Zumindest nach den ersten gespielten Stunden macht Rayman Legends Retold aber einen sehr guten Eindruck. Die überarbeitete Optik sorgt dafür, dass sich viele bekannte Abschnitte überraschend neu anfühlen, obwohl sie im Kern unverändert geblieben sind. Weiterhin mit an Bord ist auch der Couch-Koop für bis zu vier Spieler, den wir während unseres Preview-Termins allerdings nicht selbst ausprobieren konnten.
Meinung
Ob das Remake am Ende aber mehr ist als eine nostalgische Rückkehr, wird vor allem vom Umfang der neuen Inhalte abhängen. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob Rayman Legends Retold vielleicht auch nur dazu dient, das Interesse an der Marke neu zu entfachen und den Weg für einen komplett neuen Teil vorzubereiten. Bis dahin hinterlässt das Remake jedenfalls einen positiven Ersteindruck. Ob der auch weiterhin bestehen bleibt, wird sich ab dem 1. Oktober zeigen, wenn Rayman Legends Retold erscheint.
