RIDE 6: Handling-Schwierigkeiten, Technik, Fazit und Wertung

Test Michael Grünwald
RIDE 6: Handling-Schwierigkeiten, Technik, Fazit und Wertung
Quelle: Milestone

Durch das Upgrade auf die Unreal Engine 5 legt RIDE 6 im Vergleich zu den Vorgängern technisch zu. Ob das für eine starke Wertung reicht, lest ihr im Fazit.

Das Fahren auf Asphalt fühlt sich für uns insgesamt nachvollziehbar an, bei den Dirt-Rennen kommt uns das allerdings nicht so vor. Die Bikes müssten auf dem unbefestigten Boden um einiges mehr ins Schlingern und Rutschen geraten.

Selbst im Pro-Modus stellt uns der Untergrund aber vor keine allzu großen Schwierigkeiten. Auch die KI fährt übrigens munter ihre normalen Linien. Mit verringerter Traktionskontrolle können wir das ausbrechende Hinterteil zwar forcieren, aber geschmeidig fühlt sich das Handling dann nicht an.

Das ist allerdings Klagen auf hohem Niveau, schließlich ist das Fahrverhalten der Zweiräder wie in den Vorgängern gut kontrollierbar und spaßig. Für eine waschechte Motorrad-Sim fehlt schlussendlich auch die passende Peripherie.

In Replays können wir nach den Rennen nochmal die Action auf der Strecke aus unterschiedlichen Perspektiven ansehen. Durch die Unreal Engine 5 wirken die Szenen äußerst realistisch. Quelle: PC Games In Replays können wir nach den Rennen nochmal die Action auf der Strecke aus unterschiedlichen Perspektiven ansehen. Durch die Unreal Engine 5 wirken die Szenen äußerst realistisch.

Technik-Power dank der Unreal Engine 5?

In den zweiten, oder besser in den fünften Gang schaltet RIDE 6 bezüglich Grafik-Engine. Mit der Power der Unreal Engine 5 soll das Spiel der Realität noch näherkommen. In Teilen funktioniert das auch gut: Die Bikes sehen äußerst detailliert aus und an der Umgebung gibt es ebenfalls kaum etwas auszusetzen. Manchmal flimmern ein paar Kanten in der Entfernung, was sich aber verschmerzen lässt, da unsere Blicke eh auf die Strecke vor uns gerichtet sind.

Die Charaktermodelle in den kurzen Sequenzen bleiben aber erneut blass. Wir blicken wie schon in den Vorgängern in leere Augen und bekommen bei den Siegerehrungen lediglich steife Animationen geboten. Die Stärke von RIDE 6 liegt auf der Piste, aber trotzdem sind solche Kleinigkeiten schade.

Die Beleuchtung bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, Events bei Nacht und im Regen liefert dagegen ab. Bis auf ein paar seltsame Spiegelungen merken wir hier die Power der Unreal Engine 5 und können dadurch unsere Fahrten genießen.

Der Sound der Motorräder ist außerdem Musik für Motorsportliebhaber. Vom Blubbern der dicken Baggers bis hin zum Kreischen der hochgezüchteten Sportbikes ist für jeden etwas dabei.

Ein aufgeräumtes User Interface bietet uns während der Veranstaltungen die wichtigsten Informatioenen auf einen Blick. Quelle: PC Games Ein aufgeräumtes User Interface bietet uns während der Veranstaltungen die wichtigsten Informatioenen auf einen Blick. Ein großer Schwachpunkt des Vorgängers und der MotoGP-Spiele von Milestone war bislang immer die KI. In RIDE 6 fahren die virtuellen Piloten zwar ein wenig besser und stechen nicht mehr in Lücken, die nicht da sind, doch perfekt agieren die Fahrer bei weitem noch nicht.

Dafür beharren sie nach wie vor zu sehr auf ihrer Linie und reagieren kaum auf unsere Aktionen. Bremsen wir aus Vorsicht für die folgende Kurve einmal früher an, donnern sie uns weiterhin mit Vollkaracho aufs Hinterrad. Ohne die Rückspulfunktion wäre das ordentlich frustrierend.

Wenn wir uns auf die KI-Gegner einstellen, entwickeln sich aber spannende Momente und Positionswechsel. Wir müssen lediglich immer für die NPCs mitdenken, ansonsten wartet der nächste Crash auf uns.

Insgesamt bringt RIDE 6 wie schon die früheren Teile der Reihe Action auf die Strecke und glänzt mit einer hohen Anzahl an verschiedenen Zweirad-Disziplinen. Die Karriere dümpelt trotzdem vor sich hin, obwohl sie durch das Ridefest zunächst vielversprechend wirkt. Motorradliebhaber können beim Titel zugreifen, viel Konkurrenz auf dem Markt gibt es schließlich nicht und auch frisch Interessierte dürfen dieses Jahr aufgrund des Arcade-Modus einen Versuch wagen.

Meinung

Wertung zu RIDE 6 (PC)

Wertung:

6.5 /10

Wertung zu RIDE 6 (PS5)

Wertung:

6.5 /10
Fazit

Im Vergleich zum Vorgänger zündet vor allem der neue Karrieremodus einfach nicht!

Ab dem 12. Februar geht es in RIDE 6 auf PC via Steam und Epic, auf der PS5 und der Xbox Series X/S rund. Die Kosten liegen je nach Plattform bei 60 - 70 Euro, wer sich für die Ultimate Edition zum Preis von 110 Euro entscheidet, erhält drei Tage Early-Access-Zugang, zukünftige DLCs und kommende Erweiterungen des Season-Pass. Transparenzhinweis: Für die Erstellung dieses Beitrags wurde die Release-Fassung von RIDE 6 vom Publisher gestellt.

  1. Seite 1 Einstieg, Umfang und Karriere
  2. Seite 2 Probleme in der Karriere und Arcade-Gameplay
  3. Seite 3 Handling-Schwierigkeiten, Technik, Fazit und Wertung
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