Auch Speicher, Festplatten und Soundkarten warten mit einigen Innovationen auf. Wir haben die wichtigsten Entwicklungen in diesen Bereichen auf ihren Spielenutzen hin untersucht.
Abseits von Prozessor und Grafikkarte warten auch die »Nebendarsteller« in einem Spiele-PC immer wieder mal mit Innovationen und neuen technischen Entwicklungen auf.
Hauptspeicher
Die Komponente Hauptspeicher können Sie seit einiger Zeit recht ruhig angehen, wenn's um Aufrüstungen oder Neuanschaffungen geht. Sobald man entwirrt hat, für welche Plattform man DDR braucht und für welche den DDR2-Typ, geht es eigentlich nur noch um die Menge. Dass inzwischen etliche Spiele von mehr als einem Gigabyte enorm profitieren, ist fast schon ein alter Hut.
Wer sich also für beispielsweise zwei 1,0-GB-Riegel DDR400 entschieden hat, damit zum Online-Händler seines Vertrauens surft und denkt, er können nun fröhlich bestellen, der hat sich getäuscht. Eine Unmenge an verschiedenen Riegeln erwarten den Aufrüstwilligen. Teilweise hat ein Hersteller ein Dutzend Varianten im Programm, die sich nur durch kryptische Zahlen-Buchstaben-Kombinationen unterscheiden -- und natürlich durch teilweise beträchtliche Preisdifferenzen.
An diesem Punkt gibt der Nicht-Fachmann entweder auf oder kauft sich irgendwelche Riegel. Oder er wühlt sich weiter durch das RAM-Dickicht und wird bald feststellen, dass sich die Module hauptsächlich durch die CL-Angabe und den Nominaltakt unterscheiden.
Kleinstmögliche Verzögerung
Wenn Sie nichts Aufwändiges mit Ihrem PC vorhaben, reicht normalerweise der billigste (in unserem Beispiel) DDR400-Riegel, vorzugsweise von einem Markenhersteller. Denn sobald mehrere Module verschiedener Hersteller die gleichen Eckdaten haben, sind sie im Prinzip auch gleich gut.
Der CL-Wert gibt die »CAS-Latency« an. Er bestimmt, wie schnell bei einem eingehenden Arbeitsauftrag an den Speicher die richtige Adresse der Daten herausgefunden und kontaktiert wird. Ein Einfluss auf die Gesamtperformance eines Rechners ist mit verschiedenen CL-Werten zwar gegeben, aber bestenfalls im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Bei DDR-Speicher liegen die CL-Werte zwischen 2 und 3, bei DDR2-Speicher zwischen 3 und 5. Module mit CL 2,5 (DDR) bzw. CL 4 (DDR2) sind völlig ausreichend und kosten kaum mehr als CL3- beziehungsweise CL5-Speicher.
Taktvoll
Die andere technische Stellgröße beim Speicher ist der Nominaltakt, angegeben in MHz. Der hängt auch von der Plattform ab, wobei die derzeit gebräuchlichsten DDR400 (AMD, Sockel 939) und DDR2 667 (Intel, Sockel 775) sind. Dennoch gibt es jede Menge Module, die weit über diese Standards hinausgehen -- bei DDR etwa reicht die Spanne bis zu 600 MHz, bei DDR 2 gar bis zu 1.066 MHz.
Lassen wir mal die Tatsache außer Acht, dass AMDs neue AM2-Plattform auf DDR2-Speicher mit bis zu 800 MHz baut, so sind Module jenseits von DDR400 bzw. DDR2 667 schlicht so genannter »Tuningspeicher«. Deren Preisaufschlag fällt gegenüber normalen Riegeln ziemlich heftig aus. Die gute Nachricht: Diesen Mehrpreis können Sie sich getrost sparen. Das Mehr an Leistung von beispielsweise einem DDR500- gegenüber einem DDR400-Modul ist nicht so drastisch, dass es das viele Geld wert wäre. Zu empfehlen ist Tuningspeicher eigentlich nur, wenn Sie das komplette System, vor allem die CPU, am Anschlag betreiben wollen. Ansonsten gilt: Beim RAM können Sie gut sparen, indem Sie herkömmliche »Allerweltsriegel« nehmen, die die zum Betrieb nötigen Spezifikationen erreichen, aber nicht darüber hinaus gehen.