Der Karrieremodus in RIDE 6 verspricht mit dem Ridefest einiges an Potenzial, scheitert bei uns im Test aber an einer interessanten Umsetzung.
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Ein Schritt zurück
Im direkten Vorgänger RIDE 5 verlief die Karriere zwar ganz ähnlich, vor einigen wichtigen Rennen baute ein Sprecher aber noch Spannung auf, was den Spieler in eine angriffslustige Stimmung brachte. Solche Kleinigkeiten können manchmal darüber entscheiden, wie uns Dinge in Erinnerung bleiben. Wir sind uns sicher, dass wir die Kacheln mit den unterschiedlichen Rennveranstaltungen im Hauptmenü von RIDE 6 dagegen nicht lange im Gedächtnis behalten.
Die sind zwar übersichtlich und zeigen uns direkt, wie viele Punkte uns noch bis zum nächsten freischaltbaren Event fehlen, aber als einziges Überbleibsel des Ridefest ist uns das zu wenig. Nach erfolgreichem Abschließen der Wettbewerbe schalten wir zwischendurch Rennen gegen reale Legenden frei, die wir besiegen sollen. Doch auch diese Kopf-an-Kopf-Duelle gegen unter anderem Guy Martin, Casey Stoner und James Toseland reißen das Ruder nicht herum.
Quelle: PC Games
RIDE 6 kommt deutlich "cooler" daher als die Vorgänger und geht mit dem Ridefest im Karrieremodus einen Schritt Richtung Forza Horizon.
Die Karriere bleibt ein Abklappern von Events, das durchaus interessanter hätte gestaltet werden können. Doch nach spätestens der Hälfte des Weges geht RIDE 6 aufgrund fehlender Abwechslung die Luft aus. Einzig die verschiedenen Disziplinen bieten uns zwischendurch einen Hauch von Langzeitmotivation.
Für Neueinsteiger, die sich erst langsam an das Fahrverhalten der Motorräder herantasten möchten, gibt es außerdem eine Fahrschule, in denen wir die Grundlagen lernen. Ein Zweirad unterscheidet sich vom Handling schließlich deutlich von einem Rennwagen.
Nachdem wir die vorgegebene Zeit eines Fahrlehrers geschlagen haben, bekommen wir die Gelegenheit die unterschiedlichen Abschnitte wie in den Lizenztests von Gran Turismo zu bewältigen. Dabei warten am Ende Bronze-, Silber-, und Goldmedaillen auf uns. Auch schnelle Modi, in denen wir unsere eigenen Rennen erstellen dürfen und ein Multiplayer stehen zur Verfügung. Den Mehrspielermodus konnten wir vor dem Release aber noch nicht ausprobieren.
Quelle: PC Games
Kurve eins in Monza ist immer ein Erlebnis - egal, ob gegen die KI oder im Multiplayer gegen menschliche Racer.
Mit dem Arcade-Modus in den Mainstream
Das Handling-Modell der RIDE-Reihe sprach bislang eher die Simulations-Fans an, doch mit RIDE 6 wird eine weitere Option für Arcade-Fans integriert. Wir können die Fahrphysik je nach Belieben ab sofort zwischen Realismus und actionlastigem Gameplay ändern.
Während der Pro-Modus nur wenige Fehler verzeiht und wir direkt spektakulär vom Bike fliegen, sobald wir zu früh aufs Gas steigen oder die Banden berühren, sieht das im Arcade-Bereich anders aus. Bei Kollisionen bleiben wir genauso im Sattel sitzen wie bei kurzen Ausflügen ins Kiesbett. Wir müssen es schon ziemlich übertreiben, ehe uns die Maschinen abwerfen.
Das führt dazu, dass Neulinge der Marke nicht nach dem ersten Sturz-Festival abgeschreckt sind, sondern weitere Rennen in RIDE 6 in Angriff nehmen. Passend dazu lassen sich etliche Fahrhilfen zuschalten, um den Einstieg noch weiter zu erleichtern.
Quelle: PC Games
Autsch! Die Stürze sehen teilweise spektakulär aus. Zum Glück lassen sich solche Crashs ganz einfach zurückspulen.
Obwohl der andere Modus deutlich realistischeres Handling bietet, bleiben wir von einer Hardcore-Simulation noch ein wenig entfernt. Um einen weiteren Schritt in Richtung Sim-Racing zu gehen, verzeiht das Neigungsverhalten und das Beschleunigen der Motorräder zu viel und lässt sich daher auch sehr angenehm mit einem Gamepad steuern. Vor allem das haptische Feedback und die Trigger-Unterstützung des DualSense-Controllers helfen auf der PS5 für das richtige Fahrgefühl. Wir spüren, sobald das Hinterrad zu sehr durchdreht oder das Vorderrad einklappt und können uns hin und wieder sogar aus der misslichen Lage befreien.
