Rage 2 vor dem Test: Deutsche PC-Version stundenlang gespielt - mit Video-Preview!
Special 35,99 €
Kurz vor dem Test unterziehen wir den Open-World-Shooter einem letzten Vorab-Check: Fast vier Stunden lang haben wir eine deutsche PC-Version von Rage 2 gespielt und das postapokalyptische Ödland ordentlich aufgemischt. Und wir haben einiges mitgebracht: selbst gemachte Screenshots, frische Infos und ein großes Vorschau-Video mit exklusiven Spielszenen.
Shooter-Freunde dürfen so langsam ihren Abzugsfinger polieren: Rage 2 st so gut wie fertig! Ungeduldig wie wir sind, haben wir Publisher Bethesda deshalb noch mal einen Besuch abgestattet, um die Open-World-Ballerei nochmal etwas umfangreicher anzuspielen. Und es hat sich gelohnt: Wir bekamen eine nahezu finale deutsche PC-Fassung in die Hände, mit der wir fast vier Stunden lang Chaos stiften und eigenes Bildmaterial anfertigen konnten. Alle Screenshots in diesem Artikel sowie das große Vorschau-Video haben wir selbst erstellt.
Auf dieser Seite
- 1 Größer, verrückter - aber auch besser?
- 2 Projekt Dagger: So klappt's mit der Weltenrettung
- 3 Prall gefülltes Arsenal
- 4 Die Kämpfe: flüssig, schnell, brutal
- 5 Vielseitiger Fuhrpark
- 6 Fahrspaß mit Hindernissen
- 7 Atmosphärische Endzeit
- 8 Technik: Viel Licht, etwas Schatten
- 9 Ungeschnitten und auf Deutsch
- 10 Auch auf Steam erhältlich
- 11 Kein Koop, aber lustige Cheats
- 12 Meinung
Größer, verrückter - aber auch besser?
Wer's nicht mehr weiß: Vor acht Jahren konnte das erste Rage die hohen Erwartungen nicht ganz erfüllen. Darum tritt id Software diesmal nur noch in einer Nebenrolle auf, der Großteil von Rage 2 (jetzt kaufen / 35,99 € ) wird stattdessen bei Avalanche Studios in Stockholm entwickelt. Die Schweden sind ausgewiesene Spezialisten für Open-World-Action, mit ihrer hauseigenen Apex Engine haben sie schon die Just Cause-Reihe sowie Mad Max auf die Beine gestellt - und aktuell mit Generation Zero einen ordentlichen Flop hingelegt.
Für Rage 2 wirft id Software sein geballtes Shooter-Wissen in die Waagschale, während Avalanche sich um die Umsetzung und den ganzen Rest kümmert - dadurch soll Rage 2 endlich das Spiel werden, das schon der Vorgänger sein wollte: ein knackiger Ego-Shooter, der eine offene Endzeit-Welt mit derben Schießereien im Doom-Stil vereint. Das erklärte Ziel der Entwickler: Rage 2 soll deutlich durchgeknallter werden als der erste Teil!
Die futuristische Welt, in der 80 Prozent der Menschheit durch einen Meteoriteneinschlag ausgerottet wurden, ist aber nicht nur farbenfroher und irrer, sondern auch abwechslungsreicher und sehr viel größer geworden: In unserer Spielzeit sind wir nicht länger nur in staubigen Endzeitwüsten unterwegs, sondern brettern auch durch Dschungel- und Waldgebiete, besuchen belebte Siedlungen und entdecken kleine Aufgaben am Wegesrand.
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Aber: Rage 2 ist kein Fallout und auch kein Far Cry! Rechnet also nicht unbedingt mit hunderten Stunden an Nebenbeschäftigungen und tiefgängigen Rollenspielelementen. Ein Beutesystem mit zufälligen Waffen und Erfahrungspunkte à la Borderlands wird es ebenfalls nicht geben, denn im Kern ist Rage 2 immer noch ein klassischer Shooter, nur eben diesmal in eine weitläufige Welt verpackt. Auch wenn unsere Spielzeit noch nicht ausreicht, um ein finales Urteil zu fällen, ist bereits klar: Rage 2 macht einen vielfältigeren und stimmungsvolleren Eindruck als sein Vorgänger.
Projekt Dagger: So klappt's mit der Weltenrettung
Wir steigen direkt nach dem Tutorial ein. Unsere Heldin Walker - wahlweise auch als männliche Figur spielbar - hat gerade einen feigen Angriff auf ihre Heimatsiedlung überlebt. Der Überfall geht auf das Konto der Obrigkeit, der gleichen hochgerüsteten Fanatikerbande, die schon im ersten Rage für Ärger sorgte. Schnurstracks schwört Walker Rache und macht sich auf den Weg, die Obrigkeit ein für alle Mal aufzuhalten. Als eine der letzten verbliebenen Ranger im Ödland ist es nun an ihr, drei wichtige Verbündete aufzutreiben, die ihr in der finalen Schlacht zur Seite stehen: Captain Marshall, Loosum Hagar und Doktor Kvasir, die wir schon aus dem Vorgängerspiel kennen.
Quelle: PC Games
Seit dem Vorgänger sind 30 Jahre vergangen. Widerstandskämpfer John Marshall arbeitet nun als vollbärtiger Barkeeper.
Da die Handlung von Rage 2 etwa 30 Jahre später einsetzt, sind die Figuren zwar deutlich gealtert, doch ihr Kampfeswille blieb ungebrochen: Gleich zu Beginn gibt's für jeden Hauptcharakter eine eigene Quest im Logbuch; wen wir zuerst ansteuern, ist uns überlassen, denn früher oder später müssen wir ohnehin für alle Verbündeten wichtige Aufgaben erledigen. Dazu zählen nicht nur aufwendigere Story-Missionen, sondern auch Nebenaktivitäten, die im Ödland auf uns warten. Beispiele gefällig? Für Loosum können wir feindliche Konvois von den Straßen pusten oder Wachtürme der Obrigkeit zerstören. Doktor Kvasir dagegen möchte, dass wir Meteoriten untersuchen, die in der postapokalyptischen Spielwelt verteilt sind. Und für John Marshall sollen wir Banditenlager und Mutantennester leerfegen.
Quelle: PC Games
Projekt Dagger auf einen Blick: Im Menü seht ihr die drei Hauptcharaktere, für die ihr verschiedene Aufträge erfüllt, um sie aufzuleveln.
Für diese und andere Aufträge erhalten wir Fortschrittspunkte, mit denen wir jeden Verbündeten individuell aufleveln. Erst wenn ihre Stufen hoch genug sind, dürfen wir das sogenannte "Projekt Dagger" starten - dahinter verbirgt sich der große Endkampf gegen die Obrigkeit und ihren tyrannischen Anführer General Cross. Als Nebeneffekt für geschaffte Aufträge erhalten wir außerdem Upgrade-Punkte, denn jede der drei Schlüsselfiguren gibt uns auch Zugriff auf Talentbäume voll wichtiger Verbesserungen. Günstigere Händlerpreise, effektivere Granaten, verbesserte Heilung, größere Munitionstaschen und vieles mehr lässt sich hier freischalten.
Prall gefülltes Arsenal
Quelle: PC Games
Alle Waffen, Hilfsgegenstände und Fähigkeiten lassen sich in mehreren Stufen aufwerten.
Neu in unserer PC-Version: Die Upgrade-Menüs wurden komplett umgestaltet und enthalten nun auch Crafting-Elemente - von denen hatten wir bislang noch gar nichts gesehen. Und so funktioniert's: Mit gesammelten Ressourcen, die beispielsweise in Banditenlagern gebunkert sind, können wir Walkers Arsenal auf mehrere Arten ausbauen. Nützliche Technologien wie Geschützdrohnen, Granaten, Gesundheitsinfusionen oder die beliebten Wingsticks (eine Art rasiermesserscharfer Bumerang) lassen sich in jeweils sechs Stufen verbessern. Das Gleiche gilt auch für die zehn Schusswaffen, die von Pistolen über Sturmgewehre, Shotguns und Raketenwerfer bis hin zur mächtigen Superwumme BFG 9000 reichen - Letztere dürfte vor allem Doom-Veteranen ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Alle Knarren lassen sich bis Level 5 aufwerten, auf jeder Stufe warten außerdem zwei unterschiedliche Detailverbesserungen, die weitere Ressourcen verschlingen und die Eigenschaften der Waffe verändern - beispielsweise kann man beim Sturmgewehr zwischen größeren Magazinen oder schnellerem Nachladen wählen.
Quelle: PC Games
Die Nanotrit-Fähigkeit „Zerschmettern“ erzeugt eine Druck-
welle, die Rüstungen zerfetzt und Feinde wegschleudert.
Hinzu kommen Walkers mächtige Nanotrit-Fähigkeiten, die sie nur in gut bewachten Hightech-Bunkern - den sogenannten Archen - findet. Mit diesen Superkräften kann sie beispielsweise Gegner mit Druckwellen wegschleudern, blitzschnell zur Seite dashen, in der Luft einen Doppelsprung ausführen, Energieschilde aufstellen oder eine Vortex-Singularität erzeugen, die Gegner in der Nähe ansaugt und brutal in die Luft befördert. All diese Fertigkeiten lassen sich ebenfalls in mehreren Stufen verbessern und sind am effektivsten, wenn man sie im Kampf kombiniert! Das gilt auch für den Overdrive, ein besonderer Feuermodus mit langem Cooldown, der Walkers Schadenspotenzial für ein paar Sekunden drastisch erhöht und nebenbei Lebenspunkte regeneriert - besonders in Notfällen ein mächtiges Werkzeug.
Die Kämpfe: flüssig, schnell, brutal
Unsere PC-Fassung war zwar schon fast fertig, doch die üppige Tastenbelegung ließ sich leider noch nicht fehlerfrei ändern - das muss Avalanche bis zum Release noch in den Griff bekommen! Darum sind wir nach einer Weile von Maus und Tastatur zum Gamepad gewechselt, mit dem sich Rage 2 allerdings ebenso geschmeidig steuert. Egal ob mit Shotgun, Raketenwerfer oder Laserwumme, die brachialen Schießereien spielen sich wunderbar rasant und flüssig! Walker ist ausgesprochen agil unterwegs, sie springt, klettert, rutscht und flitzt, während sie aus allen Rohren feuert, Wingsticks wirft und die Gegner mit Nanotrit-Talenten an die Wand klatscht. Klasse! Dass die Gegner-KI bislang nicht übermäßig clever reagiert, fällt da kaum ins Gewicht, solange der Ballerspaß stimmt. Und wer es anspruchsvoller mag, kann auch einen der höheren Schwierigkeitsgrade wählen.
Quelle: PC Games
Wuchtige Explosionen und sattes Trefferfeedback sorgen für Ballerspaß auf id-Software-Niveau.
Vielseitiger Fuhrpark
Schön: Auf unserer Übersichtskarte sind zunächst keine Symbole eingezeichnet, wir erkunden also einfach drauflos und werden unterwegs auf interessante Orte in der Nähe aufmerksam gemacht. Alternativ können wir aber auch NPCs in den Siedlungen ansprechen, sie verraten uns dann womöglich einen wichtigen Standort in der Umgebung und weisen uns auf Nebenaufgaben hin, zu denen auch Wettrennen und das beliebte Mutant Bash TV gehört - eine brutale Game Show, in der wir es auf engstem Raum mit massenhaft Gegnern aufnehmen müssen.
Quelle: PC Games
Rage 2: Exklusive Screenshots aus der PC-Version
Um möglichst flott von A nach B zu kommen, dürfen wir verschiedenste Fahrzeuge in unseren Fuhrpark aufnehmen (in unserer Vorschau-Fassung waren 17 Stück freigeschaltet) und bei Bedarf jederzeit "herbeirufen". Dazu gibt Walker einfach einen Funkspruch an ihre Schwester Lilly ab und bezahlt ein paar Credits, schon spawnt das gewünschte Fahrzeug direkt vor unseren Füßen. Im Angebot ist der vielseitige Phönix-Buggy, unser Hauptgefährt, aber auch verschiedene Motorräder, Kampffahrzeuge sowie ein Hoverboot. Und wer sich den Kindheitstraum erfüllen und einmal Bagger oder sogar Monstertruck fahren möchte, wird ebenfalls in der Garage fündig.
Dort wartet auch der Ikarus-Gyrokopter auf uns, der wenige Meter über der Erde schwebt und selbst vor steilen Abgründen kein Halt macht - ideal zum Erkunden! Allerdings bietet der Ikarus auch kaum Schutz und ist zum Kämpfen daher ungeeignet. Hier sollte man eher zum bewährten Phönix greifen: Mit der wendigen Karre (die sich ebenfalls mehrfach aufrüsten lässt) können wir auch feindliche Konvois in Angriff nehmen. Das sind schwer bewaffnete, motorisierte Gegnergruppen, die auf bestimmten Routen unterwegs sind und im Grunde mehrstufige Bosskämpfe auf Rädern darstellen: Zunächst müssen wir Stück für Stück die Begleitfahrzeuge und bewaffneten Eskorten von der Fahrbahn ballern, bis wir schließlich das "Bossfahrzeug" an der Spitze ins Visier nehmen. Dank eines großzügigen Auto-Aimings spielen sich diese Abschnitte ordentlich arcadig, machen aber Spaß, was auch an den satten Explosions- und Partikeleffekten liegt - hier lässt die Apex-Engine die Muskeln spielen!
Quelle: PC Games
Mit dem Phönix zerlegen wir einen feindlichen Konvoi in seine Bestandteile. Arcadig, spaßig, toll inszeniert!
Fahrspaß mit Hindernissen
Abgesehen vom Ikarus machen die Bodenfahrzeuge in unserer weit fortgeschrittenen Version aber auch noch einige Probleme. Im Gegensatz zu früheren Vorschau-Fassungen wurde die Fahrphysik zwar bereits merklich überarbeitet, sodass unser Phönix nun auch problemlos über Steine in der Landschaft hinwegrollt und kleinere Bäume oder alte Straßenlaternen einfach plattwalzt. An anderen Umgebungsobjekten kommt unser Fahrzeug jedoch nicht immer vorbei, selbst ein einfacher Drahtzaun kann ein unüberwindbares Hindernis darstellen. Sobald wir mit der Karre dagegen stoßen, bricht hin und wieder die Kamera unschön aus und das Fahrzeug überschlägt sich. Solche Momente wirken technisch unsauber, hier hoffen wir, dass die Entwickler bis zum Release weiter nachbessern.
Allerdings bleibt es fraglich, wie oft man im fertigen Spiel überhaupt versucht sein wird, von den Straßen abzukommen und quer durch die Wildnis zu heizen. In unserer Spielzeit blieben wir jedenfalls so oft es ging auf festen Wegen, schon allein weil uns hier eine optische Zielmarkierung auf der Fahrbahn zuverlässig in die richtige Richtung lenkt.
Atmosphärische Endzeit
Ein Highlight: Das stimmungsvoll designte Städtchen Gunbarrel, wo Walker mit allerlei NPCs plaudern, Händler besuchen oder Kopfgeldaufträge an der Anschlagtafel entdecken kann. Der routinemäßige Gang in die nächstgelegene Kneipe führt uns außerdem direkt zu Captain Marshall, einem der drei wichtigen Hauptcharaktere. Der ehemalige Kriegsheld, der sich nun als bärtiger Barkeeper durchschlägt, willigt ein, uns im Kampf gegen die Obrigkeit zu helfen. Zuerst sollen wir aber für ihn in die Kanalisation unter Gunbarrel hinabsteigen, wo sich Mutanten ein hübsch-ekliges Nest gebaut und damit die ganze Wasserversorgung lahmgelegt haben. Die Mission im Untergrund ist zwar nicht sonderlich überraschend, aber dafür auch angenehm kurz, knackig und frei von nervigem Leerlauf. Für Kenner des Vorgängers dürften sich Abschnitte wie diese außerdem vertraut anfühlen: Die Umgebungen des Dungeons, das Design der Mutanten, selbst die Kostüme der Stadtbewohner von Gunbarrel - das alles sorgt bei Rage-Veteranen für hohen Wiedererkennungswert.
Quelle: PC Games
Belebte Orte wie Gunbarrel sehen schick aus und wecken sofort Erinnerungen an das erste Rage.
Technik: Viel Licht, etwas Schatten
Unsere PC-Version macht optisch einen sehr schicken Eindruck, auch wenn Rage 2 - im Gegensatz zum ersten Teil - sicher kein Spiel ist, das sich über seine Technik definiert: Besonders die postapokalyptischen Landschaften und die detailverliebten Orte haben es uns angetan, aber auch die starken Explosionseffekte und die feine Beleuchtung sehen richtig gut aus! Perfekt ist die Optik trotzdem nicht: Aus der Nähe fallen uns ab und zu noch unscharfe Texturen ins Auge und auch die Wassereffekte wirken nicht mehr ganz zeitgemäß. Außerdem neigt die Apex-Engine immer wieder zu einigen Pop-ups, die meisten von ihnen zwar völlig harmlos, in ein paar Szenen fallen sie aber doch noch störend auf - hier sollte Avalanche bis zum Release noch ein bisschen Politur auftragen.
Quelle: PC Games
Mit dem Ikarus-Gyrokopter, der mehrere Meter über dem Boden schwebt, kommt man besonders flott durch die offene Welt.
Ungeschnitten und auf Deutsch
Zum ersten Mal erleben wir Rage 2 auch zum ersten Mal in seiner deutschen Version, inklusive vollständiger Vertonung. (Einen Vorgeschmack bekommt ihr im Video!) Unser Ersteindruck: Die deutschen Sprecher klingen für unseren Geschmack zwar hin und wieder eine Spur zu sauber und abgelesen, sind aber überwiegend gut gewählt und sorgen für Stimmung. Besonders der greise Doktor Kvasir blieb uns positiv im Gedächtnis! Die weibliche Variante von Walker wird übrigens von Vollprofi Sandra Schwittau gesprochen, welche vielen Spielern als die markante deutsche Stimme von Bart Simpson bekannt sein dürfte - ob man das jedoch als Vorteil empfindet oder nicht, dürfte eine Frage des persönlichen Geschmacks bleiben. Wer die deutschen Sprecher nicht mag, kann auch aus verschiedenen Audio- und Textsprachen wählen und beispielsweise englische Stimmen mit deutschen Untertiteln kombinieren.
Und auch wenn es heutzutage niemanden mehr überraschen dürfte, hier noch mal die Entwarnung: Rage 2 erscheint in Deutschland komplett ungeschnitten und ist damit inhaltsgleich mit der internationalen Fassung. Volljährige Spieler bekommen also jede Menge derbe Splatter-Effekte und blutiges Trefferfeedback zu sehen, abgetrennte Körperteile und zerplatzende Gegner inklusive. Selbst die Brandmunition des Feuersturmrevolvers, der getroffene Feinde schmerzhaft in Flammen aufgehen lässt, wurde ohne Kürzungen übernommen.
Auch auf Steam erhältlich
Wer befürchtet hat, die digitale Version des Shooters würde exklusiv über den Bethesda-Store oder den Epic Launcher angeboten, darf beruhigt sein: Rage 2 ist auch über Steam erhältlich. Zur Wahl stehen drei verschiedene Fassungen: Neben der Standard-Version könnt ihr auch zur Deluxe Edition (80 Euro für PC, 90 Euro für PS4/Xbox One) greifen, die verschiedene digitale Boni umfasst, darunter auch die erste DLC-Erweiterung "Das Erwachen der Geister", die im Sommer 2019 verfügbar sein wird. Außerdem ist eine Bonusmission namens "Kult des Totengottes" enthalten, in der ihr euch auf die Suche nach Nicholas Raine macht - dem Helden aus dem ersten Rage. Und wer 120 Euro (PC) bis 130 Euro (PS4/Xbox One) locker hat, kann zur Collector's Edition greifen, die neben verschiedenen digitalen Extras auch einen großen Mutanten-Plastikkopf beinhaltet, der angeblich sogar sprechen kann. Ob das den Aufpreis wirklich wert ist, sei mal dahingestellt.
Kein Koop, aber lustige Cheats
Quelle: PC Games
Rage 2: Exklusive Screenshots aus der PC-Version
Am Multiplayer hat sich übrigens nix geändert - es gibt keinen! Rage 2 ist ein reiner Einzelspielertitel, der komplett offline gespielt werden kann. Wer sich aber online in Bethesdas Netzwerk einloggt, soll Zugriff auf wöchentliche Events bekommen, darunter Kämpfe gegen riesige Sandwürmer sowie die Möglichkeit, Mechs selbst zu steuern. Es gibt auch einen eigenen Menüpunkt namens "Freunde", der bei uns noch ausgegraut war - dahinter dürften sich die angekündigten Ranglisten verbergen, mit denen man seine Erfolge vergleichen kann.
Quelle: PC Games
Rage 2: Exklusive Screenshots aus der PC-Version
Auch wenn einige glaubten, es würde sich um einen Aprilscherz handeln, ist es wahr: Wer sich online einloggt oder das Spiel vorbestellt hat, erhält sofortigen Zugriff auf den "Er ist on fire"-Modus - in dem wird das Kampfgeschehen von Kult-Kommentator Tim Kitzrow (bekannt als Ansager der NBA Jam-Reihe) auf Englisch untermalt. Nette Idee! Es wird noch weitere Cheats geben, drei davon sind für Besitzer der Deluxe Edition direkt verfügbar. Unabhängig davon, welche Version man besitzt, lassen sich alle Cheats aber auch im Spiel freischalten, dazu muss man lediglich den Wasteland Wizard im Ödland aufsuchen, dort kann man die Mogel-Modi gegen Ingame-Währung erwerben. Keine Sorge, echtes Geld müsst ihr dafür nicht berappen.
Anders sieht es dafür bei den Post-Launch-Plänen der Entwickler aus: id Software und Avalanche wollen das Spiel nach Release noch für lange Zeit mit DLCs und Updates erweitern, manche davon gratis, andere kostenpflichtig. Wenn die so vielversprechend werden wie das Hauptspiel - warum nicht?
Meinung
Rage 2 erscheint am 14. Mai 2019 für PC, Xbox One und PS4. Die deutsche Fassung ist ungeschnitten und multilingual. Die PC-Version ist im Einzelhandel sowie digital über Steam und direkt bei Bethesda erhältlich.
